Verminderung
der Anzahl der Schüler ohne Hauptschulabschluss
durch Förderklassen
Auswahl der
Schüler
Schülerinnen und Schüler, die am Ende der 8. Klasse die
Abschlusstendenz „ohne Hauptschulabschluss“ haben und einen mindest
erkennbaren Lernwillen vorweisen, können die Förderklasse besuchen.
Konzept unserer
Förderklasse
Der Einsatz von wenigen Lehrern (max. 3-4) mit einem festen Raum, der
ausschließlich von der Lerngruppe genutzt wird, ist Bedingung. Das
Abholen der Schülerinnen und Schüler an ihrem individuellen
Leistungsstand, die Verwendung der WP-Stunden zur Unterstützung von
Deutsch und Mathematik sowie die Prüfungsvorbereitung sind Bausteine
der Förderklasse. Alle Schülerinnen und Schüler nehmen an zwei
Blockpraktika von je drei Wochen teil. Dadurch werden die Stärken des
einzelnen Schülers erkannt und ihm dann durch gezielte
Aufgabenstellungen Erfolgserlebnisse vermittelt. Eine enge
Zusammenarbeit mit der Berufsberatung des Arbeitsamtes findet statt.
Auswahl der Lehrkräfte
In dieser Klasse werden nur Lehrerinnen und Lehrer eingesetzt, die dazu
freiwillig bereit sind und sich für den Umgang mit schulmüden
Schülerinnen und Schülern als pädagogisch kompetent erwiesen haben.
Die Feststellung, dass ein wachsender Anteil von Schülerinnen und
Schülern am Ende des 8. Schuljahres kaum noch Aussicht auf einen
Hauptschulabschluss hatte, führte 1998 dazu, dass für diese
Schülerinnen und Schüler eine abschlussbezogene „Förderklasse“ gebildet
wurde. Das Experiment wurde inzwischen zur Dauereinrichtung – dies
allerdings mit der Maßgabe, dass die Voraussetzungen stimmen. Die
abschlussbezogene Klasse ist kein Selbstzweck. Sie wird nur
eingerichtet, wenn die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit einer
ungünstigen Abschlussprognose am Ende des 8. Schuljahres die
Klassenbildung zulässt und wenn andere pädagogische Maßnahmen im Rahmen
der bestehenden Klassen- und Kursorganisation keinen Erfolg mehr
versprechen. Die Schülerzahl der Förderklasse ist auf etwa 16 bis 18
Schüler begrenzt. Der Unterricht wird von einem kleinen Lehrerteam im
Klassenverband erteilt. Der so geschaffene stabile pädagogische Rahmen
dient dazu, als Grundlage für die unterrichtliche Arbeit die meist
verschüttete Arbeitshaltung und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen
und Schüler neu zu wecken. Inhaltlich geht es vor allem um die
Aufarbeitung von Defiziten in der berufsnotwendigen Grundbildung.
Schwerpunkte sind das Wiederholen und Festigen von Grundkenntnissen in
Deutsch, Mathematik und den Naturwissenschaften. Daneben spielen
berufsbezogene Inhalte eine herausragende Rolle. Mit Arbeitslehre,
regelmäßigen Betriebserkundungen und zwei Betriebspraktika erhält der
Unterricht eine wichtige berufsvorbereitende Funktion.