Wespen
inklusive
Frisch gepresster Süßer an der Bertha-von-Suttner-Schule
Das spätsommerliche Wetter und eine reiche Apfelernte bescherten den
Schülerinnen und Schülern der Bertha-von-Suttner-Schule einen
Pausengenuss der besonderen Art: Kostenlos schenkten die Mitglieder des
Wahlpflichtkurses „Umweltlernen“ in den beiden großen Pausen frischen,
selbst gekelterten Apfelmost aus. Die am Vortag durchgeführte
Ernteaktion im schuleigenen Obstgarten hatte das stolze Ergebnis von
drei Zentnern Äpfeln erbracht, nun hieß der Arbeitsauftrag:
Früchteverwertung. Dazu organisierten die Jugendlichen einen Muser zum
Zerkleinern der Äpfel sowie eine Keltereimaschine, mit deren Hilfe der
Saft aus der Maische gepresst wurde. Schon bald ließen sich Schüler und
Lehrer die bernsteinfarbene Köstlichkeit schmecken und verteidigten
ihre Becher standhaft gegen die Wespen, die der Duft des gehäckselten
Obstes ebenfalls scharenweise an den Kelterstand gelockt hatte.
Insgesamt erbrachten die drei Zentner Äpfel sechzig Liter süßen
Apfelmostes, der reißenden Absatz fand: „Viel besser als normaler
Apfelsaft“, so die einhellige Meinung auf dem Pausenhof. Vor ungefähr
zwanzig Jahren wurden rund fünfzig hochstämmige Obstbäume an der Schule
gepflanzt, nun sind die ersten von ihnen im so genannten Vollertrag und
mit reichlich Äpfeln behangen. Eine gute Gelegenheit also für die
Schülerinnen und Schüler des in diesem Schuljahr erstmals angebotenen
Wahlpflichtkurses „Umweltlernen“, sich mit der Keltereitechnik vertraut
zu machen. Weil es an Obst auch in den nächsten Jahren nicht mangeln
wird und der erste Testlauf mit dem selbst produzierten Saft so
erfolgreich verlief, ist langfristig die Anschaffung einer eigenen
Keltereimaschine geplant. Wie es bei den Profis zugeht, erfuhren die 20
Jugendlichen des von Martin Suchatzki geleiteten Kurses am selben
Nachmittag bei einer Besichtigung in einer Bruchköbeler Kelterei. Nach
der Kostprobe des dort industriell gefertigten Süßen stellten sie fest,
dass ihr eigenes Produkt vom Vormittag den Vergleich nicht zu scheuen
brauchte.
S. Falk, 23.09.11