Broschüre zum 20-jährigen Jubiläum der Otto-Ubbelohde-Schule
Länger gemeinsam lernen- das bedeutet![]() |
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Förderung von
Mit Eltern Schule machen |
Mit Schülern Schule machen |
| Mittagsbetreuung für die 1. und
2. Klassen Gemeinsame Feste vorbereiten und feiern Förderverein Projekte anbieten Leseförderung |
Schülerverwaltung (SV) Klassensprecher / Schulsprecher Klassenrat |
Gestaltung des Unterrichts
gute Erfahrungen mit den Übergängen nach der 6. Klasse gemacht,
Schülerinnen, Schüler und ihre Eltern nach den Übergängen befragt mit dem Ergebnis:
Erfolgreiche Mitarbeit an allen weiterführenden Schulen innerhalb und außerhalb Marburgs.
2009/2010
Gib dem Hungernden einen Fisch, und er wird einen Tag satt.
Lehre ihn fischen, und er wird nie mehr hungern.
(Chinesisches Sprichwort )
Unterschiedliche Begabungen und unterschiedliche Lernvorerfahrungen sind normale Gegebenheiten in allen Lerngruppen. Die optimale Förderung jedes Kindes kann folglich nur durch Bereitstellung individueller Lernangebote und Einübung unterschiedlicher Lernformen gelingen. „Durch entsprechende Angebote von Medien, Methoden und durch gezielte Anleitung und Beratung wollen wir die Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit, die Selbstständigkeit und die Kooperationsfähigkeit jedes einzelnen Kindes auf den Weg bringen.“ (Broschüre „Otto-Ubbelohde-Schule Marburg“, S. 18).
Die kompetenzorientierte Ausrichtung des Unterrichts ist seit vielen Jahren zentrales Anliegen unserer Schule. Die Chance fachliche und überfachliche Kompetenzen langfristig durch entsprechende Lernbegleitung aufzubauen ist in einer sechsjährigen Grundschule aus unserer Sicht in besonderem Maße gegeben.
Bausteine unserer schulischen
Förderung
1. Förderliche
Unterrichtsgestaltung für alle Lernenden
· Binnendifferenzierung im Unterricht als Förderprinzip für alle Lernniveaus: Tagesplanarbeit, Wochenplanarbeit, Lernen an Stationen, Werkstattunterricht – in vielen Stunden, in allen Lerngruppen
· Soziales Lernen: Partner- und Gruppenarbeit, Helferprinzip
2. Gezielte Förderung
bei besonderem Bedarf
· Förderung von einzelnen Lernenden oder Kleingruppen im Rahmen von Teamteaching (pro Jahrgangsstufe eine Stunde vormittags)
· je eine durch LehrerInnen geleitete Hausaufgabenfördergruppe an drei Nachmittagen
· durch LehrerInnen geleitete Fördergruppen in D (2 Stunden), M (1 Stunde), E (1 Stunde) , M/D (2 Stunden)
· parallel zum Unterricht in Absprache mit den Lehrern/Lehrerinnen flexibel eingesetztes Lesetraining mit einzelnen Schülerinnen der 1./2. Klassen durch unsere „Bücherei-Mütter“
· eine durch unsere FSJ-Kraft betreute Fördergruppe „Tägliches Rechtschreibtraining am PC“ („gut“-Programm, täglich ca. 20 Min. vor dem Unterricht)
· zwei durch eine Studentin geleitete zweistündige Kurse „Allez la France“ im Rahmen unserer Nachmittagsangebote
· eine Fördergruppe „Französisch am PC“ (Software zum Lehrgang Cornelsen)
· eine zweistündige Fördergruppe D/M für SchülerInnen aus Stufe 6, die nicht am Französischunterricht teilnehmen
Wenn unsere oben aufgeführten, ressourcenbedingt begrenzten Fördermöglichkeiten nicht greifen, suchen wir in Kooperation mit den Eltern professionelle Unterstützung durch den schulpsychologischen Dienst (Frau Lutz) oder das Beratungs- und Förderzentrum (Herr Wild und Frau Schäfers-Ungruh, zwei Termine wöchentlich). Bei Entbindung von der Schweigepflicht können wir überdies mit Logopäden, Ärzten, Lerntherapeuten zusammen arbeiten.
