Ein Ergebnis intensiver schulinterner Diskussionen über Gewalt- und Drogenprävention war 1990 die Absicht, ein
Mentorensystem zu schaffen. Vorausgegangen waren dieser Initiative häufige Konflikte zwischen Schülern aus den 5. und 6.
Klassen und älteren Schülern. Die jüngeren Schüler hatten versucht, Kontake zu den älteren zu knüpfen. Sie wählten allerdings
meist ungeeignete Wege; die älteren fühlten sich oft belästigt.
Um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, wurde das Prinzip der Partnerklassen ausprobiert, woraus sich 1992 das bis heute
bestehende und z.B. durch die Mentorenarbeitsgemeinschaft weiterentwickelte Mentorensystem an der Helmholtzschule eingeführt.
Jede 5. Klasse sollte 4 Mentoren aus der Jahrgangsstufe 10, möglichst zwei Mädchen und zwei Jungen, gewinnen. Die Resonanz war
besonders unter den Schülerinnen sehr groß. Die älteren Schüler halfen ihren Schützlingen sich in der für sie neuen Schule
zurechtzufinden. Sie nehmen an Klassenveranstaltungen teil und stehen vor allem auf dem Schulhof als Ansprechpartner zur Verfügung.
Die Kinder der Unterstufe fühlen sich ernstgenommen und in die Schülerschaft integriert.
Jeden Dienstag und Donnerstag in der zweiten großen Pause sitzen zwei StreitschlichterInnen in Raum N07. Was machen sie eigentlich?
Wie wird man StreitschlichterIn? Sind das Schüler, die sich nicht streiten?
Verbreitet ist die Auffassung, ein Streitschlichter/eine Streischlichterin ist sanft, streitet sich nicht und hat selbst keine Konflikte.
Den Menschen gibt es nicht. Natürlich hat er oder sie genauso viel Konflikte wie alle anderen. Aber er/sie hat die Kenntnisse und die
Fähigkeit, bei anderen einen Streit neutral zu behandeln und ihnen bei einer Lösung zu helfen.
Was passiert bei der Streitschlichtung?/Wie kann ein Konflikt gelöst werden?
Beide Parteien müssen Vertrauen haben können. Keine Seite wird schuldig gesprochen. Es werden keine Strafen verhängt. Die
Konfliktparteien überlegen selbst, wie eine Lösung aussehen könnte. Der Inhalt des Gespräches ist vertraulich.
Der/die StreitschlichterIn ist also kein „Richter“, sondern er/sie hilft den beiden, selbst eine Lösung zu finden, mit der am
Ende beide einverstanden sind. Im Gegensatz zu den Lehrern kann er sich dafür Zeit nehmen und steht nicht unter Unterrichts- oder
Notendruck.
Der/die StreitschlichterIn ist verschwiegen und entscheidet nicht, was richtig oder falsch ist.
Wie bereiten sich die Streitschlichter vor?
Die SchülerInnen haben in der AG und bei einer Projektfahrt ein Verfahren gelernt, wie Konflikte besser gelöst werden können. Sie
haben dies in Form von Rollenspielen immer wieder geübt. Wichtig dabei ist eine genaue Beobachtungsgabe, denn wenn man einen Konflikt
lösen will, ist es notwendig, total neutral zu bleiben. Deshalb lernen sie z.B.: Wie muss ich zuhören? Wie wirkt sich ein bestimmter
Satz aus? Welche Rolle spielt mein Tonfall? War ich wirklich neutral? Welche Emotionen weckt die Situation bei mir selbst?
Wer kann sich an die Streitschlichter wenden?
In erster Linie kommen Schüler der Stufe 5 und 6. Sie kommen, wenn sie sich mit jemandem gestritten haben zu zweit, oder auch
allein, wenn sie mit jemandem ein Problem haben oder sich benachteiligt fühlen usw.
Ältere Schüler können sich auch an Herrn Abersfelder oder Frau May wenden.
Wer sind die Streitschlichter an der Helmholtzschule?
Die jetzigen Streitschlichter kommen aus den 9. und 10. Klassen:......................................
Wo findet man die Streitschlichter?
Kontakt über die Mentoren oder den Klassenlehrer
Sprechstunde in den großen Pausen
May/Af