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Niederräder Anzeiger vom 06.05.2009
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Niederräder Anzeiger vom 31.03.2009 |
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FAZ vom 31.01.2009
Susanne Kusicke
Die Eltern sind
der Schlüssel
Vierzig Prozent Ausländeranteil ist
Frankfurter Durchschnitt. In einigen Problemvierteln liegt er deutlich darüber.
Dennoch verläuft die Integration einigermaßen spannungsfrei. Sogar in
einem sozial extrem gespreizten Stadtteil wie Niederrad.
Mama, wie redet der Chuan?", fragt
der Dreieinhalbjährige, der gerade aus dem Kindergarten kommt. "Du
meinst, welche Sprache er spricht?" "Ja." "Ich
glaube, er spricht Thai; seine Mama kommt aus Thailand." "Und
wie redet die Elif?" "Ich bin nicht sicher, aber
wahrscheinlich Türkisch." "Wie wir? Was reden wir,
Mama?" "Wir sprechen Deutsch, mein Kleiner."
Vor dem Kindergarten in
Frankfurt-Niederrad steht eine blonde junge Frau, schwanger ungefähr im
siebten Monat, an der Hand ein kleines blondes Mädchen. Sie beugt sich
vor, versucht, über die Mauer einen Blick in den Hof zu erhaschen. Da
kommt eine Mutter heraus. "Verzeihung, kann ich Sie mal etwas
fragen?" "Ja, natürlich." "Sie haben Ihr Kind in
diesem Kindergarten, und wir überlegen, ob wir unsere Tochter auch hier
anmelden, aber der Ausländeranteil soll hier so hoch sein. Deswegen
wollte ich mal fragen, wie Sie den Kindergarten finden."
"Na ja, der Ausländeranteil
ist schon hoch, aber es ist ein guter Kindergarten. Die Kinder sprechen
alle Deutsch miteinander, soweit ich es mitbekomme, und die Kindergärtnerinnen
bemühen sich sehr um sie. Und sie haben eine wirklich gute Köchin!"
Die junge Frau blickt zweifelnd. "Wie hoch, würden Sie
sagen?" "Vielleicht fünfzig, sechzig Prozent. Ich glaube aber
kaum, dass das in den anderen Kindergärten anders ist." "Aha,
danke sehr. Das hilft mir schon weiter."
Niederrad ist nicht der
Stadtteil mit dem höchsten Ausländeranteil in Frankfurt. Aber es ist
ein Stadtteil mit der denkbar höchsten sozialen Durchmischung: Nördlich
am Main das "Mainfeld", eine Hochhaussiedlung, für die der
Begriff "sozialer Brennpunkt" fast schon eine verharmlosende
Umschreibung ist. Das "Mainfeld" ist eine städtebauliche und
sozialpolitische Sünde der sechziger Jahre: sieben Hochhäuser mit bis
zu 21 Stockwerken im infrastrukturellen Niemandsland. Siebzig Prozent
der 2200 Bewohner sind Ausländer oder Deutsche mit
"Migrationshinweis", wie es die Frankfurter Statistiker seit
einiger Zeit nennen, wenn deutsche Staatsangehörige entweder noch eine
zweite Staatsangehörigkeit besitzen, eingebürgert wurden, nach dem
Optionsmodell Deutsche sind oder nach 1945 in einem Aussiedlerstaat
geboren wurden.
Im Süden, am Stadtwald, ein
ausgedehntes Villenviertel. Kameras überwachen die Einfahrten, auf den
Briefkästen stehen nur Initialen. Im Westen schließt sich die Bürostadt
an, hinter deren Glasfassaden sich wegen der Wirtschaftskrise immer mehr
Leerstände verbergen. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer bis
zum Frankfurter Flughafen. Dazwischen liegen weitläufige Wohnanlagen
aus den zwanziger und fünfziger Jahren: ganze Straßenzüge mit Sechs-
bis Achtparteienhäusern, die jetzt teilweise saniert und mit Balkonen
versehen werden. Das Viertel gilt als grün und familiengerecht, der
Ausländeranteil beträgt - einschließlich eingebürgerter Einwanderer
- etwa vierzig Prozent, das ist Frankfurter Durchschnitt. In der
Altersgruppe bis 34 Jahre liegt er schon bei 50 Prozent.
