Tag
der offenen Tür
„Die Bertha“ punktet mit Kultur
Eine
Kunst für jeden – dieses Motto zog sich wie ein roter Faden durch viele
der Projekte und Präsentationen, mit denen die
Bertha-von-Suttner-Schule beim Tag der offenen Tür über ihre
Unterrichtsangebote informierte. Seit die integrierte Gesamtschule vor
drei Jahren als eine von fünf hessischen Bildungseinrichtungen vom
Kultusministerium das Label „Kulturschule“ erhielt, verbunden mit dem
Auftrag, das kulturelle Profil zu schärfen, sind die Lehrerinnen und
Lehrer aller Fachbereiche bestrebt, über Fächer verbindendes Lernen und
kreative Methoden im Unterricht jedem Kind individuelle Zugänge zu
kultureller Bildung zu verschaffen. Wie das in der Praxis aussieht,
konnten Schulgemeinde und interessierte Öffentlichkeit bereits in den
vergangenen Monaten erleben, ist mit dem Schwerpunkt „Kultur“ doch auch
eine Öffnung der Schule nach außen in Form von Vernissagen,
Theateraufführungen, Ausstellungen, Konzerten und literarischen
Veranstaltungen verbunden. Neben dem traditionell breit gefächerten
Angebot im Fach Musik gilt derzeit dem Ausbau des Bereichs Theater und
Darstellendes Spiel besondere Aufmerksamkeit, wie Anne Schadt,
pädagogische Leiterin der Bertha-von-Suttner-Schule, erläuterte.
Augenfällig wurde dies den Besuchern durch die phantasievoll
kostümierten und maskierten Gestalten, die während des Tags der offenen
Tür unvermutet in Gängen auftauchten und wieder verschwanden, durch die
Treppenhäuser geisterten oder wie abgestellte Schaufensterpuppen
scheinbar leblos an den Wänden lehnten. Warum sich die Kunst im
Unterricht so breit machen soll, dafür bot Frau Schadt den Besuchern
eine plausible Erklärung: „Kreative Aktivitäten schaffen Entlastung und
Ausgleich, sie fördern aber auch die Persönlichkeitsentwicklung von
Schülerinnen und Schülern, tragen zum Selbstbewusstsein bei und
vermitteln Fähigkeiten für das gesamte schulische Leben und darüber
hinaus“, so die pädagogische Leiterin. Dass bei alledem der klassische
Fächerkanon mit seinem Anspruch, solides Wissen und Können besonders in
den „harten“ Fächern Sprachen und Naturwissenschaften zu vermitteln,
nicht zu kurz kommt, davon zeugten beim Tag der offenen Tür die
zahlreichen Präsentationen von Unterrichtsergebnissen aller
Fachbereiche. Zusätzlich informierten Schulsozialarbeit,
Schulseelsorge, Drogenprävention, Mediothek und Hausaufgabenhilfe über
ihr fein gesponnenes Netzwerk der außerunterrichtlichen Unterstützung
in großen und kleinen Notlagen. Viel Spaß gab es an den Infoständen der
Arbeitsgemeinschaften, die mit elektronischen Spielereien,
Tischfußballturnieren, offenem Singen oder kostenlosem Blutdruckmessen
Lust aufs Mitmachen weckten.
Zahlreiche Eltern von Viertklässlern besonders aus Nidderau und
Schöneck nutzten die Gelegenheit, die Bertha-von-Suttner-Schule mit all
ihren Möglichkeiten näher kennen zu lernen und sich in persönlichen
Gesprächen durch die Mitglieder der Schulleitung beraten zu lassen. Von
besonderem Interesse waren für viele die verschiedenen
Schwerpunktklassen des 5. Jahrgangs, die den Mädchen und Jungen die
Auswahl bieten zwischen Bläserklasse, Sprachen, Sport,
Naturwissenschaften, Kunst und im nächsten Schuljahr erstmals
Darstellendes Spiel. Auch die abschlussbezogenen Klassen ab Jahrgang
Neun, die möglichen Schulabschlüsse und Übergänge in die
Berufsfachschule, Fachoberschule oder die gymnasiale Oberstufe waren
Themen, die vielen Eltern am Herzen lagen.
S. Falk, 7. November 2010