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Niederräder Anzeiger vom 06.05.2009

     

Niederräder Anzeiger vom 31.03.2009

FAZ vom 31.01.2009

Susanne Kusicke
Die Eltern sind der Schlüssel
Vierzig Prozent Ausländeranteil ist Frankfurter Durchschnitt. In einigen Problemvierteln liegt er deutlich darüber. Dennoch verläuft die Integration einigermaßen spannungsfrei. Sogar in einem sozial extrem gespreizten Stadtteil wie Niederrad.

Mama, wie redet der Chuan?", fragt der Dreieinhalbjährige, der gerade aus dem Kindergarten kommt. "Du meinst, welche Sprache er spricht?" "Ja." "Ich glaube, er spricht Thai; seine Mama kommt aus Thailand." "Und wie redet die Elif?" "Ich bin nicht sicher, aber wahrscheinlich Türkisch." "Wie wir? Was reden wir, Mama?" "Wir sprechen Deutsch, mein Kleiner."

Vor dem Kindergarten in Frankfurt-Niederrad steht eine blonde junge Frau, schwanger ungefähr im siebten Monat, an der Hand ein kleines blondes Mädchen. Sie beugt sich vor, versucht, über die Mauer einen Blick in den Hof zu erhaschen. Da kommt eine Mutter heraus. "Verzeihung, kann ich Sie mal etwas fragen?" "Ja, natürlich." "Sie haben Ihr Kind in diesem Kindergarten, und wir überlegen, ob wir unsere Tochter auch hier anmelden, aber der Ausländeranteil soll hier so hoch sein. Deswegen wollte ich mal fragen, wie Sie den Kindergarten finden."

"Na ja, der Ausländeranteil ist schon hoch, aber es ist ein guter Kindergarten. Die Kinder sprechen alle Deutsch miteinander, soweit ich es mitbekomme, und die Kindergärtnerinnen bemühen sich sehr um sie. Und sie haben eine wirklich gute Köchin!" Die junge Frau blickt zweifelnd. "Wie hoch, würden Sie sagen?" "Vielleicht fünfzig, sechzig Prozent. Ich glaube aber kaum, dass das in den anderen Kindergärten anders ist." "Aha, danke sehr. Das hilft mir schon weiter."

Niederrad ist nicht der Stadtteil mit dem höchsten Ausländeranteil in Frankfurt. Aber es ist ein Stadtteil mit der denkbar höchsten sozialen Durchmischung: Nördlich am Main das "Mainfeld", eine Hochhaussiedlung, für die der Begriff "sozialer Brennpunkt" fast schon eine verharmlosende Umschreibung ist. Das "Mainfeld" ist eine städtebauliche und sozialpolitische Sünde der sechziger Jahre: sieben Hochhäuser mit bis zu 21 Stockwerken im infrastrukturellen Niemandsland. Siebzig Prozent der 2200 Bewohner sind Ausländer oder Deutsche mit "Migrationshinweis", wie es die Frankfurter Statistiker seit einiger Zeit nennen, wenn deutsche Staatsangehörige entweder noch eine zweite Staatsangehörigkeit besitzen, eingebürgert wurden, nach dem Optionsmodell Deutsche sind oder nach 1945 in einem Aussiedlerstaat geboren wurden.

Im Süden, am Stadtwald, ein ausgedehntes Villenviertel. Kameras überwachen die Einfahrten, auf den Briefkästen stehen nur Initialen. Im Westen schließt sich die Bürostadt an, hinter deren Glasfassaden sich wegen der Wirtschaftskrise immer mehr Leerstände verbergen. Von dort sind es nur noch wenige Kilometer bis zum Frankfurter Flughafen. Dazwischen liegen weitläufige Wohnanlagen aus den zwanziger und fünfziger Jahren: ganze Straßenzüge mit Sechs- bis Achtparteienhäusern, die jetzt teilweise saniert und mit Balkonen versehen werden. Das Viertel gilt als grün und familiengerecht, der Ausländeranteil beträgt - einschließlich eingebürgerter Einwanderer - etwa vierzig Prozent, das ist Frankfurter Durchschnitt. In der Altersgruppe bis 34 Jahre liegt er schon bei 50 Prozent.

