Berufsorientierung

Berufsorientierungskonzept Klasse 5-9

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Gerade für die Hauptschulen ist die Vorbereitung auf das Arbeitsleben eine wesentliche Aufgabe, denn ihre Schülerinnen und Schüler sind es, die als erste nach ihrer Schullaufbahn eine Berufsausbildung anstreben. Gleichzeitig ist dieser Schritt für sie besonders schwer, sind sie doch nach dem Schulabschluss noch längst nicht in ihrer Persönlichkeit so gefestigt wie z.B. ältere Schüler oder Schülerinnen und Schüler mit anderen Bildungsabschlüssen, die teilweise in die gleichen Berufe drängen.

Deshalb beginnt für uns an der SWA Biblis die Berufsvorbereitung im 5. Schuljahr und wird mit unterschiedlichen Schwerpunkten bis zum Ende des 9. Schuljahres durchgeführt.

Wir sehen die Berufsorientierung als Aufgabe in allen Fächern, schwerpunktmäßig steht dabei das Fach Arbeitslehre im Zentrum.

Dabei betrachten wir Lernen als individuellen und letztlich eigenverantwortlichen Prozess der Aneignung und Verarbeitung des jeweiligen Inhalts, der auf den vorhandenen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler aufbaut und den Erwerb neuer Kompetenzen auf dieser Grundlage ermöglicht.

Es gilt also Lerngelegenheiten zu schaffen, die zum Lernen herausfordern, an vorhandenes Wissen anknüpfen und die Interessen der Schülerinnen und Schüler aufgreifen. Mit den erworbenen Kompetenzen wird - zunehmend ausdifferenziert- neues Wissen erworben, vertieft und gefestigt und die Grundlage für Nachhaltigkeit und Transfer gelegt.

Im Zentrum des Faches Arbeitslehre steht die Auseinandersetzung mit Arbeit als menschlicher Tätigkeit. Sie dient als strukturierendes und gesellschaftlich gefordertes und anerkanntes Element der Selbstverwirklichung und Existenzsicherung.

Es gilt also Kompetenzen zu entwickeln, die es den Jugendlichen ermöglichen, momentane und zukünftige Arbeits- und Lebenssituationen bedürfnisgerecht und (selbst-) reflektiert bewältigen und mitgestalten zu können.




Dazu gehören die überfachlichen Kompetenzen wie personale Kompetenz, soziale Kompetenz, Sprach- und Textkompetenz sowie Lern- und Arbeitskompetenz. Im Rahmen dieser Kompetenzen sind für das Fach Arbeitslehre folgende
drei Kompetenzbereiche beschrieben:

1. Analysekompetenz
2. Urteilskompetenz
3. Handlungskompetenz

Im Folgenden werde ich für die einzelnen Klassenstufen die verschiedenen Elemente der Berufsvorbereitung bezogen auf diese Kompetenzen beschreiben.


Klasse 5/ 6

Wir sehen diese beiden Klassenstufen als Einheit, in der wesentliche Voraussetzungen
für die Berufsfindung gelegt werden.

Zunächst erfolgt die fachliche Auseinandersetzung mit Arbeit im Rahmen der Tätigkeiten wie Kochen, Werken sowie der Arbeit am Computer im Fach Arbeitslehre, das vom 5. Schuljahr an 2-stündig bzw. aufgrund des vorherrschenden Klassenlehrerprinzips in Blöcken unterrichtet wird. Gleichzeitig wird hier bereits fächerübergreifend gearbeitet: Das Aufschreiben der Rezepte, beispielsweise die Gestaltung eines Rezeptbuches findet im Deutschunterricht statt. Im Mathe-bzw. Kunstunterricht kann ein Bauplan für ein zu bauendes Regal oder dergl. gezeichnet werden.
Im praktischen Tun wird die Fähigkeit zur Kooperation gefordert und gefördert.
Daran anschließend werden Bezüge zu den verschiedenen Berufen hergestellt:

Herstellen von Gerichten ==> Beruf Koch, Arbeit in Restaurants, Kantinen....
Berufe im Lebensmittelbereich,.........


