Diverse Informatikthemen
Hier erscheinen in loser Reihenfolge Texte zu diversen Themen der Informatik
1. Zahlsysteme in der Informatik
2. 7-Bit und 8-Bit-Zeichensätze (ASCII und ANSI)
3. Komprimierung
4. Berechnungen zur Auflösung bei Digitalkameras
5. DSL und andere Zugangstechniken zum Internet
7. Wireless-LAN-Verschlüsselung WEP und Sicherheit
8. Alles nur geklaut - Zitieren und Quellenwiedergabe
9. (Digitales) Video
10. Streaming (noch nicht geschrieben)
11. WindowsXP retten
13. E-Government im Land Hessen: Wie die neue hessisches Schulverwaltung LUSD 2006 funktioniert
14. Festplattenwächtersysteme: Nach dem nächsten Boot wird alles wieder gut
15. Sicherung des Festplatteninhalts durch Erstellung eines Images
16. www.karo-erklaert-it.de Diverse Informatikthemen als Video
17. Web 2.0 Ein Artikel über das neue Internet von V. Rüddigkeit
1. Zahlsysteme in der Informatik

Titelbild von InformationWeek 5.7.2007
In der Informatik werden die folgenden Zahlsyteme verwendet:
- das gewohnte Dezimalsystem mit der Basis 10 und den 10 Ziffer 0 bis 9 (der Mensch hat
zwei Hände mit insgesamt 10 Fingern). Die Zahldarstellung 266 steht für 2·102
+ 6·101 + 6·100.
- das Zweiersystem oder Binärsystem oder Dualsystem mit der Basis 2 und nur den beiden
Ziffern 0 und 1. Dieses Zahlsystem wird intern im Computer verwendet. 0 wird realisiert
durch 0 Volt, 1 durch ca. 5 Volt. 101 (im Dezimalsystem ist dies 5) steht für 1·22
+ 0·21 + 1·20. Die Zahldarstellung im Zweiersystem ist bei großen
Zahlen sehr lang. Bsp. ist die Länge einer IP-Adresse (z.B. 192.168.0.21) 4 mal 8 Zeichen
(8 Bit) lang (8 Zeichen 0 oder 1 gleich 1 Byte). Daher schreibt man diese kürzer wie oben
im Dezimalsystem als vier durch drei Punkte abgetrennte Zahlen zwischen 0 (statt 00000000)
und 255 (statt 11111111).
- Weiter wird noch verwendet das 16er-System oder Hexadezimalsystem. Es begegnet einem oft
bei Tipps zur Manipulation von Computerspielen. In diesem System gibt es neben den Ziffern
0 bis 9 noch die "Ziffern" A(für "10"), B(für "11"), C, D
E, F. Dort gibt es dann eine Zahldarstellung wie C3. Diese ist im Dezimalsystem
gleich 195.
C3 = C ·161 + 3·160 = 12·161 + 3·160 = 192
+ 3 = 195
Die größte zweistellige Zahl im Hexadezimalsystem ist FF (255 im Dezimalsystem).
2. 7-Bit und 8-Bit-Zeichensätze (ASCII und ANSI)
Im Internet werden für Klartext-Adressen 7 Bit verwendet (Zahldarstellungen von
0000000 bis 1111111), daher kann es keine Adresse www.müller-milch.de geben. Mit 7 Bit
kann man nämlich nur 27 = 128 verschiedene Zeichen codieren. Das reicht nicht
für die nationalen Sonderzeichen wie im Deutschen das ü. Mit 8 Bit (00000000 bis
11111111) kann man aber schon doppelt so viele Zeichen codieren (28=256). Damit
lassen sich dann auch jeweils die nationalen Sonderzeichen codieren sowie sonstige
Zeichen. Als standardisierte PC-Zeichensätze gibt es den 7- und 8-Bit-ASCII (American
Standard Code for Information Interchange) und den 8-Bit-ANSI (in Windows® verwendet).
LZW-Komprimierung
Das LZW-Verfahren ist nach seinen Entwicklern Lempel, Ziv und Welch benannt. Diese Kompressionsmethode wird von vielen Grafikformaten (z. B. GIF) genutzt.
Das LZW-Verfahren sucht nach sich wiederholenden Zeichenketten und ersetzt diese mit einem Index einer identischen Zeichenfolge in einer Zuordnungstabelle. Die Tabelle wird nicht in der eigentlichen Datei gespeichert, sondern muß bei jeder Kompression und Dekompression erzeugt werden.
Ein Beispiel:
Der String "whoiswho" wird in die Teile "who" und "is"
zerlegt.
In der Zuordnungstabelle erhält "who" den Index 1 und "is" den Index
0. Das Codewort lautet dann 101.
Im Gegensatz zum Huffman-Verfahren (siehe unten), indem jedes Quellsymbol codiert wird, werden bei dem LZW-Verfahren ganze Symbolfolgen zu jeweils einem neuen Symbol zusammengefaßt.
Das RLE-Verfahren (Run Lenght Encoding) ist das einfachste unter den hier vorgestellten Komprimierungsalgorithmen. Bei diesem Verfahren werden Folgen gleicher Bytes durch ein Paar (Anzahl, Zeichen) dargestellt, ein Byte wird hexadezimal durch zwei Zeichen 00 bis FF dargestellt:
AB AB AB AB AB C1 C1 C1 wird also durch 05 AB 03 C1 ersetzt.
00 02 AB CE bedeutet, dass jetzt eine unkomprimierte Zeichenfolge, ausgedrückt durch das
Byte 00, der Länge zwei kommt, sie lautet AB CE.
Im ersten Beispiel ergibt sich eine Reduktion von 50% (8:4 Byte). Run Length Encoding
eignet sich besonders für Dateien mit langen Folgen gleicher Zeichen, z.B.
Schwarz/Weiß-Grafiken.
Aus diesem Grund wird dieses Verfahren auch häufig für Fax-Formate verwendet, in denen
sehr große weiße Flächen nur gelegentlich von schwarzen Buchstaben unterbrochen werden.
Dateien mit häufig wechselnden Bytes lassen sich dagegen nur schlecht komprimieren. Im
worst-case Fall wird die neue Datei doppelt so groß wie das Original.