Die weitere Entwicklung wird vielfach skeptisch beurteilt: "Der Fluglärm wird zunehmen, die Haupteinkaufsstraße wird veröden, da es jetzt schon zu viele Im- und Exportläden und Internetcafés von Ausländern gibt", lautet die unbarmherzige Beschreibung der Wohngegend auf einer Internet-Immobilienseite. Lokalpolitiker und soziale Verbände versuchen durch Wirtschaftsansiedelung und Integrationsprojekte gegenzusteuern.

Hiltrud Kröber, Leiterin des evangelischen Kindergartens, einer von insgesamt neun Kindertagesstätten in Niederrad, sitzt in ihrem winzig kleinen Büro und zuckt mit den Schultern. "Warum soll ich immer nach der Herkunft unterscheiden. Für mich sind das alles Kinder, und es sind Eltern. Unterschiede entstehen erst dadurch, wie in den Familien mit Schrift und Sprache umgegangen wird." Für die Kinder sei die unterschiedliche Herkunft manchmal zwar durchaus ein Thema, habe aber keinerlei tiefere Bedeutung. "Sie wachsen damit auf, dass das etwas Selbstverständliches ist." Draußen im Garten toben und schreien die Kinder in der Vormittagssonne durcheinander, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht.

Innerhalb eines Jahres, so die Erfahrung der Kindergartenleiterin, lernten selbst Kinder ohne jegliche Vorkenntnisse in ihrem Kindergarten Deutsch - durch gemeinsames Spielen, Singen, Malen, Kleingruppenarbeit. "Dafür brauchen wir keines der Sprachprogramme, mit denen wir hier zugeschüttet werden, dafür brauchen wir nur einen guten Betreuungsschlüssel", sagt Frau Kröber selbstbewusst.

Der Personalschlüssel wurde in Frankfurt im vergangenen Jahr von 1,5 auf zwei Betreuerinnen für je 21 Kinder angehoben. Das hat die Lage entspannt, lässt aber immer noch keine großen Sprünge zu, wenn es etwa um die Teilnahme an Fortbildungen geht. "Fortbildungen müssen wir, anders als die Schulen, selbst bezahlen, und einen Personalersatz für die fragliche Zeit gibt es natürlich auch nicht."Neuerdings bietet das Land aber auch eine Reihe kostenloser Fortbildungen an: Zusammen mit einer örtlichen Grundschule können Veranstaltungen besucht werden, die der Einführung des hessischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder bis zehn Jahre dienen. So soll der Übergang vom Kindergarten in die Schule erleichtert werden.

Darüber hinaus sind in Hessen schon vor Jahren vorschulische Sprachstandsermittlungen eingeführt worden: Werden bei der Schulanmeldung Sprachdefizite festgestellt, so besucht das Kind von November bis zur Einschulung im Sommer täglich zweistündige Vorlaufkurse an der Grundschule, an der es angemeldet worden ist. Wahrscheinlich ist dieses Programm der Grund, warum Hessen in der Integrationsstudie, die das Berlin-Institut vor wenigen Tagen veröffentlicht hat, am besten abgeschnitten hat.

Auf dem Weg zu einer Niederräder Grundschule, morgens um halb acht: Eine Gruppe kleiner türkischer Jungs schlendert auf das Schultor zu. Hinter ihnen auf dem Bürgersteig eine Mutter, die ihr Kind zur Schule bringt, und ein Mann in Anzug und Krawatte mit Aktentasche auf dem Weg zur Arbeit. Auf der anderen Straßenseite kommt ihnen eine zweite Gruppe türkischer Jungen entgegen. Einer hebt grüßend den Arm und schreit herüber: "Ey Murat, du Stück Scheiße, wo warst du gestern Abend?" Die Frau zuckt zusammen, ihr Rücken versteift sich. Sie zieht ihre Tochter fest an die Seite.

