Erich Kästner - Schule
Baunatal

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Sozialpraktikum
Die Informationen dazu finden sie unter Allgemein/Schulpastoral.
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Schuljahr 2009/2010
Schuljahr 2008/2009(2)
Schuljahr 2008/2009(1)
Schuljahr 2007/2008
Schuljahr 2006/2007

Acht Schüler erhielten Zertifikate

Sieben Schülerinnen und ein Schüler aus den Jahrgängen 8 -10 haben in diesem Schuljahr an der AG Sozialpraktikum teilgenommen.
In zwei Blöcken von je sechs Wochen besuchten sie im Rahmen des Nachmittagsangebots der Schule jeweils zu zweit verschiedene Abteilungen der Baunataler Diakonie: die Tagesförderstätten, die Kerzenwerkstatt und zwei Metallwerkstätten.
Allen EKS-lern machte das Praktikum Spaß. In ihren Berichten erzählen sie von einer Erweiterung ihres Horizontes. Die Lebensfreude vieler Behinderter ist ihnen besonders haften geblieben.
Zum Abschluss des Praktikums luden die Schülerinnen und Schüler die Gruppe der Tagesförderstätten in die Schule ein. Die Jugendlichen hatten den Nachmittag gut vorbereitet: Selbst gebackener Kuchen, ein liebevoll gedeckter Tisch und die Geschichte vom Lande Malon, die sie mit Klanginstrumenten intonierten, erfreute die Gäste. Für die Schulleitung hatte Frau Splettstößer die Gäste freundlich begrüßt. Eine Führung durch die Schule und ein gemeinsames Lied mit Bewegungen bildete den Abschluss des Nachmittags.
Äußerungen von Schülern zum Sozialpraktikum:
Julia Koch, Klasse 9c:
Ich habe gelernt, dass
  • die Behinderten eigentlich genauso sind wie wir,
  • sie lernfähig sind und offen für neue Dinge,
  • man mit den Behinderten ganz normal reden kann,
  • die Mitarbeiter der Baunataler Werkstätten sehr verantwortungsvoll in ihrer Arbeit handeln.


  • Was mir gefallen hat:
    Ich fand das Praktikum gut, weil ich viel gelernt habe, z.B. dass alle viel Spaß an der Arbeit hatten. Ich konnte mit den Behinderten reden und hatte auch viel Spaß.Ich denke, es ist gut so ein Praktikum zu machen, denn es stärkt das Selbstwertgefühl und man weiß danach, wie man sich in Bezug auf die Behinderten verhalten soll. Es ist eine gute Erfahrung, weil man auch einmal seine eigenen Grenzen spürt.

    Sarah Wolfram :
    Die Zeit, während wir jeden Montag zur Baunataler Diakonie gegangen sind und dort unsere zwei Stunden verbracht haben, war sehr schön. Wir haben gelernt mit körperlich eingeschränkten Menschen umzugehen und auch dass man mit ihnen viel Spaß haben kann.
    Jeden Montag machten wir verschiedene Sachen und jeder hatte eine Sache, die ihm mehr Spaß machte und die er mit ein wenig Hilfe oder sogar alleine schaffte.
    Ich war am Anfang ziemlich nervös und aufgeregt. Ich hatte zuvor noch nie so etwas in der Art gemacht, doch ich fand die Sache sehr interessant. Am Anfang war ich ein bisschen skeptisch, ob ich das hinbekommen würde, doch nach kurzer Zeit merkte ich, dass es gar nicht so schwierig war.
    Ich lernte viele verschiedene Menschen kennen. Unter anderem eine Frau, die bei allen Dingen, die ihr gefielen klatschte und so ihre Freude ausdrücken wollte. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen und wenn ich etwas mit ihr zusammen machte, wie zum Beispiel Fensterbilder basteln, bereitete dies mir sehr viel Freude. Sie ist ein Mensch, der alle mit offenen Armen empfängt und jeden neuen Besuch gespannt entgegen nimmt. Auch die anderen Menschen, mit denen ich arbeitete und meine Zeit verbrachte, waren alle sehr offen und kontaktfreudig.
    Wenn ich an meine Zeit zurück denke, die ich in der Baunataler Diakonie Kassel verbrachte, war es sehr schön und aufregend.
    Ich lernte so viele neue Menschen kennen, die mich mit unterschiedlichen Verhaltensweisen empfingen und mit mir zusammen Spaß hatten.
    Ich lernte sehr viel in dieser Zeit. Man wurde durch verschiedene Gesten von ihnen aufmerksam gemacht, wenn ihnen etwas nicht gefiel oder sie sich an der Sache erfreuten. Doch das Schönste war mit anzusehen, wie jeder Einzelne seine Freude ausdrücken konnte, auch wenn man ihn nicht verstand. Man wusste einfach, dass er glücklich war und das machte einen selber auch glücklich.