3.
Förderpläne
Für alle SchülerInnen, die aus unserer Einschätzung von Lernversagen oder Klassenwiederholung bedroht sind, dient ein von Klassen- bzw. Fachlehrern erstellter Förderplan als Instrument gezielter Unterstützung zur Überwindung der beobachteten Schwächen. Eine auf dem Lehrerzimmer-PC installierte Maske (s. Anhang) unterstützt die Kolleginnen/Kollegen bei der Erstellung. Der Plan ist ein Reflexionselement für alle Beteiligten. Es wird an vorhandene Stärken angeknüpft, konkrete Ziele und Maßnahmen der Förderungen für einen abgegrenzten Zeitrahmen werden formuliert. Auch Eltern und SchülerInnen werden in die Erstellung bzw. Umsetzung des Plans einbezogen.
Der Förderplan ist Grundlage unterrichtlichen Handelns, gegebenenfalls auch zusätzlicher außerschulischer Maßnahmen (von Eltern hinzugezogene Fachkräften).
Er wird halbjährlich aktualisiert und dokumentiert auf diese Weise die Lernentwicklung des betroffenen Kindes.
Strategisches Ziel 1 „Leseförderung in der Grundschule“
Lesekonzept der Otto-Ubbelohde- Schule Marburg
„Lesen
heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne“
(Jean
Paul)
(Broschüre OUS S.28)
Der Leselehrgang der OUS Marburg orientiert sich an dem
Konzept „Lesen durch Schreiben“. Von Beginn an benutzen die Kinder eine
Anlauttabelle. Sie können sich auf diesem Weg Buchstaben
und Wörter relativ schnell selbstständig erschließen.
Zusätzlich verwendet werden die Marburger Handzeichen.
Der Erstleseunterricht zeichnet sich durch unterschiedlichste
Leseübungen aus:
-
Verwendung von lautgetreuem Wortmaterial – lautierendes Lesen
-
Blitzlesen
-
Auf- und
Abbauübungen einzelner lautgetreuer Wörter
-
Wort –
Bild Zuordnungen
-
Lese –
Mal Blätter
-
Reime
-
Gedichte
-
Silben
lesen
-
Leises
Lesen
-
Partnerlesen
-
Übung
kleinerer Lesevorträge vor der Klasse
-
sinnerfassendes Lesen (z.B. Beantwortung von Fragen zu Lesetexten,
Ankreuzen von richtigen oder falschen Aussagen mit anschließender
Selbstkontrolle, ...)
-
den
eigenen Lesevortrag aufzeichnen und darüber mit der Lehrkraft / Klasse
ins Gespräch kommen
-
Lesen
mit verteilten Rollen
Neben dem Erwerb der Lesekompetenz im 1. Schuljahr spielt das
Wecken und Erhalten des Leseinteresses, also die
Entwicklung einer sog. Lesekultur eine über alle
Schuljahre hinweg wichtige Rolle.
In
unserem vorläufigen Lesekonzept aus dem Jahr 2006 hat sich das Kollegium
über vielfältige Möglichkeiten verständigt, die zur Entwicklung dieser
Lesekultur beitragen sollten.
Im Jahr
2008 hat sich durch eine schriftliche Abfrage im Kollegium ergeben, dass
diese Möglichkeiten intensiv und konstant genutzt werden.
Ein Ritual z.B. ist das tägliche Vorlesen beim gemeinsamen
Frühstück in den unteren Klassen. Die LehrerIn sucht passende
Kinderbücher aus und hin und wieder werden auch von den Kindern beliebte
Bücher zum Vorlesen von zu Hause mitgebracht. In manchen Klassen ist es
mit den Eltern verabredet, dass ein Geburtstagskind anstatt Kuchen oder
Süßigkeiten seiner Klasse ein Buch für die Klassenbücherei schenkt.
Die Schule nutzt intensiv die vielfältigen Angebote der
Stadtbücherei.