Murat strahlt über das ganze Gesicht, winkt freudig zurück, hüpft über die Straße, boxt seinem Freund in die Hand. Die Frau schaut verdattert den Mann an: "Ist denn das zu fassen?" Der lächelt, hebt entschuldigend die Hände: "Das versteht man heute wohl unter einer netten Begrüßung." Eine Integrationsstudie des Frankfurter Amtes für multikulturelle Angelegenheiten ergab vor kurzem, dass das Zusammenleben von Deutschen und Ausländern in Frankfurt fast durchgehend von den Ausländern positiver beurteilt wird als von den Deutschen.

Die Räume der Grundschule wirken gemütlich. An den Wänden hängen bunte Bilder, von den Decken baumeln selbst gebastelte Mobiles, an den Fenstern werden Topfpflänzchen gehegt. Die Schüler einer der vierten Klassen sitzen in Hausschuhen auf Kissen im Kreis und erzählen Märchen nach Stichworten. "Dornröschen, böse Fee verwünscht sie, andere Fee sagt, soll nur schlafen, alle Spindeln verbrannt, Spindel im Turmzimmer, sticht sich in Finger, schläft hundert Jahre, Prinz kommt, wacht wieder auf, Hochzeit." "Der hat eine Sache vergessen", meldet sich ein Mädchen zu Wort. Die Lehrerin korrigiert sie: "Wende dich bitte direkt an Philipp: Du hast eine Sache vergessen." Das Mädchen wiederholt: "Du hast etwas vergessen, Philipp." Jetzt schauen sie alle erwartungsvoll an. "Du hast vergessen, wie sie aufwacht: durch einen Kuss!" Das stimmt, alle sind zufrieden. Ein anderes Kind trägt seine Stichpunkte vor. "Einspruch, es war anders", meldet sich darauf ein Junge, "das waren keine Feen, das waren weise Frauen." Die Lehrerin beschwichtigt: "Märchen werden unterschiedlich erzählt. Und sie werden unterschiedlich aufgeschrieben. "Ja", ergänzt der Junge, "und manche sind von den Gebrüdern Grimm, und manche sind von Andersen."

Die Hälfte der Schüler sind ausländischer Herkunft, doch Unterschiede nach Sprache, Fehlern, Fehlverhalten sind hier nicht mehr auszumachen. "Wir haben eigentlich überhaupt keine Probleme hier", sagt die Klassenlehrerin nach der Stunde, "über die Hälfte von ihnen wird Gymnasialempfehlungen erhalten, und das geht quer durch alle Nationalitäten." Die Schulleiterin, Claudia Wissenbach, bestätigt das, zeichnet dennoch ein differenziertes Bild. Vor zwei Jahren seien der Schule die Stundenzuweisungen für Schulen mit hohem Ausländeranteil halbiert worden. "Weil anscheinend viele mittlerweile die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen hatten. Nun haben wir offiziell dreißig Prozent Ausländer, aber inoffiziell sind es immer noch 47 Prozent." Gleich geblieben seien hingegen die Klassenstärken, sagt Claudia Wissenbach: "Bis zu 28 Kinder pro Klasse, so war es schon vor 17 Jahren, als ich anfing, völlig unabhängig von irgendeinem Migrantenanteil. Da hat sich durch die Politik noch nichts verändert, allen Integrationsbekenntnissen zum Trotz." Dennoch gibt es an der Schule Neuerungen, von denen auch viele Einwandererkinder profitieren: Nachmittags bietet die Caritas ein Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung an, und dreimal wöchentlich finden von der Stadt finanzierte "Mama lernt Deutsch"-Kurse in den Räumen statt.

