Erich Kästner - Schule
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Lernwerkstatt: Anders Lernen

Schüer spielen mit RitterburgWer anders lehren will, muss selber Raum zum Lernen und Experimentieren haben". Diese von Herbert Hagstedt (Universität Kassel) entlehnte Aussage gilt als Leitmotiv für den Aufbau und den Betrieb der Lernwerkstatt an der Erich Kästner-Gesamtschule . Dass sich insbesondere Schulen des Sekundarstufen I - Bereiches schwer tun, "anderem Lernen" auch Raum zu geben, zeigen die Ergebnisse der PISA-Studie , während Grundschulen, in denen eher offenere Formen des Lernens zugelassen werden und Hetereogenität nicht als Hindernis, sondern als Chance genutzt wird , den Vergleich mit den erfolgreichen nordeuropäischen Schulen nicht scheuen brauchen . Mit der Einrichtung einer Lernwerkstatt hat die EKS schon "vor PISA" erkannt, wie wichtig es ist, eine neue Lernkultur an der Schule aufzubauen und dies auch räumlich zu manifestieren.
Es wird gerätzelt und gearbeitetDie Eröffnung der Lernwerkstatt fand am 22. Oktober 1998 statt . Sie befindet sich räumlich zwischen den beiden Bereichen der Jahrgänge 5 und 6 . Hier wurde vor allem ein Ort geschaffen für handlungsorientiertes Lernen . Dabei erfahren die Schüler ihr eigenes Lernen selbstständig in die Hand zu nehmen, was durch die Vielfalt der Angebote des Raumes gewährleistet wird.
Durch den hochmotivierenden Auffordungscharakter mit seinen unterschiedlichsten Zugangsweisen sind den Schülern Auswahlmöglichkeiten zum Lernen gegeben , die ihnen der Schulalltag sonst nicht bietet oder auch bieten kann. Die Arbeit in der Lernwerkstatt wird nach einem festgelegten Prinzip gehändelt : Die Schüler kommen in der Regel während der Unterrichtszeit einzeln oder in Gruppen mit einem Arbeitsauftrag, um hier eigenständig zu arbeiten.
Gewährleistet werden die Öffnungzeiten auch durch die Zusammenarbeit mit der Universität Kassel (Fachbereich Sozialpädagogik). Seit 3 Jahren ist eine Sozialpädagogin die Leiterin der Lernwerkstatt, der eine pädagogische Mitarbeiterin (Mutter eines Schülers) und eine Praktikantin des Fachbereichs Sozialpädagogik der Uni Kassel zur Seite stehen. . Mit dieser Öffnung der Lernwerkstatt nach außen hat sich die Lernwerkstatt zu einem "Dienstleistungsbetrieb" auch innerhalb der Schule entwickeln können.
Schüler erarbeiten AufgabenSchüller bearbeiten ArbeitsblätterDurch Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern der Klassen 5 und 6 wird von der Lernwerkstatt maßgeblich mitgestaltet: Die erste Schulwoche des Jahrgangs 5, Projekttage der Jahrgänge und ein mittlerweile am Schulcurriculum orientiertes Angebot für Lernen an Stationen. Inhaltliche Schwerpunkte sind darüber hinaus die Vorbereitung und Durchführung von Lehrgängen zum Lernenlernen und das Projekt "Soziales Lernen" - eine Selbstverpflichtung aus der Schulprogramm der Erich Kästner-Schule.
Werkstattarbeit selbst findet vor allem mittlerweile über die oft praktizierte Unterrichtsform des Stationenlernens statt. Diese gebundene Form offenen Lernens, in der Schüler zielgerichtet arbeiten, dabei aber über die Reihenfolge des Angebots, Lernpartner und Arbeitstempo frei entscheiden können, erfreut sich bei ihnen großer Beliebtheit.
Es wird gespielt Die Lernwerkstatt hat schulintern auch die Funktion räumlich manifestierter Lehrerfortbildung. Die Öffnung für Interessierte außerhalb der Schule -sie ist die einzige Einrichtung dieser Art im Südbereich der Stadt Kassel - gehören zum Konzept. Besonders gern arbeiten hier 4. Klassen der Schulverbundsgrundschulen.

Bernd Kaun, Stufenleiter 5/6


Weitere Informationen zur Lernwerkstatt unter "Projekte" auf dieser Homepage


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