Die Idee der Huffman-Kodierung geht auf das Prinzip des Morsealphabets zurück. Es
werden häufig vorkommende Symbole (in diesem Fall Buchstaben) kürzere Codes zugeordnet
als seltener Vorkommende.
Der Code für ein "e" z.B. besteht nur aus einem einzigen Morsezeichen. Wobei
zur Darstellung eines selten vorkommenden Zeichens z.B. "y" 4 Morsezeichen
nötig sind.
Diese Methode wird als Entropie-Kodierung bezeichnet. Entropie-Kodierungen kodieren nicht die zu übertragenden Daten, sondern die Symbole der Quelle. Entropie Kodierungen arbeiten verlustfrei.
4. Berechnungen zur Auflösung bei Digitalkameras
Mit einer Digitalkamera der 2-Millionen-Pixel-Klasse lassen sich noch Abzüge im
Format 13cm x 18cm machen.
Das läßt sich auch nachrechnen.
200 dpi reichen für Papierbilder gerade so aus, wobei sehr gute Abzüge mit 300 dpi
ausbelichtet werden. Beim 13 cm x 18 cm-Format (Postkarte) ergibt dies eine Pixelzahl von
1460394
200 dpi = 79 dpcm (1 inch=2,54 cm)
13 x 79 x 18 x 79 = 1460394 (die Bildmenge wächst quadratisch mit der Auflösung)
Eine Kamera der 2-Mega-Pixel-Klasse stellt ca. 70 % der Pixel für das farbige Bild zur
Verfügung. Grund ist, dass eine Digitalkamera eigentlich keine Farben sehen kann. Vor
jeweils drei benachbarte Pixel kommt je ein Rot, Grün- oder Blaufilter, das reduziert die
Auflösung auf ein Drittel. Durch Interpolation werden aber weitere Bildpunkte berechnet,
so dass nur ca. 30% von der angegebenen Auflösung subtrahiert werden müssen. Bei 2-Mega
bleiben so noch 1,4 Mega Bildpunkte. Dies ist etwa die oben errechnete notwendige
Pixelzahl.
5. DSL und andere Zugangstechniken zum Internet
Mit einem Modem hat man eine Datenübertragung vom maximal 56Kbit pro Sekunde beim
Empfangen und 31,2Kbit/s beim Senden, dies aber nur bei nicht zu langer Leitung zur
Vermittlungsstelle. ISDN bietet konstante 64Kbit pro Sekunde sowohl beim Downstream als
auch beim Upstream. Mit Kanalbündelung läßt sich die Geschwindigkeit verdoppeln.
Allerdings merkt man von der höheren ISDN-Geschwindigkeit oft nicht viel wegen langsamer
Server und insbesondere in den USA langsamer Backbone-Strukturen.
Ziemlich neu ist DSL (heißt bei der Deutschen Telekom AG T-DSL und ist ein asymmetrisches
DSL mit 768 Kbit/s Upstream und 128 Kbit Downstream, es gibt auch ein doppelt so schnelles
und teuereres DSL mit 1,5 Mbit/s und 192 kbit/s). Die Technik besteht aus einem Splitter,
der an den mittleren Schlitz der Telefondose angeschlossen wird. Er trennt die
DSL-Frequenz von der Sprachfrequenz. An diesen Splitter kommt dann der Telefonapparat, es
muß sich nicht um ISDN handeln. Falls man aber einen ISDN-Anschluß haben will, so wird
ein sog. NTBA an den Splitter angeschlossen. Weiter wird an den Splitter das DSL-Modem
angeschlossen. All dies kann man selbst machen, die notwendigen Kabel gehören zum
Lieferumfang eines DSL-Zugangs. Neben dem neuen DSL stehen bei ISDN die beiden Kanäle
weiter zur Verfügung. DSL ist eine Technik, die auf zwei Kupferdrähten beruht. Bei der
modernen Glasfasertechnik ist DSL nicht möglich. Alternativ gibt es Techniken, die auf
Satelliten für den schnellen Downstream und normaler Telefonleitung für den Upstream
beruhen. Techniken, die auf Fernsehkabel oder Stromkabel aufsetzen, haben sich nicht als
erfolgreich erwiesen, auch da die Deutsche Telekom AG mit ihrem T-DSL den Markt schnell
erobert hat. Interessant ist, dass die zukünftige Funktechnik UMTS mit 2 Mbit/s arbeitet.
Allerdings wird diese Geschwindigkeit nur in Pikozellen (Bahnhöfe, Flughäfen) erreicht
und dann auch nur, wenn sich dort nur ein einzelner Datenfunker befindet.
Methoden zur Erhaltung digitaler Dokumente
Wie schwierig es ist, digitale Daten der Nachwelt gebrauchsfähig zu erhalten, kann sich
jeder ausmalen: Man versuche nur, die einst mit dem Atari verfasste Semesterarbeit auf
seinem aktuellen PC zu lesen - oder die Geschäftsdaten aus dem Jahr 1987, die sich auf
einer 5,25-Zoll-Diskette befinden. Und womit lese ich das alte AmiPro 1.0-Format?
Daten in Bytes zu speichern spart zwar Platz und beschleunigt den Zugriff - ob die
zugehörige Hard- und Software aber in 20 Jahren noch vorhanden sein wird? Dieser Frage
stellen sich vier Informatiker der Bundeswehr-Universität München. Zwei Strategien
empfehlen sie zur Rettung der Daten: Migration und Emulation. Jene überführt digitale
Daten in zeitgemäße Formate, diese belässt die Dokumente authentisch",
konserviert aber statt dessen die passende Umgebung über Emulatoren oder virtuelle
Maschinen.
Um Textdaten auch nach Jahrzehnten noch entschlüsselbar zu machen, empfiehlt das
Autorengespann Dokumenten-Beschreibungssprachen und diskutiert die Vor- und Nachteile von
Markup-Sprachen wie XML oder HTML. Es geht das Thema äußerst abstrakt und schematisch an
und kann den Ursprung aus einer wissenschaftlichen Arbeit nicht verbergen.