Von großen, politisch gewollten, forcierten oder auch nur unterstützten Umwälzungen in den Integrationsbemühungen kann auch der Schulleiter der Niederräder Haupt- und Gesamtschule, Klaus Röhrig, nicht berichten. 70 bis 75 Prozent seiner Schüler sind ausländischer Herkunft, davon nach seinen Angaben ein großer Teil türkischstämmig in der zweiten und dritten Generation. "Vom Integrationsgipfel haben wir hier nichts gemerkt. Alles, was wir hier an Nachmittagsbetreuung, Hausaufgabenhilfe, Arbeitsgemeinschaften und Berufsorientierung anbieten, haben wir selbst mit Spenden und mit örtlichen Sozialverbänden organisiert", sagt der hochgewachsene, hagere Mann mit einer Abgeklärtheit, wie man sie wohl nur bei langgedienten Hauptschulleitern findet. Immerhin: Die Stundenzuweisungen für "HZW-Schulen", (Schulen mit hohem Zuwandereranteil) erhält er nach wie vor.

Röhrig steht auf, kramt in den Regalen, zerrt einen dicken Packen Broschüren hervor, eingeschweißt und unberührt wie am ersten Druck-Tag. Anklagend zeigt er sie vor: "Hier, solche Schwarten schickt uns jedes Jahr die sogenannte Agentur für Arbeit. Berufsratgeber! Haben Sie eine Ahnung, wie die Eltern meiner Schüler das lesen sollen? Also wursteln sich die Schüler selber durch, Vierzehn-, Fünfzehnjährige, die für ihre Eltern auf die Ämter gehen!" Am liebsten würde Röhrig sie alle zwangsverpflichten, Deutsch zu lernen. Nach 24 Jahren als Leiter der Salzmannschule richtet sich sein Blick weniger auf die Schüler: "Die Eltern sind der Schlüssel", sagt Röhrig und verfällt in ein anschwellendes Stakkato. "An sie müssen wir rankommen. Die Politik muss das regeln. Gesetzlich. Verpflichtend."

Die Eltern aber, von denen er spricht, wissen mitunter nicht einmal von ihren Möglichkeiten, Deutsch zu lernen oder Deutsche zu werden. Viele schaffen es schon aufgrund ihrer äußeren Umstände nicht. Biljana D. zum Beispiel, eingewandert vor acht Jahren aus dem ehemaligen Jugoslawien und damit Vertreterin der größten Ausländergruppe in Niederrad, 36 Jahre alt, geschieden, ein Sohn: Von den mittlerweile gar nicht mehr so neuen Integrationskursen hat die zarte junge Frau noch nie etwas gehört. Sie lebt gefangen im Netz ihrer eingeschränkten Möglichkeiten: Weil sie einen kleinen Sohn hat, arbeitet sie nur Teilzeit. Weil sie nur Teilzeit arbeitet, verdient sie nicht genug, um ohne Zuschüsse nach Hartz IV auszukommen. Weil sie Hartz-IV-Leistungen bekommt, erhält sie keine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung. Und ohne die kann sie keinen Antrag auf Einbürgerung stellen. So einfach ist das und so schwierig.

Bessere Sprachkenntnisse, ein besserer Job - das wäre eine Lösung. Es ist das Rezept, auf das die Bundesregierung setzt. Sie verlängerte darum nach dem Integrationsgipfel 2007 die Integrationskurse für Neueinwanderer und schon länger hier lebende Ausländer von 600 auf 900 Stunden. "Und die brauchen wir auch", sagt Zinnur Schlaeger. Die große, dunkellockige Frau, Türkin von Geburt, in Kaschmirpulli und Marlenehose, lässige Turnschuhe an den Füßen, ist seit mehr als zwanzig Jahren eine feste Größe im Stadtteil. Sie leitet die Niederräder Lehrerkooperative, die die Integrationskurse anbietet. "Für die Frauen bei uns ist die Aufstockung ein großer Fortschritt." Zumal diese Aufstockung einherging mit einigen wenn auch bescheidenen Mitteln für Kinderbetreuung und Alphabetisierung - auch die gehen auf Beschlüsse des Integrationsgipfels zurück.

