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Ein großer Jahrgang
Suttner-Schule bei Fünftklässlern beliebt

Aus allen Nähten platzte die Aula der Bertha-von-Suttner-Schule, als der diesjährige Jahrgang fünf zu seiner Einschulungsfeier auflief. Das lag nicht nur an der traditionell starken Unterstützung durch Eltern, Großeltern und Geschwistern, die den Kleinen bei ihrem Start in die weiterführende Schule den Rücken stärken wollten, sondern zuallererst an der Jahrgangsbreite selbst: Mit 153 Mädchen und Jungen bekam die integrierte Gesamtschule in Nidderau in diesem Jahr besonders große Verstärkung. „Wir haben euch mit Spannung erwartet“, empfing Schulleiterin Bianca Gardé die jüngsten Mitglieder der Schulgemeinde, die vom Chor und der Bläserklasse des sechsten Jahrgangs mit klassischer Blasmusik und afrikanischen Trommelrhythmen lebhaft und lautstark in Empfang wurden. Insgesamt sechs Eingangsklassen mit fünf unterschiedlichen Schwerpunkten bildet die Bertha-von-Suttner-Schule in diesem Jahr. Die Gesamtschule, seit mehr als zehn Jahren bereits „Schule mit Schwerpunkt Musik“, wurde inzwischen vom Hessischen Kultusministerium zusätzlich mit dem Label „Kulturschule“ versehen und konnte neben der traditionellen Orchesterklasse zum zweiten Mal mühelos genug Interessenten gewinnen, um eine Klasse mit dem Schwerpunkt „Literatur und Theater“ einzurichten. Außerdem gibt es eine Sprachenklasse, eine Profilklasse „Kunst“ und zwei Klassen mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften. Worauf es bei der zugestandenen Bandbreite unterschiedlicher Vorlieben und Fähigkeiten für die Mädchen und Jungen in der Schule in den kommenden Jahren jedoch wirklich ankommt, brachte Schulelternbeiratsvorsitzende Sonja Jüngling in ihrer Begrüßungsrede auf den Punkt: „Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen“, zitierte sie den griechischen Philosophen Heraklit und beglückwünschte die Anwesenden zu ihrer Entscheidung für die Integrierte Gesamtschule, die ihrer Erfahrung nach den individuellen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler auf ihren unterschiedlichen Lernwegen in vorbildlicher Weise Rechnung trage. Und weil Schule, in der Kinder sich wohl fühlen, nicht an der Klassentür endet, setzt die Nidderauer IGS auch bei den diesjährigen Fünftklässlern ihr bewährtes Klassenpatenpatenprojekt fort: Eigens für diese Aufgabe ausgebildete Jugendliche des neunten Jahrgangs begleiten in den ersten Wochen des Schuljahres die jüngsten Mitschüler morgens von den Bushaltestellen und Bahnhöfen der umliegenden Orte bis zur Schule und mittags wieder zurück. Darüber hinaus unterstützen die Klassenpaten besonders während der ersten Tage und Wochen die Klassenlehrer des fünften Jahrgangs, indem sie den Neulingen bei der Orientierung helfen, die noch ungewohnten Abläufe erklären, als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und bei kleineren Konflikten schlichtend eingreifen.

Susanne Falk, im August 2011

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