Archivaren präsentieren sie mit dem Open Archiveal Information System Reference
Model" oder dem Deposit System for Electronic Publications" aktuelle
Organisationsschemata, mit denen sie den Umzug ihrer digitalen Bibliothek auf
zukunftskompatible Plattformen vorbereiten können. Die technischen Details bei der
Emulation und Portierung bestimmter Betriebssysteme und Dateiformate erwähnen sie dagegen
nur am Rande - was bei der Vielzahl der Formate und Datenträger zwar ein gewisses
Verständnis weckt, wie man nun die Semesterarbeit vom Atari für die Nachwelt
konserviert, lassen sie so leider offen.
(Jens Kitzler/fm in c't 24/2003 S. 260)

Auch heute noch lesbar: ein Band fingierter Briefe aus der Huttensammlung der Hessischen
Landesbibliothek in Fulda
7. Wireless-LAN-Verschlüsselung WEP und Sicherheit

Titelbild von InformatikWeek 3/07
Sicher unsicher, aber...
Die zentrale Frage bei jedem Sicherheitskonzept lautet: Wie hoch ist der Aufwand, die
Sicherheitsvorkehrungen zu überwinden, im Vergleich zum Nutzen, den sich jemand davon
verspricht? Um das abzuschätzen, macht es Sinn, sich eine realistische Vorstellung von
der Effizienz der Sicherheitsvorkehrungen zu verschaffen - besonders, wenn bereits bekannt
ist, dass und wie sich diese umgehen lassen.
Maßnahmen wie Netz verstecken u.a. außer der WEP-Verschlüsselung sind keine ernsthaften
Hindernisse für einen fachkundigen Einbrecher mit entsprechender Ausrüstung. Versteckte
Netze sind mit einem Sniffer aufzuspüren, die SSID lässt sich aus den Paketen
extrahieren und MAC-Adressen kann man einfach fälschen. Diese Mechanismen verhindern
jedoch, dass zum Beispiel der Nachbar quasi aus Versehen in das Funknetz 'reinstolpert'
und halten die meisten unerfahrenen Hobby-Cracker draußen.
Zum Knacken der WEP-Verschlüsselung hingegen braucht ein potenzieller Einbrecher Zeit -
und davon reichlich. Zwar erledigen frei verfügbare Tools wie Airsnort oder WEPCrack
alles fast automatisch. Die Angriffe auf die WEP-Verschlüsselung erfolgen rein passiv,
das heißt, der Angreifer muss sein Funk-LAN-Notebook lediglich in Reichweite des
Funknetzes aufbauen, das Programm starten und warten. Nachdem es genug Pakete ausgewertet
hat, spuckt es den geknackten WEP-Schlüssel aus, mit dem er sich in das Netz einbuchen
kann. Doch bis es soweit ist, kann es dauern ...
Wie lang, das hängt von einer ganzen Reihe von Faktoren ab. Der wichtigste ist, wie viel
in dem Funknetz überhaupt los ist. Jemand, der nur ein wenig in der Gegend rumsurft,
produziert natürlich weniger Pakete als ein riesiger Download, der die verfügbare
Bandbreite voll ausnutzt. Für den Angreifer kommt erschwerend hinzu, dass die
Empfangsqualität und damit die Zahl der aufgefangenen Pakete mit dem Abstand und
dazwischenliegenden Wänden so stark abnimmt, dass ein Notebook vor dem Haus nur einen
Bruchteil des Verkehrs aufschnappt. Des Weiteren lassen sich nur bestimmte Pakete mit
besonders schwachen Schlüsseln - die 'Interesting Pakets' - knacken.
Um ein Gefühl für den tatsächlichen Aufwand zu bekommen, setzten wir ein Funknetz mit
40-Bit-WEP-Verschlüsselung auf, in dem zwei Redakteure fleißig surften, ihren
Mail-Verkehr abwickelten und zwischendurch auch ein paar MP3-Dateien von einem Server im
drahtgebundenen LAN anhörten. Sie produzierten dabei an einem Tag etwa eine Million
Pakete, von denen nur etwa 1000 interessant waren. Bei 104-Bit-SchlUsseln ist dieses
Verhältnis noch um etwa Faktor zehn schlechter.
Die Zahl der benötigten, interessanten Pakete, um einen 104-Bit-Schliissel zu knacken,
hängt vor allem vom Zufall ab: Manchmal reichen 1000, es können aber auch über 4000
sein. In unserem Test-Szenario dauerte es etwa drei Arbeitstage, um die erforderlichen
3000 interessanten Pakete zu erlauschen. Bei 104 Bit und einem Privatanwender, der nur
gelegentlich ohne Kabel surft, läge diese Zeit noch viel höher.
Natürlich sind all diese Zahlen nur als ungefährer Anhaltspunkt zu verstehen und
variieren in der Praxis sehr stark. Da mittlerweile alle modernen Basisstationen und
WLAN-Karten WEP mit 104-Bit-Schlüsseln unterstützen, kann man die Latte für Einbrecher
schon recht hoch legen. Diesen Aufwand wird kaum jemand betreiben, nur um zu sehen, auf
welchen Web-Seiten sich der Nachbar so rumtreibt.
(ju in c't 14/2002 S. 93)
8. Alles nur geklaut - Zitieren und Quellenwiedergabe
Hier findest du einen Artikel dazu: Methodengruppe
der Modellschule Obersberg, Backhaus u.a.: CD Methodencurriculum, Januar
2003
9. (Digitiales) Video
Das Erstellen eines Filmes ist eine Kunst und unabhängig davon, ob man einen analogen
oder digitalen Camcorder hat. Wer einen Fußball besitzt kann noch lange nicht bei der
Frankfurter Eintracht mitspielen, wer einen Camcorder besitzt ist noch kein Kameramann.
Daher sollte man bei wichtigen Filmen (z. B. Hochzeit) einen Profi engagieren, damit auch
ein guter Film "gedreht" wird. Und zu einem guten Film gehört auch Ton, dazu
wird später ein Artikel erscheinen.
Trotzdem hier ein paar Tipps für gute Filme:

aus: Peter Klau: Digitale Videos Mit Windows Movie Maker 2, Markt+Technik Verlag 2005
Ein Film von einem digitalen Camcorder wird üblicherweise über die sogenannte FireWire-Schnittstelle auf den Computer überspielt. Meist liegt der Film im Format DV vor. Da dies zu sehr großen Dateien führt, wählt man als Dateiformat für die Festplatte MPEG oder WMV. Näheres zu den Formaten unten.