So sitzen nun die jungen Frauen aus Ghana und Eritrea, Russland und dem ehemaligen Jugoslawien, Iran und der Türkei dreimal wöchentlich zusammen in kleinen, schmucklosen Räumen, buchstabieren und wälzen Wörterbücher, proben erste Konversationen, Einkaufsgespräche auf dem Markt oder Beratungsgespräche beim Arzt, und fragen einander Vokabeln ab. Ihre Kinder, nebenan stundenweise von anderen Müttern und Studentinnen betreut, werden derweil groß, so groß zumindest, dass sie danach bald in den Kindergarten gehen können. Die Kurse ziehen sich über etwa eineinhalb Jahre hin. Hoffnung auf ein besseres Leben treibe sie an, sagen die Frauen. Besser, als es vorher war. Und vielleicht auch besser als jetzt

FNP vom 31.01.2009 

Mehr Geld für Schulen

Frankfurt. Nach CDU und Grünen hat gestern auch die FDP-Fraktion im Römer ihre Anträge zum städtischen Haushalt 2009 vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen bei den Liberalen die Themen Verkehr, Stadtentwicklung und Bildung. Fraktionschefin Annette Rinn betonte, mit den Etatanträgen wolle die FDP zum einen Beiträge zur Verbesserung der Schulinfrastruktur leisten und zum anderen Akzente beim innerstädtischen Verkehr und bei der Aufwertung von Straßen und Plätzen setzen.

Finanzieren will die FDP ihre 36 Etatanträge durch andere Prioritäten in Programmen wie «Schöneres Frankfurt» oder noch vorhandene Restmittel. Außerdem wollen die Liberalen, dass auf einige Investitionsprojekte verzichtet wird und die dafür bereits eingeplanten Mittel anderweitig verwendet werden. Nicht zuletzt seien zusätzliche Deckungsmöglichkeiten durch die angekündigten Konjunkturprogramme zu erwarten.

Unter anderem geht es den Liberalen um folgende Projekte:

Mehr Mittel für die Sanierung des ehemaligen Straßenbahndepots am Weißen Stein. Die Räumlichkeiten sollen dem Ziehen-Gymnasium zur Theater- und Konzertnutzung dienen.

Planungsmittel sollen für Umbauten an der Friedrich-Fröbel-Schule bereitgestellt werden.

Generell möchte die FDP den Etatansatz für die Sanierung von Schultoiletten deutlich erhöhen.

«Spitzenschüler» der verschiedenen Schulformen sollen als besondere Anerkennung eine Ehrung und Prämierung in einem öffentlichen Rahmen erhalten....

 

Frankfurter Neue Presse vom 28.01.2009
Frankfurter Neue Presse vom 06.01.2009 

Stadt muss Turnhalle dringend sanieren

Niederrad. Wenn in der kommenden Woche die Weihnachtsferien vorbei sind und der Unterricht wieder beginnt, wird es ganz offensichtlich: Die Turnhalle der Friedrich-Fröbel-Schule in der Else-Alken-Straße 3 muss dringend auf Vordermann gebracht werden. Der Ansicht ist der Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad und Sachsenhausen) und hat nun einen Antrag verabschiedet, in dem gefordert wird, entsprechende Gelder für die Totalsanierung der Turnhalle in den Etat 2009 einzustellen.

«Die Nutzung der Turnhalle ist aus baulichen wie hygienischen Gründen nicht mehr zu verantworten», sind sich die Antragsteller, die von SPD, CDU, Grüne und FAG stammen, einig. Dass in dieser Sache nun die Stadt tätig werde, sei mehr als angebracht, denn in der Vergangenheit seien bereits zahlreiche Leistungen für die Schule durch die Eigeninitiative der Eltern und das Sammeln von Spenden erbracht worden.

So hätten sich die Mütter und Väter zum Beispiel um die Neugestaltung und Renovierung der Schulbibliothek gekümmert, die mit immerhin 10 000 Euro zu Buche geschlagen habe. Auch die Anschaffung von neuen Musikinstrumenten im Wert von ungefähr 1000 Euro sei den Niederräder Eltern zu verdanken. Zudem hätten sie den Musiksaal und mehrere Klassenräume renoviert und den Schulhof umgestaltet, so dass sich die Kinder dort wieder wohl fühlten. All diese Maßnahmen hätten sie unternommen, ohne dafür extra die Stadt einzuschalten.