Arbeiten mit Holz ==> Berufe des Holzhandwerks

Arbeiten mit Metall ==> Berufe in der metallverarbeitenden Industrie


Die Schüler und Schülerinnen sammeln selbständig Informationen über Berufe, berufliche Anforderungen, die Ausbildung in den jeweiligen Berufen.

Sie beschreiben eigene Interessen, Fähigkeiten und Erwartungen und auch Entwicklungspotentiale in Hinblick auf Ausbildung und Beruf.
Auf der Ebene der Handlungskompetenz planen sie die Arbeiten, führen sie durch, präsentieren sie und werten sie aus. Sie nutzen dabei verschiedene Geräte, Maschinen und Werkzeuge sach-, sicherheits- und umweltgerecht.
Sie führen Formen der Beobachtung und Befragung durch, stellen die Ergebnisse dar und präsentieren sie.

Auf der Ebene der Urteilskompetenz lernen sie u.a. die Qualität eigener Arbeitsergebnisse zu beurteilen und zu bewerten.

Gleichzeitig setzt hier auch die fächerübergreifende Arbeit ein:
Im Geschichtsunterricht lernen sie, wie die Menschen früher gearbeitet haben, wie und wodurch verschiedene Berufe entstanden sind, wie Arbeitsabläufe organisiert werden können.

So werden sie in die Lage versetzt, Wandlungsprozesse in der Arbeitswelt sehen und in Ansätzen beurteilen zu können.
Sie können Gefahren in den unterschiedlichen Lebens- und Arbeitssituationen überprüfen und bewerten.

Der Umgang mit dem Computer stellt eine weitere Herausforderung an die Schüler und Schülerinnen dar.
Wir halten es an der SWA Biblis für wichtig, dass sie einen Tastaturschreibkurs absolvieren, diese Fähigkeiten weiterhin üben und sich in den Programmen Word und Excel auskennen lernen.
Auch (mindestens) eine Powerpoint-Präsentation z.B. in Biologie, Erdkunde oder Geschichte oder anderen Fächern werden sie in der Klasse 5/6 erstellen und erwerben so auch in diesem Bereich Handlungskompetenzen. Wichtig ist uns hier ein fächerübergreifendes Vorgehen.


Klasse 7

In Klasse 7 entwickeln die Schüler eine Vorstellung über die verschiedenen Berufsfelder,
der Berufswahlpass wird verbindlich für alle eingeführt, erste Selbst- und Fremdeinschätzungen hinsichtlich

• Sozialverhalten (Teamfähigkeit, Hilfsbereitschaft, Kontaktfähigkeit...),
• Fachkompetenzen (Schreiben, Lesen, Mathematik...)
• Arbeitsverhalten(Zuverlässigkeit, Tempo, Planung....)
• Lernverhalten (Selbstständigkeit, Belastbarkeit, Motivation, Eigeninitiative....)

werden durchgeführt.
Die Schülerinnen und Schüler entscheiden sich für die ersten Stationen im Praxistag,
erstellen Bewerbungsmappen, führen erste Vorstellungsgespräche und –telefonate, und setzten sich intensiv mit ihren vorhandenen Kompetenzen auseinander.
Unterstützt wird dies durch das Verfahren „Kompo7“im Rahmen des Olov-Projektes, an dem die SWA Biblis 2010 zum ersten Mal teilnimmt.
Im Rahmen von KomPo 7 werden Kompetenzfeststellungsverfahren mit handlungsorientierten Aufgaben eingesetzt, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen ihre personalen, methodischen und sozialen Kompetenzen aufzuzeigen. Die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern erhalten eine ausführliche Rückmeldung über die festgestellten Ergebnisse. Diese werden im Ordner Berufswahlpass dokumentiert und können so die Schülerinnen und Schüler während ihres gesamten Berufswahlprozesses begleiten.
In den folgenden Jahren wird dieser Kompetenzfeststellungstest zu den verbindlichen Angeboten an der SWA Biblis gehören.
Ebenso gehören Betriebserkundungen zu dem Angebot in diesem Schuljahr.