Die Zeit der Videocassette geht langsam aber sicher ihrem Ende entgegen und wird
abgelöst von der DVD. Da wird es Zeit, seine alten (evt. sogar selbst erstellten und
hoffentlich nicht allzu schlechten) Videofilme von VHS-Cassette auf DVD oder (S)-VCD zu
überspielen. Allerdings hat das Filmen nur wenige Haushalte im Gegensatz zur Fotografie
erreicht, so dass die wenigsten Filmaufnahmen von sich aus der eigenen Kinderzeit
besitzen. Bei den älteren handelt es sich dann oft um Super8-mm-Filmmaterial, das im
einfachsten und gar nicht so schlechten Fall von Leinwand auf einen VHS-Camcorder
abgefilmt wird. Das Überspielen von VHS-Cassette auf DVD geht z.B. mit einem Windows-PC
mit DVD-Brenner, passender Brennsoftware und einer Grafikkarte mit Videoeingang sowie
einer Software zum Videograbben und Kodieren. Evt. muß man sich für ca. 30 Euro ein
kleines Gerät zum Anschluss an USB kaufen, an dass man analoge Quellen anschließen kann.
Die nötige Software ist dann mit dabei.
Zunächst wird das Analogvideo vom VHS-Recorder wiedergegeben und dabei mit der an den PC
angeschlossenen Grafikkarte digitalisiert; das nennt man "Grabben". Der
digitale Datenstrom wird dann auf der Festplatte zwischengespeichert, und zwar
grundsätzlich komprimert, denn sonst würden 20 MByte für 1 Sekunde Film benötigt.
Idealerweise geschieht diese Kodierung schon hier nach MPEG-2, wobei die
DVD-Standard-Auflösung 720 x 576 beträgt. MPEG-2 ist das DVD-Format, wobei dieses sich
dann in VOB-Dateien (Container-Datei) befindet. Für die meisten VHS-Filme genügt dabei
eine Datenrate von 6000 kBit/s. Auch reicht oft schon eine billige (S)-VCD und dies
bedeutet 480 x 576 oder 352 x 288 Pixel, da es sich um MPEG-1- Format handelt. Wegen
der begrenzten Bandbreite des VHS-Signals (300 TV-Linien) bringt die volle
Zeilenauflösung von 720 nichts beim Grabben, statt dessen fängt man sich nur mehr
Rauschen ein. Also: Man stelle schon beim Grabben auf 352 x 288 Linien und auf MPEG-1,
sofern der DVD-Spieler auch MPEG-1 abspielen kann, was aber meist der Fall ist. Zur
Erzeugung einer richtigen DVD braucht man dann noch ein Brennprogramm, welches die
VOB-Datei, die die MPEG-2-Datei enthält, erzeugt. Es ist aber auch möglich, allein
MPEG-Dateien auf CD/DVD zu brennen, dann fehlt allerdings der übliche Komfort einer DVD.
Auf Unterschiede beim Ton wird hier nicht eingegangen.
Soll das Filmmaterial später nur auf einem Computer abgespielt werden, so kann man auch
die Formate AVI (auch ein Containerformat, kann verschiedene Codecs enthalten) oder WMV
(Windows Media Video), wobei letzteres zu bevorzugen ist, da die Dateien ähnlich gut wie
bei MPEG komprimiert werden. AVI-Dateien sind sehr groß.
Hat man einen digitalen Camcorder (mit MiniDV-Cassette, DVD oder kleiner Festplatte als
Speichermedium), so liegt schon digitales Material vor. Bei den MiniDV-Camcordern, die den
höchsten Marktanteil haben, handelt es sich um das Format DV (Digital Video) mit einer
Komprimierungsrate von 5:1.
Das Schneiden und Bearbeiten (z.B. Schärfen) eines Films, der digitalisiert vorliegt,
benötigt dann spezielle Programme. Das zu Windows XP gehörende kostenlose Movie Maker 2
(evenutell kostenloser Download bei Microsoft) kann das WMV-Format, aber kein MPEG
ausspielen. Zu empfehlen ist ein Programm wie Pínnacle Studio, das oft zum Lieferumgang
eines gut ausgestatteten PC´s (Grafikkarte mit Videoeingang u.a.) gehört. Es gibt auch
kostenlose Software, mit der man WMV in MPEG umwandeln kann.
Über das richtige Schneiden
(Andreas Zerr: Richtig schneiden, in Zeitschrift c´t 15/2002, S. 90ff) findet man hier
gute Tipps.
Hier die wichtigsten Video-Codecs:

aus: Computerbild 16/2004, S.149
Das Wort CODEC ist eine Abkürzung für Compression-Decompression. Ein Codec kann eine
Software- oder Hardwarelösung sein. Ein Codec stellt mit seinem Kompressionsverfahren
bzw. Dekompressionsverfahren einen Algorithmus zur Verfügung, der unkomprimierte Video
und/oder Audiodateien so weit in der Datenmenge reduziert, dass das Video trotzdem für
das menschliche Auge mit keinem sichbarem Qualitätsunterschied abgespielt wird.
Ihre Effizienz verdanken die Video-Codecs einer Kombination aus verlustloser
Redundanzreduktion und verlustbehafteter Irrelevanzreduktion. Während DV und Motion JPEG
sämtliche Einzelbilder vollständig als Intra-Frames kodieren, nutzen MPEG & Co
Ähnlichkeiten aufeinander folgender Videobilder aus, die sie naiv gesprochen als
Differenzen gegenüber dem letzten Vollbild speichern.
Bei MPEG werden also mehrere Bilder, die hintereinander im Video vorliegen, nach
Ähnlichkeiten durchsucht und nur die Änderungen in der Bildfolge gespeichert. Also wenn
ein Nachrichtensprecher sich vor einer immer gleichfarbigen Wand bewegt, reicht es aus,
den Hintergrund einmal zu speichern und nur die Änderungen der Bewegung des
Nachrichtensprechers zu speichern. Diese Art der Kompression kann sehr große Datenmegen
komprimieren und wird deshalb auch für DVDs genutzt. Hier heißt die Kompression dann
MPEG-2.