Im 1. Schuljahr kommen die MitarbeiterInnnen der Marburger Stadtbücherei
mit ihrem „Bilderbuchkino“ in die Schule. In weiteren Jahren werden die
Kinder spielerisch an die Ausleihe herangeführt, Bücher- und
Medienkisten werden eifrig genutzt (s. Infoordner).
Auch unsere Schülerbücherei in der OUS ist recht gut
sortiert. Jeweils jeden Tag in der 2. Pause (11.30 – 11.45 Uhr),
dienstags von 8.50 bis 9.35 Uhr, mittwochs von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr
und jeweils mittwochs und donnerstags von 12.30 bis 14.30 Uhr
ist sie für die Kinder geöffnet. Betreut wird die Bücherei durch
zwei Mütter, aber auch von einigen Sechstklässlern in den großen Pausen,
die für die Ausleihe zuständig sind.
Sogenannte Lesezeiten, in denen die Kinder sich kleine
Texte oder Bücher aus der Klassen- oder Schulbücherei holen, um eine
vereinbarte Zeit darin zu lesen, werden von Anfang an in den Unterricht
eingebaut. In den unteren Klassen bleiben die Kinder mit den LehrerInnen
manchmal für eine ganze Lesenacht in der Schule.
Projektartig werden im Deutsch-/Sachunterricht Lektüren
gelesen und daran das Arbeiten am Text gelernt. Ab dem 2. Schuljahr kann
jedes Kind am Ende der Lektüre selbstständig mithilfe des
Computerprogramms „antolin“ überprüfen, ob es den Inhalt
des Buches verstanden hat.
Buchvorstellungen
sind ein wichtiger Bestandteil des Leseunterrichts. Sie sind eine Form
der Präsentation, die die Zuhörer anregen soll, nach einer gelungenen
Vorstellung, das Buch anschließend selbst zu lesen.
Darüber hinaus finden in der OUS Marburg immer wieder
Autorenlesungen statt.
Auch Schauspieler des Marburger Schauspieles lasen den Kindern
aus altersangemessenen Büchern vor vor.
(Broschüre OUS S. 28 ff.)
Die Eltern erhalten zu Beginn eines jeden Schuljahres auf
Elternabenden Hinweise zur Leseförderung ihrer Kinder (z.B. Informieren
über die im Unterricht angewandten Lesetechniken und -strategien,
Buchtipps für zu Hause S: Infoordner).
Ein weiterer wichtiger Bestandteil unseres Lesekonzepts ist die
Diagnose und Förderung bei Schwierigkeiten im
Leselernprozess.
-
„Gang
durch Hörhausen“ oder „ARS“ sind als Lesetests bekannt und werden zur
Klärung der Kompetenzgrundlage bei einzelnen Kindern nach Bedarf während
des 1. Schuljahres durchgeführt.
-
Ab diesem Schuljahr wird erstmals auch der Lesetest der 2. Klassen
wichtige diagnostische Aussagen für jedes Kind liefern.
-
Ebenfalls geben die Ergebnisse der Orientierungsarbeiten Deutsch
Aufschluss über die Lesekompetenzentwicklung der Drittklässler.
-
Zum Ende
eines jeden Schuljahres wird der Stolperwörterlesetest in jeder
Klassenstufe bis einschließlich Klasse 4 durchgeführt.
Mit
relativ geringem Zeitaufwand erhält man mit diesem Test einen recht
guten und genauen Überblick über die Lesekompetenz aller Kinder einer
Klasse.
Weitere Möglichkeiten der individuellen Lernstandsbestimmung sind:
-
individuelle von der Lehrkraft zusammengestellte Lernkontrollen
(„Freitagsblätter“)
-
Beobachtung des individuellen Leselernprozesses einzelner Kinder in
Kleingruppen – möglich durch Doppelbesetzung im Unterricht
Gerade
in diesem Bereich der Diagnose und Förderung bei Leseschwierigkeiten
besteht nach wie vor im Kollegium ein verstärkter Fortbildungswunsch.
Anregungen und Ideen zur Leseförderung befinden sich in einem Ordner im
Lehrerzimmer, der dem Kollegium zugänglich ist. Jede Lehrkraft kann
passende Materialien dort einsortieren.