Bezogen auf die verschiedenen Kompetenzen können die Schülerinnen und Schüler jetzt

• Eigene Interessen, Fähigkeiten und Erwartungen aber auch Entwicklungspotentiale in Hinblick auf den Praxistag beschreiben
• Eine Entscheidung für eine Praxistagsstelle auf der Grundlage relevanter Informationen und Ergebnisse von Beratungsangeboten begründet treffen
• Lebens- und Berufswegeplanung als einen wichtigen Aspekt für die eigene Zukunftsplanung planen, entwickeln und präsentieren
• Bewerbungsprozesse werden geplant und umgesetzt
• Entscheidungen über die eigene Praxistagsstelle können nun auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse fundiert getroffen werden
• Arbeitsplätze an außerschulischen Lernorten werden erkundet, ausgewertet und dokumentiert
• Der eigene Berufsweg wird unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen geplant

Ab Klasse 7 besteht die Möglichkeit einen „Schülerbetrieb“ aufzubauen:
In der 2. Pause wird der Obstverkauf für die gesamte Schule angeboten.
Es gilt zu planen, welches Obst angeboten wird, wer dieses besorgt, wie der Verkauf organisiert wird. Eine Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben gehört ebenfalls dazu.
Damit erwerben die Schülerinnen und Schüler Handlungskompetenzen, indem sie Arbeitsaufgaben in einem ‚Schülerbetrieb’ planen, durchführen, auswerten und dokumentieren.

Durch Betriebserkundungen führen sie Formen der Beobachtung und Befragung durch, stellen die Ergebnisse dar und präsentieren sie.


Klasse 8

In Klasse 8 steht an der SWA Biblis der Praxistag sowie ein 3-wöchiges Betriebspraktikum im Vordergrund.
Über einen mehrwöchigen Zeitraum (in der Regel 6 bis 7 Wochen) arbeiten die Schülerinnen und Schüler an einem Tag in der Woche in einem Betrieb, sodass sie in diesem Schuljahrgang Gelegenheit bekommen 6 verschiedene Berufsfelder kennen zu lernen. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler regelmäßig von den Lehrkräften (in der Regel der Klassenlehrer/In) besucht und eine enge Zusammenarbeit mit dem Betrieb wird angestrebt. Der Betrieb wird so zum Partner der Schule und erhält dadurch die Möglichkeit unsere Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Stärken, Fähigkeiten und Interessen kennen zu lernen. Weiterhin hat der Betrieb die Möglichkeit die Schülerinnen und Schüler als künftige Auszubildende zu beobachten und kann diese Praktikumszeit als Mittel zur Reduzierung der „Abbrecherquote“ nutzen.
Ein dreiwöchiges Praktikum in einem Betrieb ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen vertieften Einblick in einen Betrieb zu bekommen, die verschiedenen Arbeitsabläufe genauer kennen zu lernen und intensive Kenntnisse in einem Berufsfeld zu bekommen.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten eine Beurteilung des Praxistages sowie des Praktikums, die dem Zeugnis und den Unterlagen des Berufswahlpasses beigefügt wird.
Daneben gibt es eine berufsvorbereitende Begleitung durch die Agentur für Arbeit sowie durch das Diakonische Werk.
Es wird an Berufsausbildungsmessen teilgenommen. Außerdem erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit Kenntnisse angelehnt an den ECDL-Führerschein im Rahmen einer AG zu erwerben. Auch hierfür erhalten sie ein Zertifikat nach bestandener Prüfung.

