Museumsstücke
und High-Tech-Renner
Artenvielfalt bei der 15. Nidderauer Fahrradbörse
Drahtesel für kleines und für großes Geld hatte das Bertha-Bike-Center
bei der diesjährigen Nidderauer Fahrradbörse der bewegungsfreudigen
Kundschaft anzubieten. Vom pinkfarbenen Prinzessinnenrädchen mit
Lillifee-Lenkertasche bis zum schlagloch- und feldwegtauglichen
Schulweg-Bike, vom federleichten Edel-Rennrad mit bleistiftschmalen
Felgen bis zum klapprigen Kann-meinetwegen-geklaut-werden-Velo für fünf
Euro reichte das Angebot, das wie in den vergangenen vierzehn Jahren
für großen Zulauf an der Gesamtschule sorgte. Dabei gab es neben den
vielen kleinen und großen, neueren und betagten Zweirädern auch echte
Raritäten zu bestaunen und zu erwerben, so z. B. den Nachbau eines
historischen Hochrades, das nichts für Wackelkandidaten ist und seinem
Fahrer schon beim Aufsteigen einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn
abverlangt.
Zum 15. Mal organisierte das Bertha-Bike-Center, die Fahrradwerkstatt
der Bertha-von-Suttner-Schule Nidderau, den Markt für Gebrauchträder
und Zubehör, der für viele Nidderauer alljährlich den Beginn des
Fahrradfrühlings markiert. Stadtrat Hanstheo Freywald als Schirmherr
der Veranstaltung dankte in seiner Begrüßungsrede zur Eröffnung des
Gebrauchtmarktes dem pensionierten Lehrer Werner Fröhlich, der seit
zwanzig Jahren die Fahrradwerkstatt der Bertha-von-Suttner-Schule
betreibt und in dieser Zeit viele Jugendliche zu praxisnaher Arbeit
angeleitet hat.
Zum Verkauf kamen neben Fahrrädern privater Anbieter alle Drahtesel,
die die Schüler der Fahrrad-AG unter Werner Fröhlichs Regie im
vergangenen Jahr hergerichtet und straßentauglich gemacht haben.
Insgesamt 33 Gebrauchträder fanden an diesem Tag neue zufriedene
Besitzer, dazu ging etliches Zubehör über den Ladentisch. Die
Ortsgruppe des ADFC war mit einem Infostand zugegen und bot überdies
die Codierung von mitgebrachten und frisch erworbenen Fahrrädern an.
Das bunte Treiben rund ums Velo wurde vom Schulelternbeirat mit einer
Kaffee- und Kuchentheke unterstützt.
S. Falk, 12. April 2011