Die weitere Entwicklung wird
vielfach skeptisch beurteilt: "Der Fluglärm wird zunehmen, die
Haupteinkaufsstraße wird veröden, da es jetzt schon zu viele Im- und
Exportläden und Internetcafés von Ausländern gibt", lautet die
unbarmherzige Beschreibung der Wohngegend auf einer
Internet-Immobilienseite. Lokalpolitiker und soziale Verbände versuchen
durch Wirtschaftsansiedelung und Integrationsprojekte gegenzusteuern.
Hiltrud Kröber, Leiterin des
evangelischen Kindergartens, einer von insgesamt neun Kindertagesstätten
in Niederrad, sitzt in ihrem winzig kleinen Büro und zuckt mit den
Schultern. "Warum soll ich immer nach der Herkunft unterscheiden. Für
mich sind das alles Kinder, und es sind Eltern. Unterschiede entstehen
erst dadurch, wie in den Familien mit Schrift und Sprache umgegangen
wird." Für die Kinder sei die unterschiedliche Herkunft manchmal
zwar durchaus ein Thema, habe aber keinerlei tiefere Bedeutung.
"Sie wachsen damit auf, dass das etwas Selbstverständliches
ist." Draußen im Garten toben und schreien die Kinder in der
Vormittagssonne durcheinander, dass man sein eigenes Wort nicht mehr
versteht.
Innerhalb eines Jahres, so die
Erfahrung der Kindergartenleiterin, lernten selbst Kinder ohne jegliche
Vorkenntnisse in ihrem Kindergarten Deutsch - durch gemeinsames Spielen,
Singen, Malen, Kleingruppenarbeit. "Dafür brauchen wir keines der
Sprachprogramme, mit denen wir hier zugeschüttet werden, dafür
brauchen wir nur einen guten Betreuungsschlüssel", sagt Frau Kröber
selbstbewusst.
Der Personalschlüssel wurde in
Frankfurt im vergangenen Jahr von 1,5 auf zwei Betreuerinnen für je 21
Kinder angehoben. Das hat die Lage entspannt, lässt aber immer noch
keine großen Sprünge zu, wenn es etwa um die Teilnahme an
Fortbildungen geht. "Fortbildungen müssen wir, anders als die
Schulen, selbst bezahlen, und einen Personalersatz für die fragliche
Zeit gibt es natürlich auch nicht."Neuerdings bietet das Land aber
auch eine Reihe kostenloser Fortbildungen an: Zusammen mit einer örtlichen
Grundschule können Veranstaltungen besucht werden, die der Einführung
des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder bis zehn Jahre
dienen. So soll der Übergang vom Kindergarten in die Schule erleichtert
werden.
Darüber hinaus sind in Hessen
schon vor Jahren vorschulische Sprachstandsermittlungen eingeführt
worden: Werden bei der Schulanmeldung Sprachdefizite festgestellt, so
besucht das Kind von November bis zur Einschulung im Sommer täglich
zweistündige Vorlaufkurse an der Grundschule, an der es angemeldet
worden ist. Wahrscheinlich ist dieses Programm der Grund, warum Hessen
in der Integrationsstudie, die das Berlin-Institut vor wenigen Tagen veröffentlicht
hat, am besten abgeschnitten hat.
Auf dem Weg zu einer Niederräder
Grundschule, morgens um halb acht: Eine Gruppe kleiner türkischer Jungs
schlendert auf das Schultor zu. Hinter ihnen auf dem Bürgersteig eine
Mutter, die ihr Kind zur Schule bringt, und ein Mann in Anzug und
Krawatte mit Aktentasche auf dem Weg zur Arbeit. Auf der anderen Straßenseite
kommt ihnen eine zweite Gruppe türkischer Jungen entgegen. Einer hebt
grüßend den Arm und schreit herüber: "Ey Murat, du Stück Scheiße,
wo warst du gestern Abend?" Die Frau zuckt zusammen, ihr Rücken
versteift sich. Sie zieht ihre Tochter fest an die Seite.