Die anderen Unterrichtsfächer ( Deutsch, Englisch, PoWi, Physik/Chemie, Mathematik, Biologie sowie Kunst) unterstützen diese Arbeit folgendermaßen:


Deutsch:
• Sich vorstellen, Verabredungen treffen – in Firmen, möglichen Arbeitsplätzen
• Bewerbungsschreiben
• Rollenverhalten in verschiedenen Situationen
• Bewerbungsgespräche, Gesprächsverhalten
• Berichtsbuch, Praktikumsbericht, Tätigkeitsnachweise schreiben
• Präsentation verschiedener Berufsbilder

Englisch:
• Jobs and Career- Reportagen
• Traumberufe vorstellen
• Beschriftungen auf Geräten
PoWi:
• Grundlagen der Marktwirtschaft
• Arbeitnehmer und Gewerkschaften
• Tarifverhandlungen
• Herausforderungen der sozialen Marktwirtschaft
• Globalisierung
• Ökologie

Biologie:
• Auswirkungen von Arbeit – Muskeln,Sehnen
• Ökologische Grundlagen

Physik/Chemie:
• Elektrizität
• Unfallgefahren und Verhütung
• Umweltschutz (Fahrwege)
• Energie sparen
• Einkaufen → Preis/Leistung

Mathematik:
• Mehrwertsteuer, Rabatt, Skonto, Guthaben, Schulden
• Prozentrechnung, Zinsrechnung
• Tabellenkalkulation am PC
• Fläche, Umfang
• Zahlenrätsel
Geschichte:
• Traumjob früher/heute
• Mobilität/Pendler
• Aufstiegsmöglichkeiten

Erdkunde:
• Standortbestimmung
• Industriegebiete in Deutschland/Europa

Kunst:
• Entwerfen von Druckvorlagen, Enblemen, Logos


Für die Schülerinnen und Schüler erhöht sich mit allen diesen Angeboten die Analysekompetenz um ein Vielfaches.
Sie können
• sich über betriebliche Anforderungen und Ausbildung informieren und diese Informationen ordnen
• eigene Interessen, Fähigkeiten und Erwartungen sowie Entwicklungspotentiale in Hinblick auf das Praktikum und den Praxistag beschreiben
• an einem Beispiel die Arbeitsorganisation beschreiben
• Veränderungen und Prognosen zur Zukunft von Arbeit an ausgewählten Beispielen von Erwerbsarbeit beschreiben
• Die Funktion einfacher technischer Sachsysteme und Prozesse untersuchen und beschreiben

Sie erhalten eine Beurteilung durch den Betrieb und können jetzt ihre
Urteilskompetenz erweitern:

Sie können

• (nun eher) Varianten betrieblicher und schulisch arrangierter Arbeit hinsichtlich der Arbeitsorganisation beurteilen und bewerten,
• technische Lösungen auf ihre Funktionalität, Sinn- und Zweckhaftigkeit überprüfen und im Wechselfeld verschiedener Anforderungen bewerten,
• die Qualität eigener Arbeitsergebnisse beurteilen und bewerten,
• Gesundheits- und Unfallgefahren in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitssituationen überprüfen und bewerten,
• Wandlungsprozesse in der Arbeitswelt beurteilen
• Mitbestimmungsmöglichkeiten in Betrieben kennen lernen und bewerten
• Ökonomische Interessen verschiedener Gruppen beschreiben und bewerten


Auf der Ebene der Handlungskompetenz können sie nun

• Arbeitsplätze erkunden und nach vorgegebenen und individuellen Kriterien auswerten und dokumentieren
• Bewerbungsprozesse unter Einbeziehung zweckdienlicher Informationen selbstständig planen und umsetzen
• Sich über Arbeitsplätze und die dortigen Anforderungen informieren und nach Anforderungen hin auswerten
• die eigene Berufswegeplanung unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen planen
• Berufswegeplanung strukturiert und geordnet über einen längeren Zeitraum dokumentieren (im Berufswahlpass) und auswerten
• Individuelle Arbeitserfahrungen in Betrieben dokumentieren und auswerten
• ausgewählte Beispiele für eine gesundheitsförderliche Lebensführung umsetzen und auswerten.



