Bienen-AG in der Ohetalschule

                                      

Überblick:

 Unsere Anfänge

 Wie wir arbeiten

 Karriere einer Arbeitsbiene

 Jungvolk gründen

Am Anfang war...

Die große Bedeutung der Biene für Mensch und Natur liegt in der Bestäubung. Der Honig ist ein zuckersüßer Mitnahmeeffekt, auf den kein Imker verzichten mag.

Beide Aspekte wollen wir mit der Gründung einer Bienen-AG in der OTS miteinander verbinden: den ökologischen und den genußvollen.

Da die Bienen sehr empfindlich auf Umweltgifte reagieren, muss der Mensch Umwelt und Bienen schützen, damit ihre Lebensbedingungen erhalten bleiben.

Die Schule ist ein guter Ort dafür, bei Schülern durch den praktischen Umgang mit diesen Lebewesen frühzeitig ein solches Bewusstsein zu entwickeln.

Dies war die Basis für die Gründung einer Bienen-AG, deren Gründungsväter in der Ohetalschule Bodo Uhlmann und Burkhard Nasemann sind. Die Mittel im Werte von ca. 2000,- DM für eine Grundausstattung (Geräte & drei Völker) stellte die Schule 1999 zur Verfügung, sodass bereits im Juni mit der Arbeit begonnen werden konnte.

Eine Mutprobe half bei der Auswahl geeigneter 'Mitarbeiter': 20 Sekunden lang war eine mit Bienen voll besetzte Wabe ohne Handschuhe zu halten. Sieben allergiefreie Schüler wurden auf diese Weise gefunden.

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Burkhard Nasemann
mit seiner Bienen-AG

Arbeitsweisen...                                                          

Höhepunkt aller Aktivitäten ist immer das Schleudern (Honigernte). Wir vermarkten unsere süße Schlemmerei auf dem Schul-Herbstmarkt und auf Anfrage. Stammkunden sind wie wild auf unseren Raps- und den Wildblütenhonig, für den wir per Computer eigene Etiketten entwickelt haben.

Wir arbeiten mit Magazinbeuten im Deutschen Normalmaß (DN), d.h es gibt pro Volk drei Etagen mit jeweils zehn Waben. Die oberste Etage ist durch ein Absperrgitter als reiner Honigraum ausgewiesen.

 

Die unteren zwei Etagen dienen als Honig- und Brutraum. Wir betreiben in der Regel die Zwei- Etagen-Überwinterung. Das Winterfutter besteht in etwa aus vier bis fünf verdeckelten Honigwaben, die nicht abgeschleudert wurden sowie fünf Waben, in denen der Futterteig Apifonda gesammelt wurde. Der Rest sind Leerwaben, die sich überwiegend im unteren Magazin befinden und auf denen sich die Wintertraube bildet.

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Maloche einer Arbeiterin...

Ein befruchtetes Ei (weiblich), das in eine normale Wabenzelle gelegt und mit einem Gemisch aus Pollen und Honig ernährt wird, ergibt eine Arbeitsbiene.

Das Ei verwandelt sich am 4. Tag in eine Larve.

Am 8. Tag verdeckeln die Bienen die Zelle und die Verwandlung setzt sich im Geheimen fort: Die Larve bildet erst einen Kokon, dann eine Puppe, die am 21. Tag schlüpft. Das Insekt zerreißt den Wachsdeckel seiner Zelle und ist von nun an sofort in der Lage, seine vielfältigen Aufgaben anzupacken.

In ihren ersten Lebenstagen verrichtet die Arbeiterin den Job einer Putzfrau, die die Wabenzellen für neue Eiablagen reinigt und den Stock sauber hält.

Danach ist sie Amme und versorgt die Larven mit Nahrung.

Schließlich verstaut sie die Pollen und den Nektar in den Zellen und sorgt als Ventilator für Frischluft im Stock.

Vierzehn Tage nach dem Schlüpfen produziert sie erstmals Wachs und wird zur Wabenarchitektin.

Danach schließt sie sich der "Wach- und Schließgesellschaft" am Stockeingang an, indem sie die Einflugschneise kontrolliert.

Erst nach dem 22. Tag darf sie ihre Versorgungsflüge starten, um Nektar, Pollen und Propolis einzusammeln.

Eine derartige Maloche schlaucht so, dass eine Arbeitsbiene nach 4-5 Wochen dem "sudden death" erliegt. (Nur Winterbienen können bis zu 9 Monate leben).

Auszug aus unserer Arbeit: Nachwuchs schröpfen....

Einem starken Volk entnahmen wir mehrere (4) gut besetzte Brutwaben, natürlich einschließlich der Bienen, gaben diesen noch (2) Mittelwände und (4) ausgebaute Leerwaben hinzu und stellten diese zusammen in den Ablegerkasten (10 Waben).

Der Ableger wurde, bevor er für 24 Stunden in Keller-Dunkelhaft kam, noch mit Futterteig versorgt. Danach wurde er vom Standort des Stammvolkes entfernt aufgestellt und zum Flug freigegeben.

Die Weiselzellenbildung, die jetzt eintrat, war erwünscht, weil sich dieses Neuvolk eine eigene Königin bilden sollte.

Im August 2001 hatte sich dieses Neuvolk bereits prächtig entwickelt und auch das Stammvolk hat sich von dieser Brutschwächung wieder erholt.

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