 

 

 

Frankfurter Neue Presse vom 02.01.2009 

Stadt baut 16 neue Sporthallen

Frankfurt. Die Stadt sieht sich auf dem Weg, den Frankfurter Schulsport quan- titativ und qualitativ deutlich zu ver- bessern. Im Rahmen des Programms «Sanierung von Schulturnhallen» wer- den in den nächsten Jahren 16 vorhan- dene Schulturnhallen durch Neubauten ersetzt, kündigte der Magistrat in einem Bericht an. Bereits seit 2004 habe die Stadt eine erhebliche Anzahl von Neu- und Ersatzbauten in Betrieb genommen: Otto-Hahn-Schule, Merian- schule, Schule am Hang, Grundschule Riedberg, Grundschule am Preunges- heimer Bogen, Heinrich-von-Gagern Gymnasium, Heinrich-Kleyer- Schule und Friedrich-Dessauer-Gymnasium. Im Bau seien derzeit zudem Gebäude an der Freiherr-vom-Stein-Schule, der Carl- von-Weinberg-Schule, der Bonifatius- schule sowie der Zentgrafenschule. Noch im Planungs- stand seien Neu- und Ersatzbauten an der Käthe-Koll- witz-Schule, der Friedrich- Fröbel- Schule, der Grundschule Atterberry, der zweiten Schule für Praktisch Bildbare und dem Gymnasium Riedberg.

Zudem verweist der Magistrat auf eine von der Goethe-Uni Ende 2005 vorge- legten Studie zur Situation des Schul- sports, in der die Sportstättensituation als befriedigend bezeichnet wurde.

 

NIEDERRÄDER

ANZEIGER

VOM

11.12.2008

 

NIEDERRÄDER

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Frankfurter Neue Presse vom 4.12.2008

 

        Niederräder Anzeiger vom 26.11.2008

Niederräder Anzeiger vom 19.11.2008

 

Frankfurter Neue Presse vom 13.08.2008

Friedrich-Fröbel-Schule freut sich über Spende  
Niederrad. Insgesamt 1000 Euro erhielt jetzt die Friedrich-Fröbel-Schule, eine Grundschule in Niederrad, für zwei verschiedene Projekte: Innerhalb der «Initiative plus», dem konzernweiten Programm der Deutschen Bank zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements ihrer Mitarbeiter, betätigte sich Andreas Möller als Geldbote und lieferte die Spende in der Else-Alken-Straße 3 ab.
«Wir Eltern möchten unsere Kinder auf musischem und mathematischem Gebiet fördern», erklärt Bank-Mitarbeiter Andreas Möller, dessen Tochter die Schule besucht. «Wir planen zum einen, verschiedene Musikinstrumente anzuschaffen. Dadurch sollen die Kinder die Klangvielfalt kennenlernen und Rhythmusgefühl entwickeln.» Zum anderen sollen Anschauungsmaterialien für den Mathematikunterricht Abstraktes in Zukunft greifbar machen und spielerisch den Spaß am Lernen wecken.

 

Mit der gezielten Förderung des gesellschaftlichen Engagements ihrer Mitarbeiter will die Bank zum Ausdruck bringen, wie wichtig ihr deren persönlicher Einsatz ist. Innerhalb der «Initiative Plus» engagieren sich die Banker nachhaltig und ehrenamtlich außerhalb ihrer Arbeitszeit unter dem Dach des gemeinnützigen Projektpartners. Die Projekte stehen thematisch im Fokus der gesellschaftlichen Aktivitäten der Deutschen Bank – wie zum Beispiel Soziales, Bildung, Kultur und auch Sport, sofern dabei wichtige soziale Lernerfahrungen vermittelt werden. Projektträger sind Schulen und deren Fördervereine, Sport- und sonstige Vereine sowie kirchliche und karitative Einrichtungen.
In Deutschland steigerte sich in 2007 die Zahl der Projekte auf 1458 – was einer Verdoppelung zum Vorjahr entspricht. Das Fördervolumen belief sich auf rund eine Million Euro. (fnp)
 

hintere Reihe von links nach rechts:
Herr Schmitt, Mathematiklehrer, Herr Möller (Vater, Mitarbeiter der Deutschen Bank),
Frau Wissenbach (Schulleiterin), Herr Damm (Vorsitzender d. Elternbeirates)
 

