Hermann-Hesse-Schule Obertshausen

Schulformbezogene Gesamtschule des Kreises Offenbach

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Qualitätssiegel des Hessischen Kultusministeriums für hervorragende Arbeit bei der Planung und Durchführung kontinuierlicher Praxistage im Rahmen des schulinternen Berufswahlkonzeptes

Zertifikat des Hessischen Kultusministeriums für Schulen, die Hochbegabte besonders fördern

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Berichte von Berufs-Informationsbörsen

 

„Man lernt etwas für die Zukunft" 03.11.11, op-online

Obertshausen - Dass gestern innerhalb weniger Wochen zum zweiten Mal der reguläre Stundenplan für alle der fast 1050 Schülerinnen und Schüler der Hermann-Hesse-Schule außer Kraft gesetzt war, hatte einen besonderen Grund: An der Schule fand die zehnte Berufsinformationsbörse (BIB) statt. Von Karl-Heinz Otterbein

„Die von uns organisierten Berufsinfobörsen finden abwechselnd als Messen oder eben in Seminarform statt", erläuterte Schulleiter Michael Weis, der zusammen mit einigen Ausbildern, Lehrkräften und Schülern am Ende der Veranstaltung ein erstes Resümee zog. „Der Wechsel hat sich bewährt und alle Schülerinnen und Schüler sollten während ihrer Zeit bei uns beide Formen einmal erleben."

Weis zufolge nahmen gestern etwa 300 Schülerinnen und Schüler der Vorabgangs- und Abgangsklassen an jeweils mindestens zwei der fast 30 angebotenen Seminare teil.

Teilnahme für Schüler offen

„Die Teilnahme an den Seminaren stand den Schülerinnen und Schülern der achten und neunten Klassen des Hauptschulzweigs, der achten Klassen des Gymnasialzweigs und den neunten und zehnten Klassen des Realschulzweigs offen", so Weis. „Für die fünften Klassen standen die Themen gesunde Ernährung und Bewegung sowie Sozialtraining auf dem Programm, die sechsten und siebten Klassen hatten Wandertage, die älteren Schülerinnen und Schüler hospitierten in weiterführenden Schulen." Die Seminarteilnehmer zogen ebenso wie die Ausbilder und die Organisatoren eine positive Bilanz.

„Ich habe im Seminar bei der Barmer ein Einstellungstest-Training absolviert und mich anschließend beim Autohaus Nix über Berufe in der Autobranche informiert, da ich möglicherweise Automobilkaufmann werden möchte", erklärte der 15-jährige Lukas Sattler aus der 10bR. „Ich finde es toll, dass es eine Veranstaltung wie die BIB gibt". Auch sein Klassenkamerad Alexander Strauss zog ein positives Fazit. „Man lernt etwas für die Zukunft", so der 18-Jährige, der Fachinformatiker werden möchte. „Ich konnte beispielsweise im Seminar der GTS einen Lego-Roboter konfigurieren."

„Ich finde die Seminarform besser als die Messe"

Lob gab es auch von Alexandra Schikora aus der 10aR, die nach ihrem Realschulabschluss in die gymnasiale Oberstufe wechseln und Rechtsanwältin werden möchte, und ihren Klassenkameradinnen Lena Diller und Jasmin Schlett. „Ich finde die Seminarform besser als die Messe", so die 15-jährige Lena, die ebenfalls ihr Abitur machen möchte. „Ich habe heute viel mehr Informationen bekommen, als wenn ich bei der Messe von Stand zu Stand gegangen wäre." Die gleichaltrige Jasmin fand es gut, dass neben Firmen auch Schulen Seminare anboten. „Ich will nach der Realschule weitermachen", so die 15-Jährige. „Da konnte ich mich heute gut informieren".

Michael Dorsch, Ausbilder im Bereich Elektronik und Mechatronik bei der Firma GKN driveline und Silvia Lisowski von der Fraport bewerteten die Börse ebenfalls positiv. „Man lernt die Schüler und ihre Bedürfnisse in einem Seminar besser kennen als an einem Messestand", so Dorsch. „In einem Seminar sind nur interessierte Schülerinnen und Schüler", so Lisowski. „Da entwickeln sich einfach bessere Gespräche".

Allerdings sollen Schulleiter Weis zufolge auch künftig die Berufsinfobörsen an der Hermann-Hesse-Schule abwechselnd als Messen und in Seminarform stattfinden. Im nächsten Jahr ist wieder eine Messe dran - am 2. Mittwoch nach den Herbstferien 2012.

