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Lern- und Spielräume für
Schülerinnen und Schüler mit Behinderung
Projekt: "Barrierefreies Außengelände"
Die Ausgangslage
Nach einer umfangreichen Brandschutzsanierung und Erweiterung des Gebäudes ist das Pausengelände ein ödes
Brachland.
Für den Wegebau und die Einsaat des Rasens sieht sich der Schulträger zuständig. Die Schulgemeinde
übernimmt die pädagogisch sinnvolle Gestaltung des Pausengeländes.
Zur Finanzierung der Maßnahmen müssen wegen fehlender Haushaltsmittel des Schulträgers Spenden und
Sponsoren gefunden werden.
Die Idee
Das Außengelände der Helen-Keller-Schule soll allen Schülerinnen und Schülern der Schule
adäquate Spiel- und Förderangebote bereitstellen.
Auch für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit umfassenden Behinderungen soll ein
„barrierefreies Außengelände“ interessante Beschäftigungsmöglichkeiten und naturnahe Erlebnisse bieten.
Das Ziel
Natur erleben und sich auf sie einzustellen ist ein zentrales Lernziel.
Spielen fördert die eigene Persönlichkeitsentwicklung.
Gerade Kindern mit Behinderung ist oft der Zugang zu diesen Lebensbereichen durch Bauhindernisse
verwehrt.
Unser Außengelände soll allen Kindern ...
- ein barrierefreies Spielen zur Entspannung ermöglichen,
- ein barrierefreies Unterrichtsareal sein und psychomotorische Bewegungsangebote bereitstellen und
- ein barrierefreier Lernort für handelndes Lernen im Fachbereich Natur sein.
Das Konzept
Die Schulgemeinde wird in Zusammenarbeit mit dem Förderverein das Pausengelände in
Eigenregie gestalten.
Mit der Planung ist der Landschaftsarchitekt Lothar Köppel - ein profilierter Fachmann
für die Gestaltung barrierefreier Spielräume - beauftragt.
Die Schülerinnen und Schüler haben in Projekten Vorstellungen entwickelt und in einem
Entwurfsmodell dargestellt.
In enger Zusammenarbeit von Landschaftsarchitekt, pädagogischen Fachleuten und Eltern wurde
aus dem Schülerentwurf ein ausdrucksvoller Plan.
Das ehrgeizige Konzept eines barrierefreien Pausengeländes kann nur durch die
Unterstützung von Sponsoren oder Spendern gelingen. Schulprojekte, Schülerengagement,
Elterninitiativen und Elternmitarbeit werden zur Realisierung beitragen.
Wir arbeiten für ein Pausengelände, das für alle Kinder und Jugendliche hohen
Erlebniswert hat und durch die rollstuhlgerechte Ausführung besonders die Belange
schwerstbehinderter Schülerinnen und Schüler berücksichtigt.
Die Spielbereiche
Schon enstanden:
Wegeführung
Das Freigelände wird von einem Rundweg umschlossen, der sich dem Gelände anpasst. Dieser Rundkurs ist mit
Rollstuhl, Roller, Rädchen und Fahrrad befahrbar und erschließt so für alle die verschiedenen
Funktionsbereiche des Geländes.
Kleine Höhenunterschiede und eine Brücke steigern die Attraktivität des Weges.
Ein Stück des Weges führt an Büschen und Bäumen vorbei und lädt zum Beobachten und Entspannen ein.
Durch die Unterstützung einiger tatkräftiger Eltern konnten Hütten aufgestellt werden. In ihnen werden
die Fahrräder, Spielzeug für den Pausenhof und Gartengeräte untergebracht.
Schulgarten
Hochbeete bieten für alle Schülerinnen und Schüler den geeigneten Lernort für den Lernbereich Natur.
In den Pausen finden sich hier ruhige Plätze zum Ausruhen.
Schaukelwald
Ein Schaukelwald aus fünf verschiedenen Schaukeln ist mit dem Rollstuhl zu erreichen. Die Schaukeln können von
Schülern aller Altersstufen benutzt werden.
Eine Nestschaukel ist auch für Kinder und Jugendliche geeignet, die nur mit Unterstützung sitzen oder sich nicht
allein festhalten können.
Sandkiste auch für Rollis
Am Hügel ist eine terrassenförmig angelegte Sandkiste vorgesehen. Von der einen Seite aus ist sie mit dem
Rollstuhl unterfahrbar und zu bespielen, von der zweiten Ebene vom Rundweg aus ist sie ebenerdig zu betreten.
So können alle gemeinsam spielen.
Einweihung der Sandkiste mit einer Beach-Party
Elternaktion
Am 25.10.2008 hat der Förderverein zu einem Arbeitseinsatz gerufen.
Auf Initiative von Herrn Schleidt wurden die Hochbeete des Schulgartens saniert. Direkt neben den Beeten wurde ein Geräteschuppen aufgebaut.
Vielen Dank an alle Eltern, Schüler und Lehrkräfte für ihr Engagement an diesem Samstag. Unser Ergebnis kann sich sehen lassen.
Röhrenrutsche
Von der bestehenden Fluchtrampe aus können mutige Kinder und Jugendliche in einer großen Röhre rutschen.
Dies ist nicht nur Spiel, sondern auch Training für Fluchtrutschen in Notfällen.
Sitzecke
Eine Sitzecke hinter einem Weidenzaun ist entstanden.
In Planung:
Bewegungshügel
Ein Hügel lädt ein auf verschiedene Weise erklommen zu werden. Kinder im Rollstuhl erreichen gemeinsam mit ihren
Klassenkameraden eine Spielplattform.
Von hier aus kann weiter gerutscht oder auf einen Spielturm geklettert werden.
Begrünung
Die Böschungen an den Wegen werden mit Leguminosen, Senf, Lupinen und Bienenweide begrünt. Dies eröffnet
den Schülerinnen und Schülern weitere naturnahe Erlebnisräume. Auf den Freiflächen zwischen den Wegen
wird Rasen eingesät.
Kletterwand
Erlebnispädagogik wird an der HKS groß geschrieben.
In den Pausen lädt eine Boulderwand zum Klettern ein.
Eine bis zu 8 Meter hohe Kletterwand fordert im Unterricht mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden die Schüler.
Durch die Anbindung an den bestehenden Balkon können Kinder im Rollstuhl gut am Geschehen teilnehmen.
Rollstuhlkarussell
Kinder und Jugendliche können im Stehen oder auch im Rollstuhl sitzend gemeinsam Karussell fahren.
So können Sie uns helfen:
Informationsbroschüre im PDF-Format zum Herunterladen
Für interressierte Großsponsoren auch erhätlich im Seketariat der Schule.
Fon: 06142 / 301930
Fax: 06142 / 3019315
E-Mail: Helen-Keller-Ruesselsheim@t-online.de
Sponsoren:
Spendenaktion „Sponsoren-Stein“
Durch den Erwerb eines „Sponsorensteines“ konnten Sie unser Vorhaben unterstützen. Ein Stein kostete
mindestens 50 €. Die Klinkersteine mit Ihrem Namen wurden zu einer Wand im Eingangsbereich der Schule vermauert.
Ihr Engagement bleibt für lange Jahre sichtbar.
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