Fankfurter Neue Presse vom 20.05.2008  

             Die Vorleser der Friedrich-Fröbel-Schule  

Niederrad. Als die vierköpfige Jury den Musikraum der Friedrich-Fröbel-Schule betritt, wird es laut. Fast zwei Stunden lang haben die rund 70 Viertklässler still ausgeharrt und ihren Mitschülern zugehört. Nun wollen sie wissen, wer den Lese-Wettbewerb gewonnen hat. Auch den zwölf Teilnehmern ist die Spannung anzumerken. Aufgereiht an einem langen Tisch, sitzen sie vor ihren Büchern und blicken erwartungsvoll auf Organisatorin Caroline Borowiak. Sie benennt die Sieger: Sanny Geweyer, Nicolas Müglich und Mediha Metin.
Der Schmöker-Wettstreits findet seit 2005 jährlich an der Niederräder Grundschule statt. Und das mit großem Erfolg: „Die Kinder sind immer total motiviert“, sagt die Pädagogin. 90 Prozent nähmen an den klasseninternen Vorausscheidungen teil.
Die Begeisterung kommt nicht von ungefähr. Vor drei Jahren entwickelte die Friedrich-Fröbel-Schule ein Konzept zur gezielten Lese-Förderung. Schon ab der ersten Jahrgangsstufe soll das Interesse für Bücher geweckt und die Lese-Kompetenz gestärkt werden.
Das Modell sieht dabei unterschiedliche Maßnahmen vor. Neben regelmäßiger Lektüre in den Stunden, Autoren-Lesungen und dem Aufbau einer Klassenbücherei kommen auch multimediale Anwendungen im Computerraum zum Einsatz. Bei alldem stehe immer die Chancengleichheit im Mittelpunkt, betont Borowiak. „Denn es gibt auch schwächere Kinder, die lesen wollen.“ Beim Wettbewerb der vierten Klassen sei das Teilnehmerfeld deshalb, je nach Leistungsvermögen, in drei farblich unterschiedene Gruppen aufgeteilt, grün, gelb und blau, nach oben aufsteigend. „Die Schüler beweisen hierbei meist ein Gefühl für das eigene Können. Selbstüberschätzung spielt kaum eine Rolle“, sagt die Lehrerin. „Das ist Erwachsenen-Denken“. Konzentriert wirken sie dennoch, jene zwölf Finalisten, die sich der Jury stellen. Zunächst liest jeder Kandidat eine bekannte Buch-Passage vor. Dann kommen, verpackt in verschiedenfarbige Umschläge, Spontan-Aufgaben dran: Zungenbrecher, lange Wörter, Kettensätze ohne Leerstellen.
Bewertungskriterien sind Betonung und Aussprache, aber auch Schwierigkeitsgrad des Textes. Nach kurzer Beratung hat das Warten ein Ende. Caroline Borowiak verkündet die Sieger. In der grünen Gruppe setzt sich Sanny Geweyer durch, aus der gelben geht Nicolas Müglich als Gewinner hervor. Das rote Teilnehmerfeld führt Mediha Metin an. Für alle Teilnehmer gibt es als Preis natürlich ein Buch. (fnk)

 

