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Pädagogisches Konzept zur Umgestaltung des Jahrgangs 5
Das Konzept kann im pdf-Format heruntergeladen werden. Download
Leitgedanken
Die Erich Kästner Schule macht sich auf den Weg, immer mehr zu einem Haus des Lernens zu werden, in dem SchülerInnen mit Freude lernen und zu einem selbsttätigen schulischen Arbeiten und Handeln gelangen.
Die Erich Kästner Schule setzt damit den Weg in Richtung einer ganzheitlichen Bildung fort, der bereits im Schulprogramm der Schule festgehalten ist.
Die schulische Bildung an der Erich Kästner Schule hat zum Ziel, dass junge Menschen sich zu verantwortungsbewussten und eigenständigen Persönlichkeiten entwickeln, die sich den Anfor-derungen einer demokratischen Gesellschaft stellen, ihren eigenen Standort in dieser finden und bereit sind, sich für die Gemeinschaft einzusetzen.
Wir alle stehen in der pluralen Gesellschaft vor dem Problem einer ständigen Neuorientierung in immer komplexer werdenden Lebenssituationen. Die dadurch veränderte Kindheit führt dazu, dass Kinder und Jugendliche viele Schwierigkeiten zu bewältigen haben. Schule hat dabei – ne-ben dem Elternhaus – die zentrale Zukunftsaufgabe, diese Orientierung zu gestalten und Hilfen zur Identitätsfindung zu geben. Dazu gehören sowohl eine ethische Orientierung als auch die Vermittlung von Sinnkompetenz. Schule ist somit ein wichtiger Lebensort für junge Menschen.
Lernen und Bildung werden dabei als ganzheitlicher Prozess betrachtet: „Lernen bedeutet nicht nur die Aneignung von kognitivem Wissen (Sachkompetenz). Kinder müssen eine stabile Ich-Struktur entwickeln (Selbstkompetenz) und zur Zusammenarbeit mit anderen Menschen fähig werden (Soziale Kompetenz), wenn sie als Erwachsene ein verantwortungsvolles Leben in Fami-lie, Beruf und Gesellschaft führen wollen. In der Wissensgesellschaft werden die „sozialen Kompetenzen“ immer bedeutsamer. Fachwissen wird durch Schlüsselkompetenzen (Teamfähig-keit, Toleranz, Fähigkeit zu Konfliktlösungen, Verantwortlichkeit etc.) erst fruchtbar. Soziales und intellektuelles Lernen müssen stärker zusammengeführt werden“ (Schulprogramm S. 4).
Nach unserer Auffassung soll in der Schule als Haus des Lernens der ganze Mensch mit Körper, Geist und Seele in den Blick kommen. Die Förderung des einzelnen Kindes in seiner konkreten Lebenssituation und mit seinen individuellen Fähigkeiten steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Jungen Menschen innere Orientierung und Hilfen zur Identitätsfindung zu geben, ist für uns am besten möglich, wenn Schule überschaubar für SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen ist und vertrauensvolle Beziehungen aufgebaut werden können.
Die Arbeit der LehrerInnen im Teammodell bildet daher für uns die Rahmenbedingung für er-folgreiches Lernen und ein gutes Miteinander in der Schulgemeinschaft.
In einem überschaubaren Kreis von Bezugspersonen können feste Regeln und Rituale eingeführt und vereinbart und eine Kultur des Miteinanders gepflegt werden, in der die SchülerInnen Wert-schätzung erfahren und mit Freude lernen können.
Durch Projektlernen und Freies Lernen sowie ein gutes Methodenkonzept werden Zeiten und Räume für selbsttätiges Arbeiten geschaffen.
Die veränderte Rolle der LehrerInnen in Richtung Beratung und Begleitung der SchülerInnen wird gestärkt durch Reflexion des Lehrerverhaltens, kollegiale Beratung und gemeinsame Fort-bildungen. Die Arbeit im Team hilft der einzelnen Lehrerpersönlichkeit, die verantwortungsvolle Aufgabe der Begleitung von Kindern auf dem Weg des Erwachsenwerdens zu erfüllen. Im Interesse der uns anvertrauten Kinder möchten wir eng mit anderen Einrichtungen in und außerhalb der Schule zusammenarbeiten (Schulsozialarbeit, Schulseelsorge, Beratungsstellen, Stadtteilarbeit, Sportvereine, soziale Einrichtungen, offener Kanal/Kassel u. a.).
Das Konzept, das im Anschluss an diese Leitgedanken differenziert ausgeführt wird, ist in Teamarbeit entstanden. Diese intensive und positive Zusammenarbeit ist der Beginn der Ent-wicklung der Erich Kästner Schule zur Teamschule.
Christina Gillessen, Marianne Hartung, Annette Hentrich, Petra Kartschall,
Sven Krugmann, Renate Reitze, Marco Vogel, Gabriele Winter
Baunatal, im August 2008
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