Der MPEG-1-Codec nutzt in der Regel 25 Frames bei einer Auflösung von 352 Pixel x 288
Pixel, dabei erreicht er eine Datenrate von 1,2 bis maximal 3 MBits/s. Der Vorteil liegt
in der niedrigen Datenrate von 1,2 MBit/s, die gerne bei Video-CDs (VCDs) eingesetzt wird.
Eine Video-CD hat dabei eine etwas schlechtere Qualität als ein VHS-Video mit 320 x 240..
Einige weitere Auflösungen: S-VHS: 640 x 480, PAL-Fernsehbild: 768 x 576
MPEG-2 kann besser mit dem beim Fernsehen eingesetzten Zeilensprungverfahren umgehen als
MPEG-1. Filmmaterial kann hier nahezu in 1:1-Qualität bearbeitet werden. Der Codec
besitzt ebenfalls 25 Frames und kann für verschiedene Auflösungen eingesetzt werden.
Für die DVD sind es 720 x 576 Pixel mit bis zu 15 MBit/s Datenrate.
MPEG-4 ist eine Weiterentwicklung von MPEG-2, es wird z.B. bei der
DVB-Fernsehbildübertragung eingesetzt. Daten werden damit auch über das Internet
übertragen, um das Streaming von Audio und Video zu unterstützen. DivX basiert
strukturell auf dem MPEG-4-Video-Standard. Mit DivX lassen sich nur Videos bearbeiten,
nicht der Ton. Dafür nimmt man das bewährte MP3-Format. Die etwas abweichenden Angaben
unten in der Tabelle erklären sich dadurch, dass es bei den Bitraten um Bild und Ton
geht.
Will man WMV in MPEG umwandeln, so nimmt man dabei am besten das kostenlose TMPGEnc, es
wandelt sehr schnell in MPEG1 um, nicht in MPEG2. Man kann damit auch ganze Bereiche
wegschneiden, z.B. störende Werbung.
Alle oben genannten Videoformate sind Bitmap-Formate, beim Flash-Format handelt es sich um
ein Vektorformat. Es wird von www.youtube.de
eingesetzt, alle hochgeladenen Videos werden in dieses speicherplatzsparende Format
gewandelt.
aus: Björn Walter: Digitale Videobearbeitung, bhv-verlag 2003, S. 203ff

aus: Computerbild 16/2004, S.150
Weitere Literatur:
Ulrich Hilgefort: Formatwechsel, in: c´t, 16/2004, S.164-171
Computerbild 16/2004, S. 148-150
Volker Zota: Kompressionisten, in: c´t 10/2003, S. 150, der ganze Artikel
Hier gibt es nahezu alles zu Camcorder und digitalem
Video.
10. Streaming
Siehe hierzu
SYSTEMRETTUNGSMAßNAHMEN UNTER WINDOWS XPGegenüber seinen Vorgängern ist Windows XP wesentlich stabiler geworden und ist fast nur noch durch defekte Hardware oder schlechte Systemtreiber aus der Ruhe zu bringen. Dennoch kann auch Windows XP durch eine fehlerhafte Installation oder einen Virus beschädigt werden, so dass es nicht mehr startet. Auch hier hilft XP und lässt den Anwender nicht alleine. Wir stellen einige der Rettungsmaßnahmen in einem kleinen Artikel vor. Abgesicherter ModusDer abgesicherte Modus ist bei vielen PC-Problemen die erste Anlaufmöglichkeit. Um in ihn zu gelangen, drücken Sie während des Hochfahrens die Taste F8. Es erscheint Menü mit mehreren Auswahlmöglichkeiten, hier wählen Sie den abgesicherten Modus aus. In ihm werden nur die nötigsten Treiber und Programme geladen, damit keine Konflikte entstehen können. Im abgesicherten Modus können Sie Programme deinstallieren, problematische Treiber entfernen oder Dienste deaktivieren. Sie können hier ebenfalls auf die Systemwiederherstellung zugreifen, die im Folgenden erklärt wird. SystemwiederherstellungMit Hilfe der Systemwiederherstellung können Sie Ihren PC zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederherstellen. Das bedeutet, wenn Ihr PC vor der Installation eines bestimmten Programms noch lief, können Sie den PC in den Zustand bringen, in dem er vor der Installation dieses Programms war. Die Systemwiederherstellung merkt sich den aktuellen Zustand der zu überwachenden Festplatten und speichert ab dem Zeitpunkt des Systemwiederherstellungspunktes alle folgenden Veränderungen (gelöschte und überschriebene Dateien sowie veränderte Dateien). Die Systemwiederherstellung können Sie sowohl im abgesicherten als auch im normalen Modus benutzen. Im normalen Betriebsmodus erreichen Sie sie unter Start->Programme->Zubehör->Systemprogramme->Systemwiederherstellung. Sie erhalten dann Folgendes:
In dem Text links wird kurz erklärt, was die Systemwiederherstellung ist und was sie macht, rechts sind die für Sie interessanten Optionen. Sie können entweder den Computer zu einem früheren Zeitpunkt wiederherstellen, einen Wiederherstellungspunkt erstellen oder die letzte Wiederherstellung (falls Sie bereits eine durchgeführt haben) rückgängig machen. Da Sie ein Problem mit dem Computer haben, dürfte momentan nur die Option "Computer zu einem früheren Zeitpunkt wiederherstellen" interessant sein. Nach einem Klick auf "Weiter" sehen Sie Folgendes: Der Text rechts weist Sie darauf hin, dass am heutigen Tag noch kein Wiederherstellungspunkt erstellt wurde. Sie müssen sich auf dem Kalender links ein fett markiertes Datum auswählen, das bedeutet, dass Wiederherstellungspunkte existieren.
Nun können Sie den gewünschten Punkt der Wiederherstellung auswählen. Die Punkte sind jeweils nach der Zeit sortiert und kurz beschrieben. Wie Sie hier sehen können, wurde um 19:11:42 ein Systemprüfpunkt eingetragen. XP fertigt diese Prüfpunkte regelmäßig nach einem bestimmten Rhythmus an.