Murat strahlt über das ganze
Gesicht, winkt freudig zurück, hüpft über die Straße, boxt seinem
Freund in die Hand. Die Frau schaut verdattert den Mann an: "Ist
denn das zu fassen?" Der lächelt, hebt entschuldigend die Hände:
"Das versteht man heute wohl unter einer netten Begrüßung."
Eine Integrationsstudie des Frankfurter Amtes für multikulturelle
Angelegenheiten ergab vor kurzem, dass das Zusammenleben von Deutschen
und Ausländern in Frankfurt fast durchgehend von den Ausländern
positiver beurteilt wird als von den Deutschen.
Die
Räume der Grundschule wirken gemütlich. An den Wänden hängen bunte
Bilder, von den Decken baumeln selbst gebastelte Mobiles, an den
Fenstern werden Topfpflänzchen gehegt. Die Schüler einer der vierten
Klassen sitzen in Hausschuhen auf Kissen im Kreis und erzählen Märchen
nach Stichworten. "Dornröschen, böse Fee verwünscht sie, andere
Fee sagt, soll nur schlafen, alle Spindeln verbrannt, Spindel im
Turmzimmer, sticht sich in Finger, schläft hundert Jahre, Prinz kommt,
wacht wieder auf, Hochzeit." "Der hat eine Sache
vergessen", meldet sich ein Mädchen zu Wort. Die Lehrerin
korrigiert sie: "Wende dich bitte direkt an Philipp: Du hast eine
Sache vergessen." Das Mädchen wiederholt: "Du hast etwas
vergessen, Philipp." Jetzt schauen sie alle erwartungsvoll an.
"Du hast vergessen, wie sie aufwacht: durch einen Kuss!" Das
stimmt, alle sind zufrieden. Ein anderes Kind trägt seine Stichpunkte
vor. "Einspruch, es war anders", meldet sich darauf ein Junge,
"das waren keine Feen, das waren weise Frauen." Die Lehrerin
beschwichtigt: "Märchen werden unterschiedlich erzählt. Und sie
werden unterschiedlich aufgeschrieben. "Ja", ergänzt der
Junge, "und manche sind von den Gebrüdern Grimm, und manche sind
von Andersen."
Die
Hälfte der Schüler sind ausländischer Herkunft, doch Unterschiede
nach Sprache, Fehlern, Fehlverhalten sind hier nicht mehr auszumachen.
"Wir haben eigentlich überhaupt keine Probleme hier", sagt
die Klassenlehrerin nach der Stunde, "über die Hälfte von ihnen
wird Gymnasialempfehlungen erhalten, und das geht quer durch alle
Nationalitäten." Die Schulleiterin, Claudia Wissenbach, bestätigt
das, zeichnet dennoch ein differenziertes Bild. Vor zwei Jahren seien
der Schule die Stundenzuweisungen für Schulen mit hohem Ausländeranteil
halbiert worden. "Weil anscheinend viele mittlerweile die deutsche
Staatsangehörigkeit angenommen hatten. Nun haben wir offiziell dreißig
Prozent Ausländer, aber inoffiziell sind es immer noch 47
Prozent." Gleich geblieben seien hingegen die Klassenstärken, sagt
Claudia Wissenbach: "Bis zu 28 Kinder pro Klasse, so war es schon
vor 17 Jahren, als ich anfing, völlig unabhängig von irgendeinem
Migrantenanteil. Da hat sich durch die Politik noch nichts verändert,
allen Integrationsbekenntnissen zum Trotz." Dennoch gibt es an der
Schule Neuerungen, von denen auch viele Einwandererkinder profitieren:
Nachmittags bietet die Caritas ein Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung
an, und dreimal wöchentlich finden von der Stadt finanzierte "Mama
lernt Deutsch"-Kurse in den Räumen statt.
Von großen, politisch
gewollten, forcierten oder auch nur unterstützten Umwälzungen in den
Integrationsbemühungen kann auch der Schulleiter der Niederräder
Haupt- und Gesamtschule, Klaus Röhrig, nicht berichten. 70 bis 75
Prozent seiner Schüler sind ausländischer Herkunft, davon nach seinen
Angaben ein großer Teil türkischstämmig in der zweiten und dritten
Generation. "Vom Integrationsgipfel haben wir hier nichts gemerkt.