Niederräder Anzeiger vom 11.06.2008

Frankfurt Neue Presse vom 20.12.2007  

Mathematikwettbewerb an der Friedrich-Fröbel-Schule

Niederrad. Ein Bauer treibt seine Schafe auf die Weide. Ein Schaf läuft vor zwei Schafen, eines zwischen zwei anderen und ein Schaf hinter zwei Schafen. Wie viele Tiere sind es insgesamt? Mitgekommen? Für die Dritt- und Viertklässler der Friedrich-Fröbel-Schule ist die Lösung ein Kinderspiel, denn es ist eine der leichteren Aufgaben des großen Mathematik-Wettbewerbes der Grundschule. Einmal im Jahr messen sich die Schüler in Denksport- und Knobelaufgaben. Dabei müssen sie in 60 Minuten verschiedenste Aufgaben lösen. Die Palette reicht von Sachaufgaben über Zahlenspiele bis hin zu einer Prüfung des räumlichen Vorstellungsvermögens.
Jahrgangsbester der Viertklässler war diesmal Julian May: „Mathe ist neben Sport mein Lieblingsfach“ erklärt der Zehnjährige. Karim Mekki (8), der Erstplatzierte der Jahrgangsstufe Drei, stimmt ihm zu: „In Mathe schreibe ich nur Einsen und Zweier.“ Dass er gewonnen hat, kam für ihn jedoch völlig überraschend: „Ich dachte, ich hätte kaum etwas richtig gemacht.“ Gleich hinter den Siegern folgten auf dem zweiten Platz die zehnjährige Lucia Balbi und Zarah Schreiner (8). „Ich war ganz schön aufgeregt“, sagt Zarah. Speziell auf den Wettbewerb vorbereitet, hat sich jedoch keiner der Champions.
„Das ist bei diesen Aufgaben gar nicht möglich“, erklärt Mathe-Lehrer Bernhard Schmitt. Es handelt sich hauptsächlich um Logik-Aufgaben. „Sonst wäre es auch ungerecht, Dritt- gegen Viertklässler antreten zu lassen.“ Bernhard Schmitt hatte auch die Idee für den Wettbewerb: „Vor sechs Jahren fing es mit der Knobelaufgabe des Monats an“, erinnert sich der Lehrer. Er verteilte dazu an alle Schüler eine knifflige Aufgabe. Die Lösungen warfen sie dann in den Schulbriefkasten. „Einer der richtigen Einsender wird dann Knobel-König des Monats.“ Dieser „König“ bekommt eine Urkunde und darf einen Monat lang den Knobel-Button quasi als „Krone“ tragen. „Die Schüler sind dann immer ganz stolz.“ Als Schulleiterin Claudia Wissenbach und er sahen, wie zusehends der Briefkasten vor Einsendungen überquoll, hatten sie die Idee, zusätzlich einen Wettbewerb ins Leben zu rufen.
Die Kinder waren ganz begeistert. 80 haben freiwillig teilgenommen und ganze sieben Wochen lang auf die Siegerehrung hingefiebert. Doch die Mühe hat sich gelohnt: „Keiner der Teilnehmer geht bei uns leer aus“, betont Bernhard Schmitt. Die Gewinner freuten sich über elektronische Sudoku-Spiele, die der Elternbeirat sponsorte. Dass so viele Schüler derart begeistert von Mathe sind, ist nicht selbstverständlich. Bernhard Schmitt tut aber alles dafür, um das Interesse für das häufig ungeliebte Fach zu wecken. „Ich leite auch den Mathe-Club.“ Jeden Freitagmittag treffen sich dort die „Rechen-Genies“ der Schule und versuchen sich an schwierigen Aufgaben. Kinder, die sich dafür eignen, spricht Schmitt gezielt an.
Der Mathe-Pauker freut sich schon auf die kommenden Monate: „2008 ist das Jahr der Mathematik.“ Ein Höhepunkt steht schon fest. „Wir haben die Nimmerland-Theaterproduktion an Bord geholt“, berichtet Schulleiterin Claudia Wissenbach. Passenderweise führen die Schauspieler das Stück „Der kleine Zahlenteufel“ auf.
Frau Wissenbach leitet die Schule zur Zeit kommissarisch. „Die Stelle ist ausgeschrieben und wird vermutlich erst im nächsten Sommer besetzt.“ Wer dann Schulleiter wird, steht noch nicht fest. „Ich stelle mich gerne zur Verfügung“, betont Claudia Wissenbach – und kennt auch die Lösung der Sachaufgabe: Es sind drei Schafe. (law)

Niederräder Anzeiger vom 11.06.2008