Joey

Produktion

Nach "Sieh öfter fern", mit all den Erfolgen bei diversen Schüler-Theaterfestspielen, wollten wir natürlich noch einen draufsetzen. Uns war klar, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Als Musicaltruppe hatten wir uns im Rhein.Main Gebiet bereits eine guten Namen gemacht. Also sollte das, was jetzt kommt diesen Ruf noch festigen.
Allerdings ist auch unser Anspruch gestiegen. Die nächste Produktion sollte lebensnaher, realer sein und mit moderner Rock- und Popmusik noch deutlicher auch eine politische Botschaft verkünden. Es war kein sehr leichtes Unterfangen, dies alles in der Form des Musicals (vom Ursprung her eher seicht, sentimental bis kitschig) auf die Bühne zu bringen.
Aber auch hier war wieder Verlass auf unsere geniale Autorin Helga Daub, die diesmal die Story im Jugendmilieu ansiedelte mit all seinen aktuellen Problemen wie Leistungsdruck, Arbeitlosigkeit und emotionaler Kälte. Joey, der arbeitslose Phantast war geboren, nun galt es, diese Person und seine Welt auf der Bühne zum Leben zu erwecken.

Zum Hintergrund des Musicals (aus dem Programmheft)

Hintergrund

 

Die Probenarbeiten und der Kulissenbau liefen perfekt ab. Unsere Darsteller sind im Laufe der Jahre richtige kleine Profis geworden. Mittlerweile hatten alle eine ganz besondere Beziehung zum Team aufgebaut. Das gemeinsame Ziel war, ein gutes Stück so gut auf die Bühne zu bringen, dass es das Publikum begeistert. Und dieses Ziel wurde von jedem der Mitwirkenden mit viel Disziplin, Engagement und Ergeiz verfolgt.
Auch musikalisch konnten wir uns durch die Unterstützung von professionellen Musikern enorm steigern und die Bühnendarbietung noch eindrucksvoller gestalten. Neben Klavier, Gitarre, Schlagzeug und Bass, waren in unserer Band zusätzlich Posaune, Saxophon, Orgel, Percussion und Synthesizer vertreten. Die Songs, diesmal aktuelle Pop- und Rocksongs wurden in bewährter Form studiomäßig eingespielt. Anschließend ließen wir die Darsteller ihre Teile zusätzlich auf Band einsingen und benutzten bei der Aufführung diese Playbacks als zusätzlich Stütze für die eigene Stimme. Auch diese Technik hatten wir im vorherigen Stück schon mit Erfolg angewandt.

Team

Bühnentechnisch konnten wir durch die Anschaffung von etlichen Richtmikrofonen nun auch die Liveübertragung der Textpassagen enorm verbessern. Auch kulissentechnisch waren wir durch das Fein-Tuning beim Bau um einiges perfekter geworden und konnten uns jetzt richtig auf schnelle und rasante Umbauten auf offener Bühne konzentrieren und diese schnell wechselnden Bühnenbilder in die Handlung oder in Tanz- und Gesangsszenen einbauen.
Damit dies bei den Aufführungen ohne Pannen ablief, setzten wir zum ersten Mal einen Bühnenmanager ein. Das war ein Mitglied vom Team, der auch kleine Darstellerrollen besetzte, aber hauptsächlich für den organisatorischen Auflauf auf der Bühne verantwortlich war.
Die positive Wirkung auf unser Publikum blieb nicht aus, was in dem nebenstehenden Auszug einer Kritik sehr deutlich wird.
Aus der ehemaligen Theatergruppe ist also mittlerweile ein kleines eigenständiges Produktionsteam geworden.
Bieberstein

Auszug aus dem Programmheft zur Regie- und Produktionsarbeit:

Regie

Neben dem guten Verlauf der Vorbereitungszeit war die Premiere dann auch ein großer Erfolg.
Die anschließende Spielzeit gestaltete sich äußerst erfolgreich. Wir hatten zwar nicht so viele Auftritte, wie bei vorherigen Stück, aber das war auch bedingt durch die terminlichen Probleme unserer Darsteller. Die meisten von ihnen standen schon in der Berufsausbildung oder waren mittlerweile auf weiterführenden Schulen. Und das bedeutete für jeden einen harten Arbeitstag, in dem nicht mehr so viel Freizeit zur Verfügung stand. Theaterspielen war in dieser Spielzeit nicht nur einmal verbunden mit Urlaub nehmen und das konnten wir natürlich nicht überziehen.

Allerdings hatten wir ein paar hochkarätige Auftritte in dieser Spielzeit. Gleich nach der Premiere durfte Robs Theaterteam eine Woche lang am Hessischen Schultheater Festival auf Schloss Bieberstein teilnehmen und machte mit einer überragenden Vorstellung die Truppe und das Stück hessenweit bekannt. Dies zog Aufführungen bis nach Rodgau und hoch nach Weilburg nach sich.