Alles, was wir hier an Nachmittagsbetreuung, Hausaufgabenhilfe,
Arbeitsgemeinschaften und Berufsorientierung anbieten, haben wir selbst
mit Spenden und mit örtlichen Sozialverbänden organisiert", sagt
der hochgewachsene, hagere Mann mit einer Abgeklärtheit, wie man sie
wohl nur bei langgedienten Hauptschulleitern findet. Immerhin: Die
Stundenzuweisungen für "HZW-Schulen", (Schulen mit hohem
Zuwandereranteil) erhält er nach wie vor.
Röhrig steht auf, kramt in den
Regalen, zerrt einen dicken Packen Broschüren hervor, eingeschweißt
und unberührt wie am ersten Druck-Tag. Anklagend zeigt er sie vor:
"Hier, solche Schwarten schickt uns jedes Jahr die sogenannte
Agentur für Arbeit. Berufsratgeber! Haben Sie eine Ahnung, wie die
Eltern meiner Schüler das lesen sollen? Also wursteln sich die Schüler
selber durch, Vierzehn-, Fünfzehnjährige, die für ihre Eltern auf die
Ämter gehen!" Am liebsten würde Röhrig sie alle
zwangsverpflichten, Deutsch zu lernen. Nach 24 Jahren als Leiter der
Salzmannschule richtet sich sein Blick weniger auf die Schüler:
"Die Eltern sind der Schlüssel", sagt Röhrig und verfällt
in ein anschwellendes Stakkato. "An sie müssen wir rankommen. Die
Politik muss das regeln. Gesetzlich. Verpflichtend."
Die Eltern aber, von denen er
spricht, wissen mitunter nicht einmal von ihren Möglichkeiten, Deutsch
zu lernen oder Deutsche zu werden. Viele schaffen es schon aufgrund
ihrer äußeren Umstände nicht. Biljana D. zum Beispiel, eingewandert
vor acht Jahren aus dem ehemaligen Jugoslawien und damit Vertreterin der
größten Ausländergruppe in Niederrad, 36 Jahre alt, geschieden, ein
Sohn: Von den mittlerweile gar nicht mehr so neuen Integrationskursen
hat die zarte junge Frau noch nie etwas gehört. Sie lebt gefangen im
Netz ihrer eingeschränkten Möglichkeiten: Weil sie einen kleinen Sohn
hat, arbeitet sie nur Teilzeit. Weil sie nur Teilzeit arbeitet, verdient
sie nicht genug, um ohne Zuschüsse nach Hartz IV auszukommen. Weil sie
Hartz-IV-Leistungen bekommt, erhält sie keine unbefristete
Aufenthaltsgenehmigung. Und ohne die kann sie keinen Antrag auf Einbürgerung
stellen. So einfach ist das und so schwierig.
Bessere Sprachkenntnisse, ein
besserer Job - das wäre eine Lösung. Es ist das Rezept, auf das die
Bundesregierung setzt. Sie verlängerte darum nach dem
Integrationsgipfel 2007 die Integrationskurse für Neueinwanderer und
schon länger hier lebende Ausländer von 600 auf 900 Stunden. "Und
die brauchen wir auch", sagt Zinnur Schlaeger. Die große,
dunkellockige Frau, Türkin von Geburt, in Kaschmirpulli und Marlenehose,
lässige Turnschuhe an den Füßen, ist seit mehr als zwanzig Jahren
eine feste Größe im Stadtteil. Sie leitet die Niederräder
Lehrerkooperative, die die Integrationskurse anbietet. "Für die
Frauen bei uns ist die Aufstockung ein großer Fortschritt." Zumal
diese Aufstockung einherging mit einigen wenn auch bescheidenen Mitteln
für Kinderbetreuung und Alphabetisierung - auch die gehen auf Beschlüsse
des Integrationsgipfels zurück.