Wenn Sie den gewünschten Wiederherstellungspunkt ausgewählt haben, erscheint bei Ihnen folgendes Fenster:
Dies ist das letzte Fenster vor der Wiederherstellung. Nach einem Klick auf "Weiter" wird der Computer neu gestartet und zu dem ausgewählten Punkt wiederhergestellt. Nachdem die Aktion erfolgreich durchgeführt wurde, erscheint noch ein Fenster, dass der Wiederherstellungspunkt auf Ihrem PC erfolgreich wiederhergestellt wurde. Sie sollten jedoch aufpassen, da ein Systemwiederherstellungspunkt kein Image ersetzt und auch keine Dokumente in persönlichen Ordnern sichert! Die Funktion von Windows merkt sich nur die Veränderungen von Systempunkt zu Systempunkt. Sie können auch chronologisch das System zurücksetzen. Möchten Sie also z.B. zu einem Systempunkt am 01.10.2003, werden alle Änderungen danach auch zurückgesetzt. Dies ist so, weil die Systemwiederherstellung immer nur die Veränderungen von Wiederherstellungspunkt zu Wiederherstellungspunkt sichert. Wenn sie ein totales Abbild mit der Sicherung aller Daten möchten, müssen Sie auf ein Image-Programm zurückgreifen. Windows XP erstellt bei Installation neuer Treiber oder Programme mit MSI-Installer selbstständig einen Systempunkt. Bei allen anderen Programmen sollte dieser manuell vor der Installation erstellt werden. Alle 24 Stunden wird ein Wiederherstellungspunkt automatisch erstellt. Das können Sie
in der Registry unter Unter Start ->Einstellungen-> Systemsteuerung-> System-> Systemwiederherstellung können Sie einstellen, welche Partitionen überwacht werden sollen bzw. ob Sie die Systemwiederherstellung komplett deaktivieren möchten. Unter Einstellungen können Sie noch die maximale Größe bestimmen, die die Systemwiederherstellungspunkte verwenden dürfen.
Im Regelfall überwacht man das Systemlaufwerk. Treiber RollbackDer Mechanismus der Systemwiederherstellung wurde bei Treiberinstallationen nochmals erweitert. Windows erstellt bei jedem Treiberupdate eines Gerätes einen Wiederherstellungspunkt und kann so die Installation wieder rückgängig machen, wenn das Gerät danach nicht wie gewünscht funktioniert. Wenn der neue Treiber für Ärger sorgt oder schnell wieder aus dem System soll, reicht hierfür der Button "Installierter Treiber" unter System -> Hardware -> Eigenschaften des Geräts -> Registerkarte Treiber. Im Englischen nennt sich der Button "Drive Rollback" und ist somit viel treffender bezeichnet.
Letzte als funktionierend bekannte KonfigurationDiese Option finden Sie ebenfalls im "Erweiterte Windows-Startoptionen-Menü", das Sie über F8 erreichen. Windows speichert bei jedem erfolgreichen Booten eine Liste aller installierten Treiber sowie eine Kopie der Registry. Wenn Sie zum Beispiel einen neuen Treiber installiert haben und dieser Probleme bereitet, können Sie mit Hilfe von der letzten als funktionierend bekannten Konfiguration dieses Problem beheben und den PC normal starten. Grade bei Treiberkonflikten oder -problemen ist diese Funktion nützlich. Andere Auswahlmöglichkeiten im Windows-Startoptionen-MenüStartprotokollierung aktivierenWindows wird normal gestartet, es wird aber eine ntbtlog.txt mit Informationen über die geladenen Treiber und deren Status gespeichert. VGA-ModusDes Weiteren können Sie Ihren PC im VGA-Modus starten, dazu verwendet XP Ihren gewöhnlichen Grafikkartentreiber im VGA-Modus. Dies ist vor allem dann nötig, wenn eine zu hohe Auflösung im Serverprofil des Anwenders liegt, er sich aber nun an einem System mit einem kleineren Monitor anmelden will. Sie können hier die Grafikeinstellungen ändern. WiederherstellungskonsoleWenn Sie beim Booten nicht einmal mehr Windows starten können, dann sollten Sie das
Problem über die Wiederherstellungskonsole lösen. Ein großer Vorteil der
Wiederherstellungskonsole ist, dass Sie die Konsole immer starten können, sogar wenn die
Systemdateien von Windows zerstört sind. Sie können die Konsole entweder installieren
oder sie über Ihre XP-CD aufrufen. Wenn Sie sie installieren möchten, legen Sie ihre
XP-CD ins CD-Laufwerk und geben Sie unter Start-> Ausführen Folgendes ein:
CDPFAD:\i386\winnt32.exe /cmdcons
Nun sollte bei Ihnen dieses Fenster erscheinen. Bestätigen Sie hier mit "Ja". Nach der Installation erscheint bei jedem Start eine Abfrage, ob Sie XP oder die Wiederherstellungskonsole starten möchten, die 30 Sekunden bestehen bleibt. Um dieses Intervall von 30 Sekunden zu verkürzen, machen Sie Folgendes: Start-> Ausführen-> Hier geben Sie msconfig ein und drücken Enter.
Nun klicken Sie auf den Reiter BOOT.INI. In der Mitte rechts befindet sich ein kleines Feld namens Zeitlimit. Dieses können Sie auf 3 Sekunden herunterstellen, da sonst eine unnötig lange Zeit zum Booten beansprucht wird.
