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Berufsorientierung an der HHS
Link zur Berufswahl Seite
(erstellt von Anne Schmitt)
Link zur Berufsberatung des Arbeitsamtes an der HHS
Ansprechpartner in der Schule:
Dietmar Borrmann, E-Mail: d.borrmann@arcor.de
Dank der guten Zusammenarbeit mit ca. 120 ortsnahen
Betrieben bietet die Hermann-Hesse-Schule ihren Schülerinnen und
Schülern ein umfangreiches Programm zur Vorbereitung auf die Berufs- und
Arbeitswelt.
Die praxisorientierten Bausteine der einzelnen
Schulzweige in der Übersicht:
Hauptschulzweig:
Schnupperpraktikum in Jahrgangsstufe 7,
Praxistage und 14-tägiges Betriebspraktikum in Jahrgangsstufe 8,
Praktikum und Betriebserkundungen in Jahrgangsstufe 9;
Berufsinformationsbörsen I und II
Realschulzweig:
14-tägiges Betriebspraktikum in
Jahrgangsstufe 9, kooperatives Berufsvorbereitungsprogramm zu Beginn der
Jahrgangsstufe 10; Berufsinformationsbörsen I und II in den
Jahrgangsstufen 8, 9 und 10
Gymnasialzweig:
14-tägiges Betriebspraktikum in
Jahrgangsstufe 9, Hospitationen in weiterführenden Schulen in
Jahrgangsstufe 10
Außerdem beraten die Lehrkräfte die einzelnen
Jugendlichen und erarbeiten mit ihnen individuelle Fahrpläne zur
Berufsorientierung.
Hauptschulzweig
Seit sieben Jahren führt die Schule in Kooperation
mit über 80 Betrieben aus Hausen und Obertshausen sowie der näheren
Umgebung das Projekt „kontinuierliche Praxistage" durch. Die
überwiegende Mehrheit der Plätze für das Schnupperpraktikum, die
kontinuierlichen Praxistage und die vierzehntägigen Betriebspraktika
wird von Handwerksbetrieben gestellt.
Im September 07 wurde die Hermann-Hesse-Schule für
die Durchführung des Projektes „kontinuierliche Praxistage" vom
Hessischen Kultusministerium ausgezeichnet.
Das Projekt „kontinuierliche Praxistage" ist neben
weiteren Praxisformen ein Baustein im Rahmen der Berufswahlvorbereitung
unserer Hauptschülerinnen und Hauptschüler. Die Erfahrungen, die unsere
Jugendlichen in den Betrieben sammeln, werden im Arbeitslehreunterricht
aufgearbeitet.
Beginnend mit der Jahrgangsstufe 7 arbeiten wir in
der Hauptschule nach folgendem Konzept:
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Jg. |
Praxisform |
Erläuterungen |
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7.1
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Betriebserkundungen
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(2 Stunden AL und 2
Stunden WP in den Fachräumen) |
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7.2 |
Schnupperpraktikum |
(2 Stunden AL und 2 Stunden WP in den
Fachräumen) |
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8.1 |
Praxistag |
-
Kennen lernen
verschiedener Berufs-felder
-
mittwochs
-
Geplante Verweildauer je Betrieb min. 5
Tage
-
Auswertung im Blockunterricht
(Koppelung der 3 AL- und 2 WP-Stunden zum
Praxistag) |
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8.2 |
Praktikum I |
(3 Stunden AL und 2 Stunden WP in den
Fachräumen) |
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9.1
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Praktikum II
|
(2 Stunden AL, 3 Stunden zur
Kompetenzstärkung in Deutsch, Mathematik und Englisch)
2 Stunden WP in den Fachräumen |
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9.2 |
Betriebserkundungen |
(1 Stunde AL und 2 Stunden (Deutsch und
Mathematik) zur Vorbereitung auf die HS-Abschlussprüfung) |
Realschulzweig
Der Schwerpunkt der praxisorientierten Bausteine zur
Berufsorientierung in der Realschule liegt in den Jahrgangstufen 8 und
9. Zu Beginn der Jahrgangsstufe 10 müssen sich die Jugendlichen bereits
den betrieblichen Bewerbungsverfahren stellen.
Dank der engen Zusammenarbeit mit der Firma GKN
Driveline und der Textilmaschinenfabrik Karl Mayer bietet die Herman-Hesse-Schule
ihren SchülerInnen neben dem 14-tägigen Praktikum mit Vor- und
Nachbereitung, BIZ-Besuch, Einladung von FirmenvertreterInnen zu
Unterrichtsthemen, Betriebserkundungen, etc. zwei außergewöhnliche
Projekte an:
Bewerbungsseminare für die neunte
Jahrgangstufe bei einem Partnerbetrieb
Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit
Herrn Kratz, Ausbildungsleiter der Firma GKN Driveline,
Herrn Meisinger, Ausbildungsleiter der Firma Karl Mayer
Textilmaschinenfabrik GmbH, und Herrn Borrmann, Fachsprecher
für Arbeitslehre, entwickelt.