So sitzen nun die jungen Frauen
aus Ghana und Eritrea, Russland und dem ehemaligen Jugoslawien, Iran und
der Türkei dreimal wöchentlich zusammen in kleinen, schmucklosen Räumen,
buchstabieren und wälzen Wörterbücher, proben erste Konversationen,
Einkaufsgespräche auf dem Markt oder Beratungsgespräche beim Arzt, und
fragen einander Vokabeln ab. Ihre Kinder, nebenan stundenweise von
anderen Müttern und Studentinnen betreut, werden derweil groß, so groß
zumindest, dass sie danach bald in den Kindergarten gehen können. Die
Kurse ziehen sich über etwa eineinhalb Jahre hin. Hoffnung auf ein
besseres Leben treibe sie an, sagen die Frauen. Besser, als es vorher
war. Und vielleicht auch besser als jetzt
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FNP vom 31.01.2009
Mehr Geld für Schulen
Frankfurt. Nach CDU und Grünen hat
gestern auch die FDP-Fraktion im Römer ihre Anträge zum städtischen
Haushalt 2009 vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen bei den Liberalen die
Themen Verkehr, Stadtentwicklung und Bildung. Fraktionschefin Annette Rinn
betonte, mit den Etatanträgen wolle die FDP zum einen Beiträge zur
Verbesserung der Schulinfrastruktur leisten und zum anderen Akzente beim
innerstädtischen Verkehr und bei der Aufwertung von Straßen und Plätzen
setzen.
Finanzieren will die FDP ihre 36 Etatanträge durch andere Prioritäten
in Programmen wie «Schöneres Frankfurt» oder noch vorhandene
Restmittel. Außerdem wollen die Liberalen, dass auf einige
Investitionsprojekte verzichtet wird und die dafür bereits eingeplanten
Mittel anderweitig verwendet werden. Nicht zuletzt seien zusätzliche
Deckungsmöglichkeiten durch die angekündigten Konjunkturprogramme zu
erwarten.
Unter anderem geht es den Liberalen um folgende Projekte:
Mehr Mittel für die Sanierung des ehemaligen Straßenbahndepots am Weißen
Stein. Die Räumlichkeiten sollen dem Ziehen-Gymnasium zur Theater- und
Konzertnutzung dienen.
Planungsmittel sollen für
Umbauten an der Friedrich-Fröbel-Schule bereitgestellt werden.
Generell möchte die FDP den Etatansatz für die Sanierung von
Schultoiletten deutlich erhöhen.
«Spitzenschüler» der verschiedenen Schulformen sollen als besondere
Anerkennung eine Ehrung und Prämierung in einem öffentlichen Rahmen
erhalten....
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Frankfurter Neue Presse vom 28.01.2009 |
Frankfurter Neue Presse vom
06.01.2009
Stadt muss Turnhalle dringend sanieren
Niederrad. Wenn in der
kommenden Woche die Weihnachtsferien vorbei sind und der Unterricht
wieder beginnt, wird es ganz offensichtlich: Die Turnhalle der
Friedrich-Fröbel-Schule in der Else-Alken-Straße 3 muss dringend
auf Vordermann gebracht werden. Der Ansicht ist der Ortsbeirat 5 (Niederrad,
Oberrad und Sachsenhausen) und hat nun einen Antrag verabschiedet,
in dem gefordert wird, entsprechende Gelder für die Totalsanierung
der Turnhalle in den Etat 2009 einzustellen.
«Die Nutzung der Turnhalle ist aus baulichen wie hygienischen Gründen
nicht mehr zu verantworten», sind sich die Antragsteller, die von
SPD, CDU, Grüne und FAG stammen, einig. Dass in dieser Sache nun
die Stadt tätig werde, sei mehr als angebracht, denn in der
Vergangenheit seien bereits zahlreiche Leistungen für die Schule
durch die Eigeninitiative der Eltern und das Sammeln von Spenden
erbracht worden.
So hätten sich die Mütter und Väter zum Beispiel um die
Neugestaltung und Renovierung der Schulbibliothek gekümmert, die
mit immerhin 10 000 Euro zu Buche geschlagen habe. Auch die
Anschaffung von neuen Musikinstrumenten im Wert von ungefähr 1000
Euro sei den Niederräder Eltern zu verdanken. Zudem hätten sie den
Musiksaal und mehrere Klassenräume renoviert und den Schulhof
umgestaltet, so dass sich die Kinder dort wieder wohl fühlten. All
diese Maßnahmen hätten sie unternommen, ohne dafür extra die
Stadt einzuschalten.