Mit Hilfe der Konsole können Sie Windows-Systemdateien und -Ordner kopieren, ersetzen und umbenennen, Dienste deaktivieren, Partitionen erstellen und formatieren sowie den MBR (Master Boot Record) oder den Bootsektor reparieren. Um die Konsole zu starten, booten Sie von der XP-CD und drücken Sie R für Recovery Console. Nun werden alle entdeckten Windows-Installationen aufgelistet, wählen Sie die gewünschte aus, indem Sie die Nummer drücken. Nun könnten Sie aufgefordert werden, das Administrator-Passwort einzugeben. Bei XP-Home-Systemen drücken Sie einfach Enter, bei XP-Pro geben Sie das Admin-Passwort ein. Nun gelangen Sie in eine Konsole, die sehr der cmd.exe ähnelt. Um alle verfügbaren Befehle zu erhalten, geben Sie help ein, um nähere Informationen über einen einzelnen Befehl zu erhalten, geben sie help Befehl oder Befehl/? ein. Die Befehle sind:
Konsole komplett freischaltenDie Wiederherstellungskonsole ist aus Sicherheitsgründen stark eingeschränkt, selbst wenn man sich dort als Admin einloggt. So können z.B. keine Daten auf Disketten gespeichert werden. Auch kann man nicht auf Ordner zugreifen, die nicht im Systemordner von XP liegen. Die Einschränkungen lassen sich aber wie folgt aufheben (gilt für Windows XP
Pro, für Home siehe unten): Optional (für XP Home der EINZIGE Weg) kann man den Wert auch über die Registry
ändern unter Beachte: Mit der oben festgelegten Richtlinie hat man dennoch nicht Zugriff auf alle Ordner und Dateien, sondern nur auf den SET-Befehl. Damit man die Einschränkungen wirklich behebt, sind in der Konsole noch jedes Mal folgende SET-Befehle notwendig: · Set AllowAllPaths = True (Zugriff auf alle Pfade erlaubt) Die 4 Befehle kann man sich auch in einer Batdatei im Root speichern und dann bei Bedarf ausführen. Arbeiten in der Konsole:Anhand der folgenden Beispiele zeigen wir, wie man das eine oder andere Problem löst. a.) Wenn die boot.ini fehlt oder zerstört ist, geben Sie die folgenden Befehle ein Siehe auch den Artikel von Microsoft unter D291980 b.) Sie haben Linux installiert und dies hat Ihren Bootsektor oder den Master Boot
Record zerschossen. Geben Sie c.) Ein Dienst oder ein Treiber ist für ein fehlerhaftes System verantwortlich: Hinweis: Der Befehl "Disable" zeigt den alten Starttyp des Dienstes an, bevor
er auf SERVICE_DISABLED zurückgesetzt wird. Sie sollten sich den alten Starttyp notieren,
falls der Dienst erneut aktiviert werden muss. enable Treiber-/Dienst Startattribut d.) Wenn das System auf Grund einer fehlerhaften Registry nicht mehr startet, sollte man den Anweisungen von Microsoft aus dem Artikel ID 307545 folgen, der einen Lösungsweg beschreibt. ReparaturinstallationWenn keiner dieser Tipps Ihr Problem beheben konnte, hilft möglicherweise eine Reparaturinstallation. Booten Sie von der XP-CD, drücken Sie Enter und folgen Sie den Anweisungen. Nachdem Sie Ihre Installation ausgewählt haben, drücken Sie R, um die Installation zu reparieren, hierbei gehen keine Daten, wohl aber die installierten Updates verloren. Wenn die Installation beendet ist, sollte ihr System wieder funktionieren und die Dateien sollten weiterhin erhalten sein. Hilfreich ist dies, wenn ihr XP total "zerschossen" sein sollte, sei es durch irgendwelche Registryänderungen oder Ähnliches. So kommen Sie zumindest noch an die Daten auf NTFS-Datenträgern. Weitere Informationen zu dieser Art von Installation gibt es auch bei Microsoft unter D315341. Tipps von ProfisAuch den besten Profi trifft es irgendwann. Hier ein paar Kniffe und Hinweise, wie ich (PCDMicha) mich vor Problemen schütze.
Daniel Brodback und PCDMicha, 07.12.2003
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Daniel Brodback und PCDMicha, Systemmaßnahmen unter WindowsXP, in: http://www.wintotal.de/Artikel/systemrettung/systemrettung.php
vom 29.09.2004
12. Digitale Schultasche
Das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) hat kürzlich eine Sammlung kostenloser professioneller Software zusammengestellt, die frei im Bildungsbereich verwendet werden kann.
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Als Datenträger für die Digitale Schultasche kommen USB-Sticks oder externe
Festplatten in Frage. Die Digitale Schultasche nutzt Computer im wesentlichen nur noch als
"Wirt", ein Umkopieren auf den konkret genutzten PC ist nicht nötig. Alle im
Unterricht benötigten Programme hat man also immer bei sich auf dem Stick.
Dies verschafft Lehrkräften mehr räumliche Unabhängigkeit beim Unterrichten mit
digitalen Medien.
Schüler können nun in der Schule erstellte Dateien mit nach Hause nehmen und dort mit
den gleichen Programmen wie in der Schule weiterarbeiten. All diese Programme sind
kostenlos und stehen den bekannten Office-Programmen in fast nichts nach. Sogar ein
Browser und eine E-Mail-Client sind dabei und mit einem anderen Programm kann man DVDs und
alle Audio-und Videoformate abspielen.
Wie bekommt man die Digitale Schultasche auf den USB-Stick?
Man holt sich in der Schule meine UvH-Version, dort sind in den Anwendungsprogrammen MS-Dateiformatie beim Speichern voreingestellt. Bei langsamen USB-Sticks kann das Kopieren mehrere Stunden dauern.
Und hier gibt es die jeweils neueste Version im Internet, dazu die einzelnen Schritte mit Bild und Text.
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Man geht zum Bildungsserver des Landes Schleswig-Holstein oder gibt in einer Suchmaschine "Digitale Schultasche" ein. Dann klickt man den Download-Link an und lädt sich die ZIP-Datei auf den eigenen Rechner heruntern. |
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Die Datei wird mit einem Download-Programm heruntergeladen. |
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Der Download dauert wegen der Dateigröße einige Zeit, später benötigt man dann mindestens einen 1 GigaByte-Stick. |
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Jetzt muß man mit einem Entpackprogramm die ZIP-Datei in ein Verzeichnis eigener Wahl entpacken. |
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Es entsteht ein Ordner Schultasche. Dort befindet sich das zu startende Programm PStart. Nun kopiert man den Ordner auf einen USB-Stick und startet das Programm, es findet sich eine Liste mit verschiedenen Anwendungsprogrammen. Falls eines der Programme nicht startet, was auch bei mir zu Hause der Fall ist, so gehe man in den Unterordner, indem die zu startende Programmdatei ist, was leicht an ihrem Namen zu erkennen ist. Diese ist dann direkt zu starten. |
14. Festplattenwächtersysteme: Nach dem nächsten Boot wird
alles wieder gut
"Mein Rechner startet nicht mehr", "Ich habe einen Virus auf dem
Rechner". So etwas gibt es nicht mehr, wenn man seinen Rechner per Hardware oder per
Software vor dauerhafter Veränderungen nach einer Sitzung schützt. Alle Schulen setzten
seit einigen Jahren solche Systeme ein.
