Eine Weihnachtsgeschichte
von Paul Blick.
Jacks Familie war in den Weihnachtsferien an den
Nordpol gefahren. Dort machten sie Urlaub. Jack war fünf Jahre alt.
Es war dunkel. Stockdunkel. Jack
lag mit offenen Augen im Bett.
Das
Bett stand im Schlafzimmer der Ferienwohnung, in der Jacks Familie ihren
Urlaub verbrachte. Jack war langweilig. Deshalb stand er auf und ging zum
Fenster. Was er da sah, übertraf selbst seine blühende Phantasie. Es war ein
wunderschöner Engel. Er trug ein weißes Gewand und über seinem Kopf schwebte
ein Heiligenschein. Jack rieb sich die Augen. „War das wirklich wahr?“,
fragte er sich selbst. Da gab es keinen Zweifel. Langsam kam der Engel auf
ihn zu. Jack machte das Fenster auf, um sich den Engel genauer anzusehen.
Der Engel war inzwischen bei Jack angekommen. Mit zarter Stimme flüsterte
der Engel zu Jack: „Ich bin gekommen, um Dich einzuladen.“ „Wohin?“, fragte
Jack. „Zur Weihnachtsstadt.“ „Zum Christkind?“, fragte Jack ungläubig. „Ja“,
antwortete der Engel, „komm, wir sollten keine Zeit verlieren“. „Wie heißt
Du eigentlich?“, fragte Jack den Engel. „Friedrich, und Du?“. „Jack“. „Ein
sehr schöner Name“, sagte Friedrich. Friedrich schaute auf seine Engelsuhr.
„Was? Schon so spät?“. Friedrich sah entsetzt auf. „Jetzt müssen wir uns
wirklich beeilen. Komm, setz Dich auf meinen Rücken“. „Okay“. Also machten
sie sich auf den Weg. Es war zwar sehr kalt, aber merkwürdigerweise fror
Jack nicht. Inzwischen waren sie angekommen. Es war ein Land voller Frieden
und Glückseligkeit. Jeder hatte gleich viel Geld und die gleichen Rechte.
Jack staunte über die riesige Engelsbäckerei und den riesengroßen
Weihnachtsbaum, der auf dem Hauptplatz der Weihnachtsstadt stand.
Er
streichelte die Rentiere und Doch dann kam der große Augenblick. Friedrich
und Jack betraten den Thronsaal des Christkindes. Das Christkind war
wunderschön. Es trug ein weißes Gewand mit goldenen Sternen. Auf seinem
Rücken waren zwei Flügel. Das Christkind, Jack und Engel Friedrich redeten
ein bisschen miteinander, bis das Christkind Jack fragte: „Was möchtest Du
als Andenken an diese Nacht mitnehmen?“. Jack dachte nicht lange nach und
antwortete: „Das kleine, einsame Rentier“. „Das sollst Du bekommen“. „Komm,
ich zaubere es Dir hierher, jetzt müsst Ihr Euch aber beeilen, es wird
gleich hell.“ Das Christkind hatte plötzlich einen
Zauberstab in der Hand, schwenkte ihn und auf einmal stieg ein Nebel empor.
Als er sich auflöste, sah Jack, wie das Rentierbaby ihn freundlich ansah.
Sie hatten sich gleich lieb. „So, jetzt müssen wir aber los.“ Jack setzte
sich wieder auf den Rücken von Friedrich und das Christkind reichte ihm das
Rentierbaby. Das Christkind erkundigte sich bei Jack: „Wie soll es
eigentlich heißen?“. „Weihnachtsglöckchen.“ „Na dann macht’s mal gut, Ihr
zwei.“ Daraufhin schwebte Friedrich fort in die dunkle Nacht
Der Stern über der Krippe
F. Heckeler, P. Blick (3b)
Dort oben, dort am Himmelszelt
hat damals sich ein Stern erhellt.
Um den drei Heiligen ihren Weg zu zeigen.
Hoch über der Krippe stand der Stern,
er wurd` geschickt vom heiligen Herrn.
In der Krippe wurd geborn,
der heilige Jesussohn.
Er wurd` geboren, dass verschwinden
von allen Leuten jene Sünden.
Weihnachten
von Anna Fischer, Elise Sievers
Dort unten sehen wir die Krippe
stehen
wir können Maria und Josef sehen.
Ich sehe das Kind in der Krippe schlafen
um es herum viele Hirten mit Schafen.
Dort oben auf dem Dach
spielt ein Engel Trompete und zwei andere Schach.
Ich sehe...! Ich sehe da unten noch einen stehen.
Ach, höre mir doch bitte einmal zu!
Ich sehe da unten noch eine Kuh.
Wir müssen jetzt beide leider gehen,
der Weg war lang, der Wind war kalt.
Wir sehen uns nächstes Jahr wieder-
Bis bald!