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Frankfurter Neue Presse vom 02.01.2009
Stadt baut 16 neue Sporthallen
Frankfurt. Die Stadt sieht sich auf
dem Weg, den Frankfurter Schulsport quan- titativ und qualitativ deutlich
zu ver- bessern. Im Rahmen des Programms «Sanierung von Schulturnhallen»
wer- den in den nächsten Jahren 16 vorhan- dene Schulturnhallen durch
Neubauten ersetzt, kündigte der Magistrat in einem Bericht an. Bereits
seit 2004 habe die Stadt eine erhebliche Anzahl von Neu- und Ersatzbauten
in Betrieb genommen: Otto-Hahn-Schule, Merian- schule, Schule am Hang,
Grundschule Riedberg, Grundschule am Preunges- heimer Bogen,
Heinrich-von-Gagern Gymnasium, Heinrich-Kleyer- Schule und
Friedrich-Dessauer-Gymnasium. Im Bau seien derzeit zudem Gebäude an der
Freiherr-vom-Stein-Schule, der Carl- von-Weinberg-Schule, der Bonifatius-
schule sowie der Zentgrafenschule. Noch im Planungs- stand seien Neu- und
Ersatzbauten an der Käthe-Koll- witz-Schule, der Friedrich- Fröbel-
Schule, der Grundschule Atterberry, der zweiten Schule für Praktisch
Bildbare und dem Gymnasium Riedberg.
Zudem verweist der Magistrat auf eine von der Goethe-Uni Ende 2005
vorge- legten Studie zur Situation des Schul- sports, in der die Sportstättensituation
als befriedigend bezeichnet wurde. sö
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NIEDERRÄDER
ANZEIGER
VOM
11.12.2008 |
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NIEDERRÄDER
ANZEIGER
VOM
11.12.2008
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Frankfurter
Neue Presse vom 4.12.2008 |


Niederräder Anzeiger vom 26.11.2008
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Niederräder Anzeiger vom 19.11.2008
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Frankfurter Neue Presse vom 13.08.2008
| Friedrich-Fröbel-Schule freut sich über Spende
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Niederrad.
Insgesamt 1000 Euro erhielt jetzt die Friedrich-Fröbel-Schule, eine
Grundschule in Niederrad, für zwei verschiedene Projekte: Innerhalb der «Initiative
plus», dem konzernweiten Programm der Deutschen Bank zur Förderung des
ehrenamtlichen Engagements ihrer Mitarbeiter, betätigte sich Andreas Möller
als Geldbote und lieferte die Spende in der Else-Alken-Straße 3 ab.
«Wir Eltern möchten unsere Kinder auf musischem und mathematischem Gebiet fördern»,
erklärt Bank-Mitarbeiter Andreas Möller, dessen Tochter die Schule besucht. «Wir
planen zum einen, verschiedene Musikinstrumente anzuschaffen. Dadurch sollen die
Kinder die Klangvielfalt kennenlernen und Rhythmusgefühl entwickeln.» Zum
anderen sollen Anschauungsmaterialien für den Mathematikunterricht Abstraktes
in Zukunft greifbar machen und spielerisch den Spaß am Lernen wecken.
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Mit der gezielten Förderung des gesellschaftlichen Engagements ihrer
Mitarbeiter will die Bank zum Ausdruck bringen, wie wichtig ihr deren persönlicher
Einsatz ist. Innerhalb der «Initiative Plus» engagieren sich die Banker
nachhaltig und ehrenamtlich außerhalb ihrer Arbeitszeit unter dem Dach des
gemeinnützigen Projektpartners. Die Projekte stehen thematisch im Fokus der
gesellschaftlichen Aktivitäten der Deutschen Bank – wie zum Beispiel
Soziales, Bildung, Kultur und auch Sport, sofern dabei wichtige soziale
Lernerfahrungen vermittelt werden. Projektträger sind Schulen und deren Fördervereine,
Sport- und sonstige Vereine sowie kirchliche und karitative Einrichtungen.
