Hermann-Hesse-Schule Obertshausen

Schulformbezogene Gesamtschule des Kreises Offenbach

Im Hasenwinkel 6  -  63179 Obertshausen  -  Tel  0 6104 - 95 41-0  -  Fax  0 6104 - 95 41-33  -  E-Mail: hhs@hermann-hesse-schule-obertshausen.de

Qualitätssiegel des Hessischen Kultusministeriums für hervorragende Arbeit bei der Planung und Durchführung kontinuierlicher Praxistage im Rahmen des schulinternen Berufswahlkonzeptes

Zertifikat des Hessischen Kultusministeriums für Schulen, die Hochbegabte besonders fördern

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BIB Presseberichte

 

Berufsorientierung an der HHS     

Link zur Berufswahl Seite (erstellt von Anne Schmitt)                    

 Link zur Berufsberatung des Arbeitsamtes an der HHS

 

Ansprechpartner in der Schule:                                                

Dietmar Borrmann, E-Mail: d.borrmann@arcor.de

Dank der guten Zusammenarbeit mit ca. 120 ortsnahen Betrieben bietet die Hermann-Hesse-Schule ihren Schülerinnen und Schülern ein umfangreiches Programm zur Vorbereitung auf die Berufs- und Arbeitswelt.

Die praxisorientierten Bausteine der einzelnen Schulzweige in der Übersicht:

Hauptschulzweig:

Schnupperpraktikum in Jahrgangsstufe 7, Praxistage und 14-tägiges Betriebspraktikum in Jahrgangsstufe 8, Praktikum und Betriebserkundungen in Jahrgangsstufe 9; Berufsinformationsbörsen I und II

Realschulzweig:

14-tägiges Betriebspraktikum in Jahrgangsstufe 9, kooperatives Berufsvorbereitungsprogramm zu Beginn der Jahrgangsstufe 10; Berufsinformationsbörsen I und II in den Jahrgangsstufen 8, 9 und 10

Gymnasialzweig:

14-tägiges Betriebspraktikum in Jahrgangsstufe 9, Hospitationen in weiterführenden Schulen in Jahrgangsstufe 10

Außerdem beraten die Lehrkräfte die einzelnen Jugendlichen und erarbeiten mit ihnen individuelle Fahrpläne zur Berufsorientierung.

 

Hauptschulzweig

Seit sieben Jahren führt die Schule in Kooperation mit über 80 Betrieben aus Hausen und Obertshausen sowie der näheren Umgebung das Projekt „kontinuierliche Praxistage" durch. Die überwiegende Mehrheit der Plätze für das Schnupperpraktikum, die kontinuierlichen Praxistage und die vierzehntägigen Betriebspraktika wird von Handwerksbetrieben gestellt.

Im September 07 wurde die Hermann-Hesse-Schule für die Durchführung des Projektes „kontinuierliche Praxistage" vom Hessischen Kultusministerium ausgezeichnet.

Das Projekt „kontinuierliche Praxistage" ist neben weiteren Praxisformen ein Baustein im Rahmen der Berufswahlvorbereitung unserer Hauptschülerinnen und Hauptschüler. Die Erfahrungen, die unsere Jugendlichen in den Betrieben sammeln, werden im Arbeitslehreunterricht aufgearbeitet.

 

Beginnend mit der Jahrgangsstufe 7 arbeiten wir in der Hauptschule nach folgendem Konzept:

Jg.

Praxisform

Erläuterungen

 

7.1

 

 

 

Betriebserkundungen

 

 

  • Zentrale Unterrichtsthemen in AL: Menschen bei der Arbeit und Kaufen - Verkaufen.

  • Ziel der methodischen Arbeit: Durchführung von Betriebserkundungen.

(2 Stunden AL und 2 Stunden WP in den Fachräumen)

 

7.2

 

Schnupperpraktikum

  • Dauer: 3 Tage

  • Geplanter Zeitpunkt: nach den Osterferien

  • Arbeitsaufträge: Tagesberichte, Arbeits-platzbeschreibung

(2 Stunden AL und 2 Stunden WP in den Fachräumen)

 

8.1

 

Praxistag

  • Kennen lernen verschiedener Berufs-felder

  • mittwochs

  • Geplante Verweildauer je Betrieb min. 5 Tage

  • Auswertung im Blockunterricht

(Koppelung der 3 AL- und 2 WP-Stunden zum Praxistag)

 

8.2

 

Praktikum I

  • Dauer: 2 Wochen

  • Zeitpunkt: vor den Osterferien

(3 Stunden AL und 2 Stunden WP in den Fachräumen)

 

9.1

 

 

Praktikum II

  • Dauer: 2 Wochen

  • Zeitpunkt: vor den Herbstferien

(2 Stunden AL, 3 Stunden zur Kompetenzstärkung in Deutsch, Mathematik und Englisch)

2 Stunden WP in den Fachräumen

9.2

Betriebserkundungen

(1 Stunde AL und 2 Stunden (Deutsch und Mathematik) zur Vorbereitung auf die HS-Abschlussprüfung)

 

Realschulzweig

Der Schwerpunkt der praxisorientierten Bausteine zur Berufsorientierung in der Realschule liegt in den Jahrgangstufen 8 und 9. Zu Beginn der Jahrgangsstufe 10 müssen sich die Jugendlichen bereits den betrieblichen Bewerbungsverfahren stellen.