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    Sabrina Kirchner und Dennis Obasuyi machten Mitgliedern des Altenclubs der Christus-Erlöser-Gemeinde in Baunatal ein besonderes Geschenk.
    In mehreren Mittagspausen hatten die beiden Acht-Klässler handgeschriebene Gedichte, Gebete und Texte, die es zum Teil nicht in Büchern gibt, auf dem Schulcomputer in Druckform gebracht. Am 15. Dezember 2008 war das Büchlein endlich gedruckt und gebunden und konnte im Rahmen der Adventsfeier überreicht werden.
    Die beiden Schüler nehmen seit November 2008 an den Begegnungstreffen der alten Menschen teil. Beim ersten Treffen hatten sich "Jung und Alt" gegenseitig aus ihrem Leben erzählt.
    Für Lehrerin Hartung ist dabei wichtig, dass ein Prozess in Gang kommt. Die beiden Schüler haben in ihrer Freizeit ihnen zum Teil sehr fremde Texte und Gedichte in Buchform gebracht und sich damit auseinander gesetzt. Sie zeigen damit der älteren Generation ihre Wertschätzung. Diese Begegnung greift Ziele des Projektes "Generationen lernen gemeinsam" auf, in dem Lernangebote für das Miteinander der Generationen gefördert werden sollen.
    Schüler und Lehrerin fänden es schön, wenn sie die Mitglieder des Altenclubs im neuen Jahr in ihrer Schule begrüßen könnten.
    Neben Dennis und Sabrina nehmen 14 weitere Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 8 an der AG "Sozialpraktikum" teil.
    Ihre Praktikumstelle ist die "Baunataler Diakonie Kassel e.V.".
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    "Das war ein toller Nachmittag", so äußerte sich Julia zum Abschluss eines besonderen Projektes. Die Schülerinnen und Schüler nahmen an einem Rollstuhltraining des Vereins "fab e.V" (Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter) teil. Frau Gudrun Waßmann und Herr Dieter Juchatz erzählten zunächst von ihrem Leben mit dem Rollstuhl. Die beiden Gäste gingen auf alle Fragen offen und ehrlich ein und hinterließen bei den Schülern den Eindruck, dass man als Rollstuhlfahrer viele Hürden überwinden muss, aber auch Freude am Leben hat und viele Dinge bewusst genießt. So hatten beide Referenten gerade eine Reise in die USA hinter sich: "Eine wunderbare Erfahrung, die große Anstrengung kostete und die wir erst verdauen müssen," so Frau Waßmann. Nach dem einführenden Gespräch probierten die Schüler selbst aus, wie man als Rollstuhlfahrer unterwegs sein kann. Sie erkundeten die Schule und machten die Erfahrung, dass es auch hier trotz eines Fahrstuhls Barrieren gibt. Danach ging es für die 16 Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrerin ins benachbarte Lebensmittelgeschäft. Frau Hartung, Leiterin der AG "Sozialpraktikum" , an der die Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr im Nachmittagsprogramm der Schule teilnehmen, hatte ihnen als Aufgabe gestellt, einige Dinge einzukaufen. Die Suppennudeln und das Schokoladenmousse waren ohne Hilfe für die Rollstuhlfahrer nicht zu erreichen. Da musste man andere Menschen um Unterstützung bitten. Alle Rollstuhlfahrer wurden nicht enttäuscht. Die Kunden im Edeka waren gerne bereit zu helfen, ebenso freundlich wurde Jenny von der Verkäuferin an der Fleischtheke bedient. Im Anschluss an die "Rollstuhl-Praxis" tauschten die Schüler ihre Erfahrungen in der Gruppe mit den beiden Referenten aus. Bereits in den Ferien werden einige Mädchen und Jungen ein Kurz-Praktikum in der Baunataler Diakonie machen. Die anderen Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft werden nach den Ferien nachmittags an verschiedenen Stellen in den Baunataler Werkstätten hospitieren bzw. im Seniorenclub der Pfarrei Christus Erlöser mitarbeiten.
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    Im Schuljahr 2007/2008 nehmen 17 Schülerinnen und Schüler an der Ag "Sozialpraktikum" teil. Die Schülerinnen und Schüler besuchen in Kleingruppen verschiedene Bereiche der "Baunataler Diakonie Kassel": die Tagesförderstätten 1,2 und 3, das Berufsbildungszentrum, die Kerzenwerkstatt und die Seifenwerkstatt. Eine besondere Kooperation kam mit der Seifenwerkstatt zustande: Julia Kunkel und Katharina Schneider fertigten dort gemeinsam mit den Beschäftigten EKS-Dusch- Gel in zwei Duftnoten an. An den Aufführungsabenden des EKS- Lehrerkabaretts bot Julia das EKS-Gel gemeinsam mit Mitschülerinnen aus dem Jahrgang 10 zum Verkauf an. Auf dem Foto: Julia Kunkel und Sarah Kirchner am Verkaufsstand. Nach den Osterferien wird eine Gruppe von Beschäftigten der Werkstätten die Erich Kästner-Schule besuchen.