In Deutschland steigerte sich in 2007 die Zahl der Projekte auf 1458 – was
einer Verdoppelung zum Vorjahr entspricht. Das Fördervolumen belief sich auf
rund eine Million Euro. (fnp)
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hintere Reihe von links nach
rechts:
Herr Schmitt, Mathematiklehrer, Herr Möller (Vater, Mitarbeiter der
Deutschen Bank),
Frau Wissenbach (Schulleiterin), Herr Damm (Vorsitzender d.
Elternbeirates) |
Fankfurter
Neue Presse vom 20.05.2008
Die
Vorleser der Friedrich-Fröbel-Schule
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Niederrad.
Als die vierköpfige Jury den Musikraum der Friedrich-Fröbel-Schule
betritt, wird es laut. Fast zwei Stunden lang haben die rund 70 Viertklässler
still ausgeharrt und ihren Mitschülern zugehört. Nun wollen sie wissen,
wer den Lese-Wettbewerb gewonnen hat. Auch den zwölf Teilnehmern ist die
Spannung anzumerken. Aufgereiht an einem langen Tisch, sitzen sie vor
ihren Büchern und blicken erwartungsvoll auf Organisatorin Caroline
Borowiak. Sie benennt die Sieger: Sanny Geweyer, Nicolas Müglich und
Mediha Metin.
Der Schmöker-Wettstreits findet seit 2005 jährlich an der Niederräder
Grundschule statt. Und das mit großem Erfolg: „Die Kinder sind immer
total motiviert“, sagt die Pädagogin. 90 Prozent nähmen an den
klasseninternen Vorausscheidungen teil.
Die Begeisterung kommt nicht von ungefähr. Vor drei Jahren entwickelte
die Friedrich-Fröbel-Schule ein Konzept zur gezielten Lese-Förderung.
Schon ab der ersten Jahrgangsstufe soll das Interesse für Bücher geweckt
und die Lese-Kompetenz gestärkt werden.
Das Modell sieht dabei unterschiedliche Maßnahmen vor. Neben regelmäßiger
Lektüre in den Stunden, Autoren-Lesungen und dem Aufbau einer Klassenbücherei
kommen auch multimediale Anwendungen im Computerraum zum Einsatz. Bei
alldem stehe immer die Chancengleichheit im Mittelpunkt, betont Borowiak.
„Denn es gibt auch schwächere Kinder, die lesen wollen.“ Beim
Wettbewerb der vierten Klassen sei das Teilnehmerfeld deshalb, je nach
Leistungsvermögen, in drei farblich unterschiedene Gruppen aufgeteilt, grün,
gelb und blau, nach oben aufsteigend. „Die Schüler beweisen hierbei
meist ein Gefühl für das eigene Können. Selbstüberschätzung spielt
kaum eine Rolle“, sagt die Lehrerin. „Das ist Erwachsenen-Denken“.
Konzentriert wirken sie dennoch, jene zwölf Finalisten, die sich der Jury
stellen. Zunächst liest jeder Kandidat eine bekannte Buch-Passage vor.
Dann kommen, verpackt in verschiedenfarbige Umschläge, Spontan-Aufgaben
dran: Zungenbrecher, lange Wörter, Kettensätze ohne Leerstellen.
Bewertungskriterien sind Betonung und Aussprache, aber auch
Schwierigkeitsgrad des Textes. Nach kurzer Beratung hat das Warten ein
Ende. Caroline Borowiak verkündet die Sieger. In der grünen Gruppe setzt
sich Sanny Geweyer durch, aus der gelben geht Nicolas Müglich als
Gewinner hervor. Das rote Teilnehmerfeld führt Mediha Metin an. Für alle
Teilnehmer gibt es als Preis natürlich ein Buch. (fnk)
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Niederräder Anzeiger vom
11.06.2008 |
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Frankfurt
Neue Presse vom 20.12.2007
Mathematikwettbewerb
an der Friedrich-Fröbel-Schule
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Niederrad.
Ein Bauer treibt seine Schafe
auf die Weide. Ein Schaf läuft vor zwei Schafen, eines zwischen zwei
anderen und ein Schaf hinter zwei Schafen. Wie viele Tiere sind es
insgesamt? Mitgekommen? Für die Dritt- und Viertklässler der
Friedrich-Fröbel-Schule ist die Lösung ein Kinderspiel, denn es ist eine
der leichteren Aufgaben des großen Mathematik-Wettbewerbes der
Grundschule. Einmal im Jahr messen sich die Schüler in Denksport- und
Knobelaufgaben. Dabei müssen sie in 60 Minuten verschiedenste Aufgaben lösen.
