Mittagsbetreuung

Pädagogisches Konzept der Mittagsbetreuung an der Otto-Ubbelohde-Schule

Selbstverständnis der Mittagsbetreuung und organisatorische Umsetzung

Auf Initiative der Eltern ist 1991 die Mittagsbetreuung entstanden für angemeldete Kinder der 1. und 2. Klassen ( bei ausreichenden Kapazitäten auch für einzelne Kinder der 3. Klassen) und wird in ihrer jetzigen Form vom Betreuungsteam - bestehend aus drei festangestellten Erzieherinnen und mehreren Honorarkräften - selbstständig organisiert. Der Vorstand des Fördervereins unterstützt diese Arbeit verwaltungstechnisch.

Die Mittagsbetreuung sieht ihr Aufgabengebiet nicht in der Hausaufgabenhilfe, sondern sie schafft Voraussetzungen, den Kindern täglich vielfältige und altersübergreifende Angebote zu unterbreiten. Sie entscheiden selbständig und freiwillig, welches Angebot sie für sich nutzen wollen. Regelmäßige Rahmenbedingungen (feste Bezugsperson, gleiche Räumlichkeiten sowie drei feste, gemischte und altersübergreifende Gruppen) sind wichtiger Bestandteil der Arbeit

Ferienbetreuung

Die Betreuung findet nicht nur in der Schulzeit statt, sondern wird auch auf einen Teil der Ferien ausgedehnt. Die längere Betreuungszeit (08.00 - 14.00 Uhr) ist auch günstiger für größere Unternehmungen. Vor allem die Wünsche der Kinder werden besonders in der Ferienbetreuung bei der Planung berücksichtigt. Auch die Kontakte zueinander sind in dieser Zeit enger. Da nicht alle Kinder diese Betreuung nutzen, können wir auch täglich mit den Kindern eine warme Mahlzeit zubereiten.

Leider sind wir während der Schulzeit aus organisatorischen Gründen nicht in der Lage, ein Mittagessen bereitzustellen. Wir bieten jedoch täglich Essen in Form von Snacks und Trinken an.

Die Teamsitzungen

mit allen Betreuungskräften sind in unserer Arbeit ein wichtiger Bestandteil. Sie finden in 14-tägigem Rhythmus statt. Diese Beratungen nutzen wir vor allem zur Planung und Vorbereitung größerer Vorhaben, für die Gestaltung der Arbeit mit den Eltern und zu Aussprachen über unsere inhaltliche und pädagogische Konzeption

Engere Kontakte zu den Eltern

erreichen wir auch mit Eltern-Kind-Veranstaltungen, Elternabenden und persönlichen Gesprächen. Frau Nau übernimmt die Verbindung zwischen Schule, Mittagsbetreuung und Vorstand des Fördervereins. Dadurch können Fragen oder Anliegen schnell weitergegeben und geklärt werden.
Das Team trifft sich täglich um 11.15 Uhr zur Vorbesprechung, um die Arbeitsaufgaben für diesen Tag zu koordinieren. In dieser halben Stunde bis zum Beginn der Betreuung werden wichtige organisatorische Aufgaben besprochen, Angebote abgestimmt oder auch aufgetretene Probleme des Vortages angesprochen, evtl. geklärt oder auch Maßnahmen hierfür beraten bzw. neue Teambeschlüsse formuliert.
Für die Kinder beginnt die Mittagsbetreuung um 11.45 Uhr mit einem Stuhlkreis in jeder Gruppe. Er dient einerseits dazu, Schule langsam ausklingen zu lassen und evtl. aufgestauten Druck des Vormittags abzubauen. Alle wichtigen Vorhaben werden kurz besprochen und Orientierungshilfen für alle angeboten. Jede Betreuungsperson bietet eine Aktivität an. Die Kinder können selbst entscheiden, welche Vorhaben sie für sich nutzen wollen.

Pädagogische Zielsetzung

1. Gruppenarbeit und Umgang mit anderen

Durch Kleingruppenarbeit auch außerhalb der Stuhlkreise sowie durch gemeinsam entwickelte und mehrheitlich beschlossene Regeln (die z.B. Gewalt verbieten), lernen die Kinder, eigene und fremde Grenzen zu erkennen und zu respektieren/wahren. Die Konfliktfähigkeit der Kinder sollte durch Vermittlungsgespräche in alltäglichen Streitsituationen, Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe sowie durch gelegentliche Projekte wie beispielsweise Videorollenspiele zum Thema Gewalt verbessert werden. Die abwechselnde freiwillige Übernahme von Aufgaben zum Wohl der Gruppe (z.B. beim Küchendienst) fördert Verantwortungsbewusstsein und soziales Handeln. Besondere Aufmerksamkeit gilt darüber hinaus immer wieder Kindern, die im sozialen Umgang eher isoliert bleiben. Durch intensive Gespräche und Beschäftigung mit diesen Kindern und Anregung zur Teilnahme an Gruppenaktivitäten wird versucht, deren Integration in die Gruppe zu erleichtern/fördern

2. Förderung von Alltagsfertigkeiten sowie Phantasie und Kreativität

Durch Vorlesen, freies Erzählen, Rollenspiele, diverse kreative Angebote und Bewegungsspiele wird der sprachliche, sprachfreie und kreative Ausdruck der Kinder gefördert. Beispielsweise beim gemeinsamen Zubereiten des Imbisses für alle und Abwaschen erlernen, verbessern und üben die Kinder Alltagsfertigkeiten ein, die zugleich Grob- und Feinmotorik, Auge-Hand-Koordination und Handlungsplanung verbessern können.

3. Entwicklung von Eigenverantwortung und Selbständigkeit

Verschiedene Spiel- und Bastelangebote und die Möglichkeit zur freuen Spielgestaltung sollen Neugier und Spontaneität der Kinder fördern, ihr Interesse an der Umwelt wecken und es ihnen erleichtern, eigene Neigungen zu entdecken. Mittels eines Pfandsystems beim Ausleihen von Spielgeräten und besonders durch das selbständige Abmelden beim Verlassen der Schule wird versucht, Verantwortungsbewusstsein und Eigenständigkeit der Kinder zu unterstützen.