Dank der engen Zusammenarbeit mit der Firma GKN Driveline und der Textilmaschinenfabrik Karl Mayer bietet die Herman-Hesse-Schule ihren SchülerInnen neben dem 14-tägigen Praktikum mit Vor- und Nachbereitung, BIZ-Besuch, Einladung von FirmenvertreterInnen zu Unterrichtsthemen, Betriebserkundungen, etc. zwei außergewöhnliche Projekte an:

Bewerbungsseminare für die neunte Jahrgangstufe bei einem Partnerbetrieb

Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Herrn Kratz, Ausbildungsleiter der Firma GKN Driveline, Herrn Meisinger, Ausbildungsleiter der Firma Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH, und Herrn Borrmann, Fachsprecher für Arbeitslehre, entwickelt.

Ausgangsüberlegung: Jugendliche, die nach der zehnten Realschulklasse eine Berufsausbildung wählen, müssen sich am Ende der neunten bzw. zu Beginn der zehnten Klasse bewerben.

Konzept/Durchführung: Die SchülerInnen einer Klasse bewerben sich (Mitte 9.2) auf der Grundlage der Firmenbroschüre bei dem Partnerbetrieb für einen Ausbildungsberuf. Zwischen Klassenlehrkraft und Ausbildungsleiter wird der Abgabetermin vereinbart, die Lehrkraft übernimmt die „Poststelle" und versieht die Bewerbungen mit dem Eingangsstempel. Die Jugendlichen reichen ein Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf ein. Diese Bewerbungen werden nach einem vereinbarten Bewertungssystem ausgewertet. Alle Jugendlichen werden zum Einstellungstest (dreistündig) in den Betrieb eingeladen. Vierzehn Tage später wird nachmittags in dem Betrieb ein AC (Assessmentcenter) durchgeführt. Die Auswertung erfolgt in zwei Schritten: Es gibt ein allgemeines und ein persönliches Feedback.

Evaluation: Im Gespräch zwischen der Klassenlehrkraft, dem Vertreter des Betriebes und dem Fachsprecher für Arbeitslehre werden die Erfahrungen nach der Durchführung besprochen und im Hinblick auf die erneute Durchführung ausgewertet.

Gründung einer Schülerfirma im Wahlpflichtunterricht der zehnten Jahrgangstufe

Ausgangsüberlegung: Die Eigeninitiative Jugendlicher soll gefördert und grundlegende Wirtschaftskenntnisse praxisnah vermittelt werden.

Konzept/Durchführung: Jugendliche gründen für die Zeit eines Schuljahres einen Betrieb. Sie verwalten in dieser Zeit das Firmenkapital, das nach Ablauf des Jahres in gleicher Höhe wieder zurückgegeben werden muss. Das Kerngeschäft umfasst den Vertrieb von Büroartikel für SchülerInnen und Lehrkräfte, den Verleih von Taschenrechnern, Zirkel etc., die Verwaltung von Adressen für Praktikumsbetriebe sortiert nach Berufen und die Unterstützung der MitschülerInnen bei Bewerbungsschreiben und der Suche eines geeigneten Praktikumsplatzes. Weitere Geschäftsideen können von den SchülerInnen entwickelt werden.

Die Jugendlichen des Kurses müssen zu Beginn des Schuljahres untereinander und mit der Schulleitung Verträge aushandeln und abschließen. Für die mietfreie Nutzung eines Schulraumes sind von der Schülerfirma als Gegenleistung zum Jahresende die Firmen anzuschreiben, die im zurückliegenden Jahr einen Jugendlichen der Schule im Praktikum betreut haben.

Erfolg oder Misserfolg wirtschaftlichen Handelns der Jugendlichen wird in Vertragsverhandlungen und finanziell gesehen durch die Buchführung in den Monats- und der Abschlussbilanzen direkt erfahrbar.

Evaluation: In Abschlussgesprächen ist die Erfolgsbilanz und das wirtschaftliche Handeln während des Geschäftsjahres zu analysieren. Die Ergebnisse sind für die Jugendlichen, die im folgenden Schuljahr die Firma übernehmen, zu dokumentieren.

Dietmar Borrmann, 02.11.2007

 

Gymnasialzweig

Im Gymnasialzweig kann aufgrund des angestrebten Bildungszieles, dem Abitur, die Berufsorientierung auf der Mittelstufe nicht die herausragende Rolle spielen wie in den anderen beiden Schulzweigen. So erhalten die Schüler des Jahrgangs 10 an den Tagen unserer Berufsinformationsbörse die Gelegenheit, an den umliegenden Oberstufen zu hospitieren. Unsere Gymnasiasten absolvieren aber auch im Jahrgang 9 ein zweiwöchiges Berufspraktikum, in dem sie Einblicke in Wirtschaft allgemein und Anforderungen der Arbeitswelt erhalten, notwendige Qualifikationen und Inhalte spezieller Berufsbilder kennen lernen und nicht zuletzt im Feld des sozialen Lernens Möglichkeiten zur Persönlichkeitsentwicklung bereitgestellt bekommen. Auch können sie, eigenes Engagement vorausgesetzt, die Kontakte der Schule nutzen, um in den Ferien ein freiwilliges Praktikum durchzuführen.

Anthony Hayes 05.09.2007