Ausgangsüberlegung: Jugendliche, die nach
der zehnten Realschulklasse eine Berufsausbildung wählen, müssen
sich am Ende der neunten bzw. zu Beginn der zehnten Klasse
bewerben.
Konzept/Durchführung: Die SchülerInnen
einer Klasse bewerben sich (Mitte 9.2) auf der Grundlage der
Firmenbroschüre bei dem Partnerbetrieb für einen
Ausbildungsberuf. Zwischen Klassenlehrkraft und
Ausbildungsleiter wird der Abgabetermin vereinbart, die
Lehrkraft übernimmt die „Poststelle" und versieht die
Bewerbungen mit dem Eingangsstempel. Die Jugendlichen reichen
ein Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf ein. Diese Bewerbungen
werden nach einem vereinbarten Bewertungssystem ausgewertet.
Alle Jugendlichen werden zum Einstellungstest (dreistündig) in
den Betrieb eingeladen. Vierzehn Tage später wird nachmittags in
dem Betrieb ein AC (Assessmentcenter) durchgeführt. Die
Auswertung erfolgt in zwei Schritten: Es gibt ein allgemeines
und ein persönliches Feedback.
Evaluation: Im Gespräch zwischen der
Klassenlehrkraft, dem Vertreter des Betriebes und dem
Fachsprecher für Arbeitslehre werden die Erfahrungen nach der
Durchführung besprochen und im Hinblick auf die erneute
Durchführung ausgewertet.
Gründung einer Schülerfirma im
Wahlpflichtunterricht der zehnten Jahrgangstufe
Ausgangsüberlegung: Die Eigeninitiative
Jugendlicher soll gefördert und grundlegende
Wirtschaftskenntnisse praxisnah vermittelt werden.
Konzept/Durchführung:
Jugendliche gründen für die Zeit eines Schuljahres einen
Betrieb. Sie verwalten in dieser Zeit das Firmenkapital, das
nach Ablauf des Jahres in gleicher Höhe wieder zurückgegeben
werden muss. Das Kerngeschäft umfasst den Vertrieb von
Büroartikel für SchülerInnen und Lehrkräfte, den Verleih von
Taschenrechnern, Zirkel etc., die Verwaltung von Adressen für
Praktikumsbetriebe sortiert nach Berufen und die Unterstützung
der MitschülerInnen bei Bewerbungsschreiben und der Suche eines
geeigneten Praktikumsplatzes. Weitere Geschäftsideen können von
den SchülerInnen entwickelt werden.
Die Jugendlichen des Kurses müssen zu Beginn
des Schuljahres untereinander und mit der Schulleitung Verträge
aushandeln und abschließen. Für die mietfreie Nutzung eines
Schulraumes sind von der Schülerfirma als Gegenleistung zum
Jahresende die Firmen anzuschreiben, die im zurückliegenden
Jahr einen Jugendlichen der Schule im Praktikum betreut haben.
Erfolg oder Misserfolg wirtschaftlichen
Handelns der Jugendlichen wird in Vertragsverhandlungen und
finanziell gesehen durch die Buchführung in den Monats- und der
Abschlussbilanzen direkt erfahrbar.
Evaluation: In Abschlussgesprächen ist
die Erfolgsbilanz und das wirtschaftliche Handeln während des
Geschäftsjahres zu analysieren. Die Ergebnisse sind für die
Jugendlichen, die im folgenden Schuljahr die Firma übernehmen,
zu dokumentieren.
Dietmar Borrmann, 02.11.2007
Gymnasialzweig
Im Gymnasialzweig kann aufgrund des angestrebten
Bildungszieles, dem Abitur, die Berufsorientierung auf der Mittelstufe
nicht die herausragende Rolle spielen wie in den anderen beiden
Schulzweigen. So erhalten die Schüler des Jahrgangs 10 an den Tagen
unserer Berufsinformationsbörse die Gelegenheit, an den umliegenden
Oberstufen zu hospitieren. Unsere Gymnasiasten absolvieren aber auch im
Jahrgang 9 ein zweiwöchiges Berufspraktikum, in dem sie Einblicke in
Wirtschaft allgemein und Anforderungen der Arbeitswelt erhalten,
notwendige Qualifikationen und Inhalte spezieller Berufsbilder kennen
lernen und nicht zuletzt im Feld des sozialen Lernens Möglichkeiten zur
Persönlichkeitsentwicklung bereitgestellt bekommen. Auch können sie,
eigenes Engagement vorausgesetzt, die Kontakte der Schule nutzen, um in
den Ferien ein freiwilliges Praktikum durchzuführen.
Anthony Hayes 05.09.2007 |