Die Palette reicht von Sachaufgaben über Zahlenspiele bis hin zu einer Prüfung
des räumlichen Vorstellungsvermögens.
Jahrgangsbester der Viertklässler war diesmal Julian May: „Mathe ist
neben Sport mein Lieblingsfach“ erklärt der Zehnjährige. Karim Mekki
(8), der Erstplatzierte der Jahrgangsstufe Drei, stimmt ihm zu: „In
Mathe schreibe ich nur Einsen und Zweier.“ Dass er gewonnen hat, kam für
ihn jedoch völlig überraschend: „Ich dachte, ich hätte kaum etwas
richtig gemacht.“ Gleich hinter den Siegern folgten auf dem zweiten
Platz die zehnjährige Lucia Balbi und Zarah Schreiner (8). „Ich war
ganz schön aufgeregt“, sagt Zarah. Speziell auf den Wettbewerb
vorbereitet, hat sich jedoch keiner der Champions.
„Das ist bei diesen Aufgaben gar nicht möglich“, erklärt
Mathe-Lehrer Bernhard Schmitt. Es handelt sich hauptsächlich um
Logik-Aufgaben. „Sonst wäre es auch ungerecht, Dritt- gegen Viertklässler
antreten zu lassen.“ Bernhard Schmitt hatte auch die Idee für den
Wettbewerb: „Vor sechs Jahren fing es mit der Knobelaufgabe des Monats
an“, erinnert sich der Lehrer. Er verteilte dazu an alle Schüler eine
knifflige Aufgabe. Die Lösungen warfen sie dann in den Schulbriefkasten.
„Einer der richtigen Einsender wird dann Knobel-König des Monats.“
Dieser „König“ bekommt eine Urkunde und darf einen Monat lang den
Knobel-Button quasi als „Krone“ tragen. „Die Schüler sind dann
immer ganz stolz.“ Als Schulleiterin Claudia Wissenbach und er sahen,
wie zusehends der Briefkasten vor Einsendungen überquoll, hatten sie die
Idee, zusätzlich einen Wettbewerb ins Leben zu rufen.
Die Kinder waren ganz begeistert. 80 haben freiwillig teilgenommen und
ganze sieben Wochen lang auf die Siegerehrung hingefiebert. Doch die Mühe
hat sich gelohnt: „Keiner der Teilnehmer geht bei uns leer aus“,
betont Bernhard Schmitt. Die Gewinner freuten sich über elektronische
Sudoku-Spiele, die der Elternbeirat sponsorte. Dass so viele Schüler
derart begeistert von Mathe sind, ist nicht selbstverständlich. Bernhard
Schmitt tut aber alles dafür, um das Interesse für das häufig
ungeliebte Fach zu wecken. „Ich leite auch den Mathe-Club.“ Jeden
Freitagmittag treffen sich dort die „Rechen-Genies“ der Schule und
versuchen sich an schwierigen Aufgaben. Kinder, die sich dafür eignen,
spricht Schmitt gezielt an.
Der Mathe-Pauker freut sich schon auf die kommenden Monate: „2008 ist
das Jahr der Mathematik.“ Ein Höhepunkt steht schon fest. „Wir haben
die Nimmerland-Theaterproduktion an Bord geholt“, berichtet
Schulleiterin Claudia Wissenbach. Passenderweise führen die Schauspieler
das Stück „Der kleine Zahlenteufel“ auf.
Frau Wissenbach leitet die Schule zur Zeit kommissarisch. „Die Stelle
ist ausgeschrieben und wird vermutlich erst im nächsten Sommer
besetzt.“ Wer dann Schulleiter wird, steht noch nicht fest. „Ich
stelle mich gerne zur Verfügung“, betont Claudia Wissenbach – und
kennt auch die Lösung der Sachaufgabe: Es sind drei Schafe. (law)
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| Niederräder Anzeiger vom 11.06.2008

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