Kollegium
Unser Kollegium: Das sind 7 Lehrerinnen, 6 Lehrer, 1 Diplompädagoge und
1 Diplompädagogin sowie 1 Referendarin im Alter von 28 bis 64 Jahren.
Nach langjähriger Konstanz sind in den letzten beiden Jahren einige junge
Kolleginnen und Kollegen an die Feldbergschule gekommen. Die meisten von uns
arbeiten aber schon seit vielen Jahren an der Schule.
Wichtig für das Kollegium sind aber auch die anderen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter, die sowohl die pädagogische Arbeit als auch die Abläufe
in der Schule tatkräftig unterstützen können: Die Sekretärin,
der Hausmeister und zwei Zivildienstleistende.
Hinzu kommen Honorarkräfte für besondere Angebote im sportlichen
oder künstlerischen Bereich sowie SozialpädagogInnen oder ErzieherInnen,
die einzelne Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung schwerwiegender
schulischer Schwierigkeiten und der Integration in eine Lern- oder Projektgruppe
begleiten und unterstützen.
Wir haben festgestellt, dass sich unser Arbeitsfeld an der Schule für
Erziehungshilfe verändert hat: Sozialpädagogische Aufgabenbereiche
sind in zunehmendem Maße integraler Bestandteil unserer LehrerInnenrolle
geworden, was Flexibilität und Einsatzbereitschaft verlangt. Dazu kommt
eine Arbeitsverdichtung durch Außenfaktoren wie die Erhöhung der
Pflichtstundenzahl, das Streichen der Deputate, eine Veränderung unserer
Schülerschaft durch schulpolitische Entscheidungen und strukturelle Maßnahmen
in der Jugendhilfe sowie die antizipierte Erwartungshaltung von Schulaufsicht,
Schulträger, Jugendhilfe und Eltern, nicht zuletzt des Kollegiums selbst.
Die Arbeit in Grenzsituationen erfordert Belastbarkeit, Stehvermögen,
Konfliktfähigkeit, Krisenmanagement, das Aushalten von Ratlosigkeit und
Betroffenheit, aber auch Professionalität, Kreativität, Lernfähigkeit,
Querdenken, Mut zu Neuem, Gelassenheit und Humor. Dazu ist die Unterstützung
durch Subsysteme innerhalb des Kollegiums wie die Arbeit in Teams bzw. in Stufen-
und Kooperationsmodellen notwendig, um sich trotz der Zeit- und Arbeitsintensität über
den schulischen Alltag auszutauschen, für Entlastung zu sorgen und die
Möglichkeit zu Reflexion und Konfliktbewältigung zu nutzen sowie
die Entwicklung und Umsetzung innovativer Lösungen mit gegenseitiger Unterstützung
zu initiieren.
In diesem Zusammenhang kommt der „Kollegialen Beratung“ (siehe
auch Schulprogramm) ein besonderer Stellenwert zu. Wichtig erscheint uns darüber
hinaus die Bereitschaft kontinuierlich unsere fachlichen und sonder-pädagogischen
Kompetenzen durch Fort- und Weiterbildung zu erweitern oder zusätzliche
Qualifikationen pädagogisch-therapeutischer Art zu erwerben.
Zusatzqualifikationen im Kollegium liegen in folgenden Bereichen vor:
• Beratung
• Mediation und Konfliktmanagement
• Lions Quest
• Gewaltprävention
• Kinderpsychotherapie
• Familientherapie
• Kunst- und Musiktherapie
• Psychomotorik
• Sprachtherapie
• Entspannungstechniken
• Theaterpädagogik
• Umweltpädagogik einschließlich Erlebnispädagogik
• Kanu fahren
• Klettern
• Psychomotorik
• PC und Internet
• Suchtprophylaxe
Darüber hinaus sind gemeinsam geplante und durchgeführte schulinterne
Fortbildungsveranstaltungen ein zentrales Mittel zur Professionalisierung und
Motivation. Sie können Entscheidungsspielräume des Kollegiums erweitern
und eine Atmosphäre der Kooperation, Verlässlichkeit und gegenseitigen
Anerkennung stärken.
Verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Biografien, Erfahrungshorizonten,
Hoffnungen und Träumen machen zusammen Schule. Dabei gibt es Gemeinsamkeiten
und Unterschiede – auch in der Innovationsbereitschaft. Eine gute Schule
zeichnet sich durch einen gewinnbringenden Umgang damit aus, indem Unterschiede
als bereichernd und fruchtbar angesehen werden.
Aufgabe aller ist es, eine Balance zwischen gemeinsamen Grundpositionen und
Freiräumen für den Einzelnen zu finden und dabei ein Maximum an Konsens
zu erzielen, um für den Umgang mit den Schülerinnen und Schülern
an einer Schule
für Erziehungshilfe ein klares Konzept zu haben.
Gemäß des Mottos einer kanadischen Schule – „Problems
are our friends“ – haben auch wir uns zu einer lernenden Organisation
entwickelt und setzen auf gute Zusammenarbeit!

