Was ist eigentlich der Liebigschulverein ?


Geschichte des Vereins

Betrachten wir zunächst ein wenig die Geschichte . 1920 wies der Schularzt der Klingerschule in einer Elternversammlung darauf hin, wie wichtig ein Schullandheim für die Gesundheit von Stadtkindern sei. Daraufhin wurde von der Klingerschule in Endbach ein Haus für 85.000 DM erworben und 1921 als Landheim eingeweiht. Da die Klingerschule 1946 aufgelöst wurde, übernahm die Liebigschule 1947 das Landheim. 1950 zog die erste Klasse in Endbach ein. Viele inzwischen notwendig gewordene Reparaturen und Verbesserungen wurden vom Landheimverein, der durch Elternspenden der Liebigschule unterstützt wurde, vom Land Hessen und der Stadt Frankfurt durchgeführt, so dass 1959 das Landheim neu eingeweiht werden konnte. Die noch erhaltenen Bilder aus den folgenden Jahren zeigen, wie die Liebigschüler sich bereits damals die Zeit mit Tischtennisspielen vertreiben konnten. Der Biologieunterricht wurde im Freien oder in den Ställen der Endbacher Bauern gehalten.

Nach der Einführung der Koedukation in der Liebigschule 1966 wurden für das Landheim erneut Umbauten notwendig. Der Landheimverein beantragte bei der Stadt Frankfurt einen Zuschuss von 60.000 DM zu dem auf 150.000 DM veranschlagten Umbau. Es würde zu weit führen, alle Schwierigkeiten aufzuzählen, die die Finanzierung des Umbaus mit sich brachte. Schließlich entschloss sich die Schulleitung der Liebigschule mit dem Vorstand des Landheimvereins und dem Elternbeirat, das Landheim zu verkaufen und mit dem Verkaufserlös den Liebigschulverein zu gründen, der damit neue und für die Schüler der Liebigschule erweiterte Aufgaben übernehmen konnte. Laut Satzung ist der Zweck des Vereins „die materielle und ideelle Unterstützung der an der Liebigschule jetzt und in Zukunft entwickelten Programme zur Erziehung und Bildung der Liebigschüler“ (§ 2 der Satzung vom 13.10.71). Der Kapitalstock von 220.000 DM aus dem Verkauf machte das möglich.

Heutige Aufgaben

Damit sind wir bei den heutigen Aufgaben des Liebigschulvereins. Da der Liebigschulverein ein gemeinnütziger Verein ist und allen Schülern zugute kommen soll, wurden die ersten Projekte langfristig angelegt. So wurden zunächst 100 Paar Skier und Skischuhe angeschafft, damit alle Schüler an den in den 8. Klassen stattfindenden Skikursen teilnehmen können. Des weiteren wurden Musikinstrumente gekauft, die den Schülern leihweise überlassen werden, bis sie entschieden haben, ob sie das Instrument weiter spielen möchten und die Eltern gegebenenfalls selbst ein Instrument anschaffen. Aus diesen Projekten ergeben sich natürlich bis heute entsprechende Folgekosten. Nach den Skikursen wird die Skiausrüstung auf Kosten des Vereins überprüft, repariert und bei Bedarf ergänzt. Im Bereich der Musik organisiert der Verein bis heute den Instrumentalunterricht, in dem er die Räume der Schule zur Verfügung stellt, mit den Musiklehrern, die nicht dem Kollegium angehören, Verträge abschließt und einen Teil der Unterrichtskosten übernimmt. In den letzten Jahren wurde zunehmend auch die Chor- und Orchesterarbeit unterstützt, indem Zuschüsse für die Probenwochenenden gewährt und Noten angeschafft wurden. Selbstverständlich werden auch die verschiedenen Austauschprogramme gefördert.

Der Liebigschulverein kann seine Aufgaben nur wahrnehmen, wenn ihm genügend Geld aus den Kapitalerträgen, Mitgliederbeiträgen und Spenden zufließt. So fördern alle Mitglieder und Freunde des Liebigschulvereins die Bildungsaufgaben der Schule und tragen durch ihre Anregungen und ihr Interesse an der Tätigkeit des Vereins zu weiterem Engagement bei. 

Werden sie Mitglied im Liebigschulverein!

Der Liebigpreis

Seit 1990 gibt es einen Liebig-Preis, mit dem eine Abiturientin oder ein Abiturient für besondere Leistungen und den Einsatz für die Schulgemeinde geehrt wird. Dieser wurde vergeben:
    •  1991 Ulrich Voigt
    •  1992 Soo Zin Kim
    •  1993 Christoph Schick
    •  1994 Martin Schick
    •  1995 Achim Czasch
    •  1996 Oliver Bossert
    •  1997 Matthias Reumann
    •  1998 Fabian Kaisen
    •  1999 Stefan Nagelschmitt
    •  2000 Janna Hiemenz-Müller