 

 

Gute Noten für die „BIB" 04.11.10, op-online

04.11.10|Obertshausen „Kann man auch zur Bundespolizei gehen, wenn man vorbestraft ist?", fragt die 15-Jährige Anja am Stand der Behörde, der mit etwa 30 anderen im Erdgeschoss der Hermann-Hesse-Schule steht. Von Karl-Heinz Otterbein

© Otterbein

Klartext sprach Andreas Thamm (links), Leiter Technische Ausbildung der Firma Karl Mayer, mit den Jugendlichen, die sich am Stand des Obertshausener Unternehmens über Ausbildungsplätze informieren wollten.

Der Angesprochene, Polizeihauptmeister Andreas Baumbach, ist nicht überrascht („Es ist eine der Fragen, die uns oft gestellt werden") und gibt umfassend Antwort. „Wenn es sich um Jugendverwarnungen handelt, kann man sich bei uns bewerben", so Baumbach. „Wer aber etwa wegen Gewalt- oder Drogendelikten verurteilt ist, hat keine Chance." Die 15-Jährige ist zufrieden - und stellt ihre nächste Frage.

Baumbach und seine Kollegin, Polizeikommissarin Wiebke Hiller, gaben gestern zwischen 9 und etwa 14 Uhr geduldig Auskunft über ihren Beruf. Genauso wie die übrigen Vertreter von Firmen, Organisationen und weiterführenden Schulen, die an der schon traditionellen Berufsinformationsbörse (BIB) der Hermann-Hesse-Schule teilnahmen, die in diesem Jahr turnusgemäß Messecharakter hatte.

 

Etwa 550 Schülerinnen und Schüler der siebten, achten und neunten Klassen des Hauptschulzweigs, der achten, neunten und zehnten Klassen des Realschulzweigs und der achten Klasse des Gymnasialszweigs der HHS sowie Schülerinnen und Schüler der Heusenstammer Adolf-Reichwein-Schule und der Mühlheimer Friedrich-Ebert-Schule streiften gestern durchs Erdgeschoss der Schule, wo sie sich an den Ständen über rund 150 Berufe informieren konnten.

Und sowohl Firmenvertreter als auch Eltern und Schüler gaben der BIB gute Noten.

„Die Veranstaltung ist auch eine gute Gelegenheit mit jungen Leuten ins Gespräch zu kommen", sagte etwa Peter Mader, Ausbilder beim Druckmaschinenhersteller manroland. „Wir suchen für 2011 30 Auszubildende, hier finden wir sicher einige."

Auch Frank Müller, Ausbildungsleiter der Firma Magna, zeigte sich zufrieden. „An unserem Stand waren viele, die großes Interesse an einer Ausbildung gezeigt haben", so Müller. „Die jungen Leute können sich auch über Berufe informieren, die gerade nicht so in sind."

Zu zahllosen intensiven Gesprächen kam es auch am Stand der Firma Karl Mayer, wo deren Leiter Technische Ausbildung,  Andreas Thamm, Klartext mit den Jugendlichen sprach. „Ihr müsst schon überlegen, was ihr mit eurem Schulabschluss erreichen könnt", erklärte er etwa einer Gruppe von jungen Leuten, die zu dem Firmenstand gekommen waren. „Von Traumvorstellungen müsst ihr euch verabschieden - und langsam in die Pötte kommen."

Eine positive Bilanz zog für sich auch der 15-jährige Selim, der eine achte Realschulklasse der Hesse-Schule besucht. „Das ist hier sehr interessant", so der 15-Jährige. „Man kann sich sehr gut informieren, auch über Praktika."

Die gleichaltrige Lena aus einer neunten Realschulklasse der Adolf-Reichwein-Schule in Heusenstamm, die mit ihren Klassenkameradinnen Lina und Asmaa die BIB besuchte, fasste ihre Eindrücke in einem Satz zusammen: „Ich finde es cool hier."

Ausführlicher begründete die 17-jährige Karolina aus einer zehnten Realschulklasse der Hesse-Schule, warum sie von der Veranstaltung angetan war. „Meine Fragen wurden vollständig beantwortet", sagte die Schülerin. „Für mich waren die Gespräche an den Ständen sehr hilfreich".

Lob gab es schließlich auch vom Schulelternbeiratsvorsitzenden der HHS. „Ich finde es gut, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf den Schulabschluss vorbereitet werden", erklärte Roland Bonaventura. „Sondern auch aufs Berufsleben".