Feldbergschule

Die Feldbergschule ist eine Förderschule für Erziehungshilfe und Kranke. Sie arbeitet nach den Lehrplänen der Grund-, Haupt- bzw. Realschule und schließt mit dem Haupt- oder Realschulabschluss ab (in Vorbereitung). In den Klassenstufen 1 bis 10 werden ca. 80 Schülerinnen und Schüler von 14 Lehrkräften in 10 jahrgangsübergreifenden Klassen unterrichtet.
Um den besonderen Problemlagen der Schülerinnen und Schüler gerecht
werden zu können, gibt es neben dem Unterricht im Klassenverband individuelle
Lernangebote, die unter dem Motto „Einstieg für Aussteiger“ eine
Heranführung und Wiedereingliederung in den Schulalltag ermöglichen
und zu einer erfolgreichen Mitarbeit in einer Klasse führen sollen.
Entsprechend der Lernausgangslage und dem aktuellen Leistungsvermögen
gehören
hierzu:
Einzel-
und Kleinstgruppenunterricht- die Arbeit in Projekten des Werkstattunterrichts
- musik- und kunsttherapeutische Ausdrucksformen
- die individuelle Begleitung in den Unterricht der Klasse
- erlebnispädagogische Aktivitäten
Daneben wird die Teambildung von Kolleginnen und Kollegen jahrgangsnaher Lerngruppen
angestrebt, um über flexible Unterrichtsformen dem Problemlösungsbedarf
an einer Schule für Erziehungshilfe näher zu kommen. Darüber
hinaus werden auf der Grundlage überschaubarer Beziehungsstrukturen, adäquater
Beteiligungsformen und gezielter pädagogischer Auseinandersetzung positive
Lern- und Verhaltenserfahrungen in verschiedenen Lerngruppen möglich,
die eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Rückschulung
bilden.
Die Schule für Erziehungshilfe ist ihrem Auftrag entsprechend eine „Durchgangsschule“,
d.h., die Schülerinnen und Schüler sollen die Schule für eine
begrenzte Zeit besuchen und an die allgemeine Schule zurückgeführt
werden, wenn das Verhaltens- und Leistungsvermögen sowie die Lebensumstände
eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht der Regelschule erwarten lassen oder
dort ein entsprechendes sonderpädagogisches Förderangebot organisiert
wird. Erscheint aufgrund der Art und Schwere der Beeinträchtigung eine
Rückführung in die bereitstehenden Systeme nicht erfolgversprechend,
ist der Erwerb des Haupt- bzw. Realschulabschlusses nach Ablegung der entsprechenden Prüfung
möglich.
Für Jugendliche, die in Bezug auf ihre Schullaufbahn deutlich überaltert
sind, besonders große Leistungsrückstände aufweisen und deren
Einstellung zu Schule und Unterricht sehr stark von Ablehnung und Unlustgefühlen
geprägt ist, wird an der Feldbergschule Werkstattunterricht angeboten,
in dessen Rahmen Projekte mit „Ernstcharakter“ wie der Schulkiosk,
die Kantine/der Mittagssnack oder das Weihnachtsmarktprojekt mit seinem Verkauf
von selbst gefertigten Produkten aus den Werkstätten der Schule entstanden
sind.
Ziel dieses Angebotes ist es
- die Jugendlichen an berufsvorbereitende Maßnahmen heranzuführen
- ihre Motivation zu stärken
- das Durchhaltevermögen zu trainieren
- ihre Bereitschaft zur Mitarbeit in solchen Maßnahmen zu fördern
Voraussetzung für eine gezielte Förderung ist die Erstellung differenzierter
und individualisierter Förderpläne für jedes einzelne Kind und
jeden Jugendlichen. Bei der Planung der Angebote werden die Ressourcen der
Schüler, die erzieherischen und unterrichtlichen Inhalte, die methodischen
Zugänge sowie organisatorische Lernstrukturen reflektiert und berücksichtigt.
Wesentlicher Bestandteil der individuellen Förderung ist die regelmäßige
und enge Zusammenarbeit mit allen am Erziehungsprozess Beteiligten wie Eltern,
Erzieherinnen, Sozialarbeitern, Familienhelfern, dem Jugendamt und anderen
Institutionen.
Neugierig geworden?
Wenn Sie mehr wissen möchten
| Kapitel I: Unser Weg zum Schulprogramm | |
| Kapitel IV: Konzeptbausteine |