Klasse 9

Auch in Klasse 9 findet ein dreiwöchiges Betriebspraktikum statt. Haben wir in Klasse 8 darauf geachtet, dass die Schüler das Praktikum in einem Betrieb und Berufsfeld absolvieren, den/das sie noch nicht kennen gelernt haben, so kann es jetzt durchaus sein, dass die Schülerinnen und Schüler in Hinblick auf eine mögliche Lehrstelle das zweite dreiwöchige Praktikum in einem Betrieb absolvieren, in dem sie schon während des Praxistages beschäftigt waren. So haben beide Seiten (Betrieb sowie Auszubildender) die Möglichkeit sich intensiver kennen zu lernen und eine Entscheidung für oder gegen eine Lehre auf einer fundierten Basis zu treffen.
Für dieses Praktikum erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Beurteilung durch die Betriebe, die wiederum Bestandteil des Zeugnisses sein wird.
Sie fertigen einen ausführlichen Praktikumsbericht an, in dem sie ihre Arbeit beschreiben und reflektieren.
Sie erweitern ihr Fähigkeits- ,Interessen- und Persönlichkeitsprofil im Berufswahlpassordner und machen sich nun noch intensiver als in Klasse 8 auf die Suche nach einer Ausbildungsstelle.
Dabei werden sie unterstützt von der Agentur für Arbeit; sie kennen jetzt ihren persönlichen Ansprechpartner. Es werden Beratungsgespräche zur individuellen beruflichen Perspektive geführt und mögliche Stellen, bei denen sie sich bewerben können, aus dem Angebot herausgefiltert.
Dabei ist es uns wichtig, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler einen Ausbildungsplatz bekommen, gerade auch wenn sie Noten haben, die einen weiteren Schulbesuch in greifbare Nähe rücken lassen. Die Erfahrung zeigt, dass die Schülerinnen und Schüler nach diesem weiteren Schulbesuch in der Regel dann doch Berufe ergreifen, die sie auch mit dem Hauptschulabschluss (und evtl. besseren Noten) hätten ergreifen können.
Neben der Agentur für Arbeit werden sie auch vom Diakonischen Werk unterstützt. Es wird ein Bewerbungstraining angeboten, in dem u.a. Bewerbungsgespräche simuliert werden, das Verhalten und Auftreten reflektiert wird. So können die Schülerinnen und Schüler etwas mehr Sicherheit gewinnen und ‚Bewerbungskompetenz’ entwickeln.
Die Schülerinnen und Schüler fertigen ausführliche Bewerbungsmappen an, die sie für ihre Bewerbungen verwenden und bekommen so eine Perspektive wie es nach der Schule weitergehen wird.
Zum Schluss des Schuljahres findet ein Erste- Hilfe-Kursus für alle Schülerinnen und Schüler statt, der vom Roten Kreuz durchgeführt wird.

Auch in diesem Schuljahr wird die Berufsbildung durch die anderen Fächer folgendermaßen unterstützt:

Deutsch

• Lesen und Bearbeiten berufsrelevanter Texte
• Sach- Gebrauchs- und in geringem Umfang auch juristische Texte
• Arbeit am PC
• Sprache der Werbung
• Arbeit an Formularen


Englisch

• Gebrauchsanweisungen lesen und verfassen
• Handlungsorientierte Arbeitsaufgaben
• Sachtexte


Erdkunde

• Mobilität in Europa
• Binnenmarkt
• Ballungsräume
• Weltweite Verbindungen


Mathematik

• Überschlag
• Prozentrechnung
• Wahrscheinlichkeitsrechnung
• Mathe als „Denkwerkzeug“


Biologie

• Krankheit und Gesundheit
• Stressbewältigung


Physik

• Vergleich der Leistungen von Mensch und Maschine
• Werkzeuggebrauch als Kulturtechnik

Chemie:
• Energie sparen


Arbeitslehre/Powi

• Hilfen zur Lebensplanung
• Handlungsmöglichkeiten bei Erwerbslosigkeit
• Auskommen mit dem Einkommen
• Meine eigene Wohnung
• Versicherungen
• Ämter


So sind am Ende der Jahrgangsstufe 9 auf der Ebene der Analysekompetenz folgende Bildungsstandards erreicht:

Die Schülerinnen und Schüler können

• Selbständig Informationen über Berufe, berufliche Anforderungen, Ausbildung und den Ausbildungsstellenmarkt einholen, strukturieren, verallgemeinern und auswerten,
• Sich über Handlungsmöglichkeiten bei Erwerbslosigkeit informieren
• Eigene Interessen, Fähigkeiten und Erwartungen, aber auch Entwicklungspotentiale im Hinblick auf Ausbildung und Beruf beschreiben
• An einem Beispiel betrieblicher Arbeit die Arbeitsorganisation beschreiben
• Exemplarisch technische Sachsysteme und Prozesse untersuchen, beschreiben sowie immanente Grundprinzipien beschreiben
• Technische Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Arbeit hin beschreiben
• Rahmenbedingungen für individuelle Konsumentscheidungen beschreiben


Auf der Ebene der Urteilskompetenz sind folgende Bildungsstandards erreicht:

Die Schülerinnen und Schüler können:

• Eine Entscheidung über die eigene Praktikumsstelle und die eigene Arbeits-/Berufswahl auf der Grundlage relevanter Information und Beratungsangebote begründet treffen
• Die Bedeutung von Arbeit zur Existenzsicherung und Selbstverwirklichung beurteilen und für die eigene Berufswegeplanung bewerten
• Varianten betrieblicher und schulisch arrangierter Arbeit hinsichtlich der Arbeitsorganisation beurteilen und bewerten
• Technische Lösungen auf ihre Funktionalität, Sinn- und Zweckhaftigkeit überprüfen und im wechselseitigen Spannungsfeld verschiedener Anforderungen bewerten
• Die Qualität eigener Arbeitsergebnisse beurteilen und bewerten
• Gesundheits- und Unfallgefahren in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitssituationen überprüfen und bewerten
• Konsumentscheidungen nach verschiedenen Kriterien bewerten
• Die ökonomischen Interessen verschiedener Gruppen beschreiben und bewerten
• Die eigene Lebensführung in Bezug auf das persönliche Ressourcenmanagement überprüfen und bewerten
• Veränderungen und Prognosen zur Zukunft von Arbeit im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit und Erwerbslosigkeit beschreiben und bewerten
• Aushandlungsprozesse und deren Ergebnisse über die Entstehung von Einkommen beurteilen
• Marktmechanismen und deren Auswirkungen auf Konsum und Verbraucher aus verschiedenen Perspektiven beurteilen
• Wandlungsprozesse in der Arbeitswelt beurteilen
• Partizipationsmöglichkeiten in Betrieben bewerten


Auf der Ebene der Handlungskompetenz sind folgende Ziele erreicht:

Die Schülerinnen und Schüler können

• Arbeitsplätze an außerschulischen Lernorten erkunden und diese nach vorgegebenen und individuellen Kriterien auswerten und dokumentieren
• Bewerbungsprozesse für Praktikumsplätze und Berufsausbildung unter Einbeziehung zweckdienlicher Informationen selbstständig planen und umsetzen
• Sich über Arbeitsplätze und die dortigen Anforderungen informieren und nach Anforderungen hin auswerten
• Die eigene Berufswegeplanung unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen planen
• Berufswegeplanung strukturiert und geordnet über einen längeren Zeitraum dokumentieren und auswerten
• Individuelle Arbeitserfahrungen in Betrieben dokumentieren und auswerten
• Arbeitsaufgaben in Fachräumen planen, durchführen, präsentieren und auswerten
• Veränderungen und Prognosen zur Zukunft von Arbeit auswerten
• Ausgewählte Geräte, Maschinen und Werkzeuge sach-, sicherheits- und umweltgerecht nutzen
• Technische Lösungen entwickeln, umsetzen und auswerten
• Waren, Dienstleistungen, technische Produkte und Verfahren untersuchen
• Digitale Informations- und Kommunikationstechniken sachgerecht umsetzen
• Ausgewählte Beispiele für eine gesundheitsförderliche Lebensführung umsetzen, auswerten und präsentieren
• Bei Arbeitsaufgaben in der Schule und im Betrieb Unfall- und Gesundheitsschutzmaßnahmen selbstständig umsetzen
• Arbeitsaufgaben in einem „Schülerbetrieb“ planen, durchführen, auswerten und dokumentieren
• Formen der Beobachtung und Befragung durchführen und die Ergebnisse darstellen und präsentieren.



























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