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Die Fahrradwerkstatt in der Schule




Eine schuleigene Fahrradwerkstatt kann Ausgangs- und Kristallisationspunkt für ein breites Spektrum von fahrradbezogenen Aktivitäten und Projekten sein.
Die Möglichkeiten reichen vom handwerklichen Werkstattbetrieb bis zu mehrtägigen Fahrradtouren, vom Geschicklichkeitsparcours bis zu gemeinsamen Projekten mit Grundschulen oder Jugendzentren.
Einrichtung und Betrieb einer schuleigenen Fahrradwerkstatt tragen einerseits der zunehmenden Beliebtheit des Fahrrads für Jugendliche Rechnung, sind andererseits auch dazu prädestiniert, die Forderung nach projektorientierten Arbeitsformen mit unmittelbarem Bezug zur Lebenswelt der Schüler zu realisieren.
Starthilfe in Form einer Erstausstattung mit Werkzeugen und Geräten gewährt die Landesverkehrswacht Hessen e.V. auf Vermittlung der zuständigen Fachberater für Verkehrserziehung.
Die folgenden Beispiele mögen zeigen, wie vielfältig die Aktivitäten sein können, die von einer Fahrradwerkstatt in der Schule ausgehen:
 
1. Werkstattbetrieb Werkstattbetrieb

Reparaturen an Schülerfahrrädern, Sicherheits- und Beleuchtungs-Check, Bau von Sonderfahrzeugen wie Tandem, Anhänger oder Hometrainer aus alten Fahrradteilen.

2. KunstobjekteKunstobjekte

Aus Fahrradteilen lassen sich allerhand Objekte künstlerisch gestalten, z.B. Schreibtischlampen, stilisierte Figuren etc.
3. FahrradbörseFahrradbörse

Eine Fahrradbörse, bei der selbst instandgesetzte Fahrräder verkauft werden, aber auch der Rahmen für einen öffentlichen Fahrrad-Flohmarkt geschaffen wird, kann der Werkstatt finanziell auf die Sprünge helfen. Durch eine Zusammenarbeit mit örtlichen Einrichtungen bzw. Gremien (Kommune, Vereine) wird die Öffnung der Schule gefördert.
4. Workshops Workshops

Den umliegenden Grundschulen kann ein Werkstatt- parcours mit Lernstationen wie Reifenflicken oder Verstellen der Sattelhöhe etc. angeboten werden.
Workshops unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ finden auch bei erwachsenen Radlern Anklang. Hier empfiehlt sich eine Zusammenarbeit mit ADFC-Orts- gruppen oder Freizeitradler-Gruppen.
5. Planung und Durchführung von Radrundfahrten
Planung und Durchführung von Radrundfahrten
Eine Radrundfahrt für Schüler, Lehrer, Eltern und Freizeitradler der Umgebung bietet eine hervorragende Gelegenheit zur Vernetzung der Schule mit ihrem Umfeld.
Vom Angebot verschieden langer Strecken über eine Prämierung der teilnehmerstärksten Klasse bzw. Gruppe bis zum Rahmenprogramm mit Helmausleihe, einem „Biker Fun Park“ oder fahrradbezogenen Vorführungen bzw. Geschicklichkeitsspielen erstreckt sich eine Vielfalt an Möglichkeiten, die spezifischen Gegebenheiten vor Ort zu nutzen und das Radfahren als ein wichtiges Anliegen der Schule in den Blickpunkt zu rücken.
6. Entsorgung von Alträdern Entsorgung von Alträdern

Die Verschrottung alter Fahrräder, die ansonsten zum Sperrmüll wandern würden, hilft der Werkstatt in mehrfacher Hinsicht: An jedem Fahrrad, sei es auch noch so kaputt, ist noch ein brauchbares Teil zu finden, das im Ersatzteillager nützlich sein kann. Hier bietet sich die enge Zusammenarbeit mit der für die Abfallentsorgung der Kommune zuständigen Stelle nicht nur an, sondern ist im Hinblick auf die Wertstofftrennung und Restmüllentsorgung unabding- bar.


Ansprechpartnerin
Gisela Fröhlich
Fachberaterin für Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung am Staatlichen Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis


Bertha-von-Suttner-Schule
Konrad-Adenauer-Allee
61130  Nidderau




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