Die Helmholtzschule ist ein Gymnasium, das in den Jahrgangsstufen 5 bis 13 von etwa 1000 Kindern und Jugendlichen zumeist aus
den umliegenden Stadtteilen besucht wird. Diese sind die Hauptpersonen, zur Schulgemeinde gehören außer Ihnen aber auch
ihre Eltern,
ihre Lehrerinnen und Lehrer sowie weitere Beschäftigte.
Es soll auf den folgenden Seiten versucht werden, ein Bild von der Helmholtzschule zu vermitteln und die Helmholtzschule so
vorzustellnen, wie die Mitglieder der Schulgemeinde sie sehen, erleben und verstehen.
Unsere Schule mit ihrem im Kern 85 Jahre alten Hauptgebäude war ursprünglich als eine zweizügige Jungenschule geplant
und gebaut worden, und der Name des großen universalen Naturforscher Hermann von Helmholtz sollte ihr Programm sein. Heute lernen
längst ebenso viele Mädchen wie Jungen in der Helmholtzschule, und ihre breitgestreuten Interessen liegen gleichermaßen
im sprachlichen, gesellschaftswissenschaftlichen, sportlichen, musischen und im mathematisch-, naturwissenschaftlichen Bereich.
Unterschiedlichkeit und Vielfalt bringen auch die Herkunft der Schülerinnen und Schüler aus allen Schichten der
Bevölkerung mit sich, ihre verschiedenen Nationalitäten und religiösen Zugehörigkeiten. Von einer vorgegeben,
einseitigen Ausrichtung kann daher keine Rede sein.
Raum sein, in dem Vielfalt an Begabungen, Neigungen und Überzeugungen immer neu entdeckt und entfaltet werden kann - bei
Lernenden und bei Lehrenden. Das kann nur in einem Klima der Offenheit, Toleranz und Liberalität gelingen.
Dieses Klima entsteht nicht von selbst, sondern von und bei den Betroffenen muß das Bewußtsein geweckt werden,
daß sich die Helmholtzschule als eine Schule versteht, in der es gelingen soll, gemeinsam zu lernen, zu arbeiten, sich
auseinanderzusetzen und sich dabei in seiner Unterschiedlichkeit wahrzunehmen und zu akzeptieren.
Begabungen, Neigungen und Überzeugungen erfordern und bewirken Engagement
Engagement hat für viele, deren Lern- und Arbeitsmittelpunkt die Helmholtzschule ist, eine große Bedeutung.
Engagiert sein heißt für uns, sich über den Rahmen des schulischen Alltags hinaus für etwas einzusetzen,
besonders aktiv zu sein, sich zu beteiligen oder mit Eifer und Enthusiasmus für etwas einzutreten.
An der Helmholtzschule unterrichten engagierte Lehrerinnen und Lehrer. Sie ermutigen Schülerinnen und Schüler in
vielfältiger Hinsicht sich besonders zu betätigen und zu entfalten. Dabei geht es nicht unbedingt um die herausragende
Einzelleistung, sondern auch um die Möglichkeit und den Mut, individuell oder mit anderen gemeinsam seine Fähigkeiten
sichtbar werden zu lassen.
Engagement an der Helmholtzschule beginnt im Klassenverband, in der Entwicklung von und Beteiligung an gemeinsamen Unternehmungen,
in der besonderen Gestaltung des Unterrichts und reicht bis zur Planung und Unterstützung von Veranstaltungen für die
ganze Schule.
Engagement schafft Bindung an die Schule und wirkt so den Problemen der modernen Gesellschaft (Vereinzelung, Gewalt,
Konsumhaltung, Orientierungslosigkeit) entgegen.
Die Helmholtzschule ist für viele eine Schule an der Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen, Schüler und deren
Eltern in diesem Sinne versuchen angemessene Identifikationsangebote zu schaffen.
Entdeckung und Entfaltung von Begabungen, Neigungen und Überzeugungen und Kern des schulischen Geschehens ist der Unterricht
im Klassen- bzw. Kursverband.
