
Produktion
Nach dem Misserfolg von "Goldene Zeiten" haben wir uns eine ganze Menge Zeit gelassen, um in vielen Gesprächen eine interessante und spannende Geschichte für die anstehende neue Produktion zu finden. Den Fehler, überstürzt an die Sache ranzugehen, wollten wir nicht noch einmal machen. Und so dauerte es auch einige Monate bis wir uns auf das immer aktueller werdende Thema Fernsehen verständigten. Es sollte ein Musical mit all den Facetten werden, die das Fernsehen bietet. Show, Talk, Tanz, Seriengesülze, Clownerie, Werbung, Stars und Sternchen, Intrigen und Manipulation. Auch wollten wir weg vom englischen Playback, die Darsteller sollten in deutscher Sprache und so weit wie möglich Live singen. Jeder kann sich vorstellen, dass gerade diese Premiere ein ganz besonderer Nervenkitzel war. Das letzte Stück war ein Reinfall und wenn wir jetzt auch wieder daneben lagen, dann bedeutete das wohl für uns das das Ende der Theaterarbeit. Ich glaube, das fühlten auch unsere fast 30 jungen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne. Sie spielten sich so in die Herzen des Publikums, dass sich die Presse ähnlich begeisternd überschlug wie Jahre zuvor bei der Kleinen Lady. Das war ein perfekter Start in eine außergewöhnlich ereignisreiche Spielzeit. |
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Im Laufe der nächsten 15 Monate wurden wir mit dem Stück zu drei Theaterfestivals eingeladen und traten 11 mal auf neun verschiedenen Bühnen auf. Darunter "richtige" Theaterbühnen in Frankfurt, wie das Kammerspiel der Städtischen Bühnen, das Theater am Turm und die Katakombe am Zoo. Das war für alle beteiligten Darsteller und auch uns als Verantwortliche für Buch, Regie und Inzenierung ein großes Erlebnis und auch eine schöne Würdigung unserer Arbeit.
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| Im April 1983 brachten wir nach einem sehr erfolgreichen Jahr auf den Bühnen des Rhein Main Gebiets "Sieh öfter fern" das letzte Mal zur Aufführung. Mittlerweile hatten einige unserer Darsteller schon die Schule verlassen und standen mit beiden Beinen in der Berufsausbildung, waren aber trotzdem noch mit Herz und Seele in unserer Truppe dabei. |
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