    Was ich gelernt habe ... Äußerungen von Schülerinnen und Schülern
    • dass behinderte Menschen nicht ganz so hilflos sind und dass es nicht nur lästig ist, ihnen eine Hilfe zu sein
    • dass ich für mein Engagement für andere viel zurückbekomme, sei es nur einLächeln
    • dass jeder Mensch wertvoll ist - das habe ich früher nur theoretisch gewusst
    • dass ich selbst handeln muss
    • Ich konnte anfängliche Distanz und Unsicherheit überwinden
    • ein Stück Lebenserfahrung mehr!!
    • dass ich mit behinderten Menschen gut umgehen kann
    • Ich sehe die Menschen in den Werkstätten nun mit neuen Augen
    • Ich konnte Vorurteile abbauen
    • Ich bin nun nicht mehr unsicher und ängstlich und weiß, dass ich neue Lebenssituationen anpacken kann
    • Ich habe gelernt, dass die behinderten Menschen eine unglaubliche Freude und Fröhlichkeit haben und uns damit anstecken konnten
    • Ich habe gelernt mein eigenes Leben positiver zu sehen
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    AG-Sozialpraktikum - Schüler erhielten Zertifikate

    Zehn Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 8 und 9 erhielten in einer kleinen Feier ihre Zertifikate zum Abschluss der Arbeitsgemeinschaft "Sozialpraktikum".
    Von September bis Mai 2007 besuchten die Schülerinnen und Schüler alle zwei Wochen die Tagesförderstätten in der Baunataler Diakonie. Auf dem Programm standen gemeinsames Spielen, Basteln und Kochen mit den behinderten Menschen. Durch die Mithilfe der Erich Kästner-Schüler konnte eine Gruppe der Baunataler Diakonie ausnahmsweise vollständig einen Spaziergang machen, was wegen der vielen Rollstuhlfahrer, die Hilfe benötigen, normalerweise nicht möglich ist. Ein Höhepunkt der gemeinsamen Zeit war der Besuch der Mitarbeiter der Werkstätten in der Erich Kästner-Schule. In der Cafeteria wurden die Gäste bewirtet, konnten Volkstänze bewundern und wurden durch die Gesänge des Chores unter Leitung von Ulrike Heinemann erfreut. Die EKS-ler führten die Gäste stolz durch ihre Schule. Für alle Schülerinnen und Schüler war die Erfahrung wichtig, dass sie in den Baunataler Werkstätten herzlich willkommen sind. Die anfänglichen Berührungsängste waren bald überwunden. So sagte der Acht-Klässler Nico: "Ich weiß nicht, was passiert ist, aber ich war plötzlich wie verwandelt." Drei Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft hat es in den Baunataler Werkstätten so gut gefallen, dass sie nun auch ihr Betriebspraktikum dort ableisten. Die Arbeitsgemeinschaft ist ein Angebot der Schulseelsorge an der EKS. Sie steht in der Tradition des so genannten Compassions-Projektes (Compassion = Mitleidenschaft). Dieses ist ein Projekt sozialen Lernens an Schulen. Das Ziel des Projektes ist die Stärkung sozialverpflichteter Haltungen unter Jugendlichen wie Solidarität, Kommunikation und Kooperation mit Menschen, die aus welchen Gründen auch immer auf die Hilfe anderer angewiesen sind.
    Die AG-Leiterin Marianne Hartung, Lehrerin und Mitarbeiterin der Diözese Fulda, setzt das Projekt in diesem Schuljahr fort.

    Bild: Am Ende des Sozialpraktikums erhalten die Schüler ein Zertifikat. Katharina, Sinem, Eileen und Julia sind stolz.
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