Maßgeblich für den Unterricht an der Helmholtzschule ist die Vermittlung der Fachinhalte auf der Grundlage der jeweils
geltenden Lehrpläne. Unsere Schülerinnen und Schüler kommen mit unterschiedlichsten famliauml;ren
Bindungsvoraussetzungen, so daß das Lehren mit dem Ziel die Schülerinnen und Schüler zum Studium zu befähigen,
auch kompensatorisch wirken muß.
Unterricht soll besonders heute auch Orientierung schaffen, sich in der Welt zurechtzufinden. Gefragt sind nicht nur
Fachkenntnisse und Spezialwissen sondern auch der Erwerb von Qualifikationen wie Teamfähigkeit, kommunikative und soziale
Kompetenz.
Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit den Anforderungen in Gesellschaft und Arbeitswelt. Sie findet statt durch die
Durchführung eines Betriebspraktikums durch die Einführung des Fachs Arbeitslehre und durch ein unterrichtsü
bergreifendes Angebot der Schullaufbahnberatung in Fragen von Studium und/ oder Berufsausbildung.
An der Helmholtzschule finden regelmäßig Fortbildungs- veranstaltungen (Pädagogische Tage, Fachtage, usw.)
statt um Bildung und Unterricht zu reflektieren und immer wieder neuen Erfordernissen entsprechend zu verändern. So werden
zunehmend fachbezogene oder auch fachübergreifende Projekte in den Unterricht integriert und Formen selbstorganisierten und
selbstbestimmten Lernens entwickelt.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang, daß die Helmholtzschule auch Ausbildungsschule für Referendarinnen und Referendare
ist. Diese bringen neue Ideen nicht nur in ihren eigenen Unterricht ein, sondern geben auch Interessante Impulse für die
Weiter- entwicklung des Unterrichts anderer Lehrerinnen und Lehrer.
"Agentur zur Vermittlung von Fachwissen", muß Angebote bereithalten, die auch eine Orientierung für die
Lebensgestaltung geben können.
Die Entwicklung kreativer und kornmunikativer Fähigkeiten geschieht im Rahmen von Aktivitäten des Schultheaters, des
Sports, des Chors und Orchesters, des von Schülern in eigener Regie betriebenen Schulradios und der Schach-AG. Dies sind
Aktivitäten, bei denen Schülerinnen und Schüler der Helmholtzschule auch in einer breiteren Öffentlichkeit
positiv in Erscheinung treten.
So dienen die Vorbereitung und Durchführung des Schüleraustauschs mit den USA, Kanada, Frankreich und Rußland
fremdsprachlichen Bereich sowie die regelmaßigen Kontakte von Chor und Orchester nach Skandinavien nicht nur der Öffnung
der Schule in andere Länder sondern ebenso der praktischen Anwendung und Erweiterung des Gelernten.
Der Praxisbezug steht auch bei Arbeitsgemeinschaften wie Forschen und Experimentieren der Garten- AG der Foto-AG der Verkehrs-AG
oder verschiedenen Computer-Kursen im Vordergrund.
Dem Ziel, die Schule als soziale Gemeinschaft zu gestalten und zu festigen, dienen das Schülercafe, die Mentorenarbeit
(Unterstützung der jüngeren durch ältere Schülerinnen und Schüler), sowie die Arbeit der Schü
lervertretung. Die zusätzlichen Perspektiven auf gesellschaftliches und politisches Engagement eröffnen.
Bei all diesen Angeboten bringen Schülerinnen, Schüler Eltern, Lehrerinnen und Lehrer auf unterschiedliche Weise
ihre vielfältigen Kompetenzen im Dienste der Schulgemeinde ein.
Wenn an dieser Stelle auch auf spezielle Bemühungen in der Drogenprävention und in der Beratung bei individuellen
haufig familiären Notsituationen hingewiesen wird so zeigt dies, daß die Helmholtzschule keine "Insel der
Seeligen" ist. Sie kann es angesichts der allgemeinen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftfichen Situation auch
nicht sein. Die hier versuchte Vorstellung der Helmholtzschule versteht sich daher gleichermaßen als Beschreibung und
Auftrag.