Ein Hardwareschutz besteht aus einer kleinen Steckkarte, die das Bios so erweitert, so
dass dann alle Festplattenschreibzugriffe auf die zu schützende Partition (meist Laufwerk
c: mit dem Betriebssystem und den installierten Programmen) umgeleitet werden und in
die Datenbank in einer versteckten Partition oder in einer Swap-Datei geschrieben werden,
die sich bei neuen Schutzkarten auch in der zu schützenden Partition befinden kann. Dort
hinein werden dann die Änderungen in der zu schützenden Partition geschrieben. Es sind
fast hundert Dateien, die beim Windows-Vista-Start neu geschrieben werden, deshalb läßt
sich auch kein allein von CD oder DVD lauffähiges Windows erstellen. Wird nun auf c:
lesend zugegriffen, so wird zunächst in der Datenbank nachgeschaut, ob sich Dateien
verändert haben und die geänderte Datei (nicht in c: geändert!) wird aus dieser
Datenbank gelesen. So kann man ganz normal arbeiten und merkt höchstens vom Schutz
insofern etwas, dass der Rechner etwas langsamer als ohne ist (unter 10%). Wird dann der
Rechner ausgeschaltet, so ist beim nächsten Start alles wie vorher ("Beim nächsten
Boot wird alles wieder gut"). Natürlich kann man auch Programme neu installieren,
dazu muss man den Schutz kurzzeitig ausschalten.
Mit der zunehmenden Verbreitung von Laptops (jeder zweite Computer wird heute als Laptop
verkauft) sind auch Softwarelösungen als Alternative zu den Hardwarelösungen entwickelt
worden. Hier wird sehr früh beim Hochfahren des Rechners ein Dienstprogramm gestartet,
das dann wie oben Schreibzugriffe auf die zu schützende Partition abfängt. Da jetzt evt.
ein Booten von Diskette oder CD-ROM möglich ist und damit später ein schreibender
Festplattenzugriff möglich wäre, kann man dies durch Änderung der Boot-Reihenfolge im
BIOS verhindern. Allerdings bräuchte man auf diesen Datenträgern ein Betriebssystem, mit
dem man überhaupt auf das übliche NTFS-Dateisystem schreibend zugreifen kann. Außer
Windows kann das 100%-richtig kein Betriebssystem. DOS kann nur mit FAT12-, FAT16- und
FAT32-Dateisystemen umgehen und sieht die NTFS-Partition überhaupt nicht.
Nun stellt sich noch die Frage, warum diese Schutzsysteme nur in Schulen eingesetzt
werden, aber sehr selten auf privaten Rechnern. Früher war es nötig, eine eigene
Partition zu erstellen, in die die Schreibzugriffe umgeleitet wurden. Das bedurfte wieder
spezieller Programme und erforderte Wissen über Festplatten und ihre Partitionen.Wenn
dann beim Umpartionieren etwas schief ging (z.B. Stromausfall), war evt. die Festplatte
unbrauchbar. Vielleicht ist auch Grund, dass die Änderungen, die z.B. am Desktop während
einer Sitzung vorgenommen werden, nach dem nächsten Start noch vorhanden sein sollen. Und
man sollte in allen Anwendungsprogrammen den Speicher-Pfad ändern, damit nicht in
versehentlich in Eigene Dateien auf c: speichert wird und nach dem nächsten Start diese
Dateien nicht mehr da sind. Auch dazu muss man das entsprechende Wissen haben. Daher
sollte man die Eigenen Dateien auf eine ungeschützte Partition verschieben, was sich ganz
einfach vom Desktop aus machen läßt. Ganz perfekt geht das alles aber nicht, z.B. liegt
das Adressbuch von Outlook immer im Programmordner. Möglicherweise läßt sich auch das
in der Registry ändern.
Bei Clients in einer Domäne lassen sich weitreichende Schutzmechanismen einrichten, die
auf dem Domänencontroller definiert sind und die sich der Client "zieht".
15. Sicherung des Festplatteninhalts durch Erstellung eines Images
Eine Alternative zum oben beschriebenen Festplattenschutz ist die jederzeitige Rückkehr
zu einem früheren Zeitpunkt auf ein sauberes Windows mit Anwenderprogrammen. Eine
durchaus erfolgversprechende Möglichkeit findet sich unter
Zubehör/Systemsteuerung/Systemwiederherstellung. Besser ist aber der Rückgriff auf einen
früheren HDD-Zustand. Bevor man ein Image eines solchen erstellt, muss man sich zunächst
sicher sein, dass überhaupt eine saubere Installation vorliegt. Man sollte also nicht
gerade im Internet gewesen sein und sich einen Virus auf die Festplatte geholt haben.
Man könnte auf die Idee kommen, einfach den ganzen Inhalt der Systempartition auf
z.B. eine externe USB-Festplatte zu kopieren. Das nützt aber nichts, da bestimmte
Systemdateien auch an bestimmten Stellen auf der Festplatte stehen müssen bzw. ein
Zurückkopieren vielleicht gar nicht mehr möglich ist.
Also benötigt man ein spezielle Programme wie z.B. Ghost oder True Image. Dieses lesen
dann quasi Bit für Bit den Inhalt der Partition und schreiben dies in der vorgefundenen
Reihenfolge in eine Datei. Nur bei neuen Programmen lassen sich daraus dann später auch
bestimmte Ordner extrahieren. Dabei sollte das Programm mit dem zu sichernden Dateityp in
der Partition umgehen können, damit nur wirkliche Nutzdaten gesichert werden. Auch sollte
Komprimierung möglich sein. Dann geht das Sichern einer Partition recht schnell. Nun
stellt sich die Frage, wohin die Image-Datei zu schreiben ist. Es sollte in eine Partition
erfolgen, mit deren Dateityp fast alle Betriebssyteme umgehen können, das wäre FAT32.
Man muss also die Festplatte so umzupartitionieren, dass für das Image eine ausreichend
große Backup-Partition zur Verfügung steht. So verfahren auch die großen Hersteller wie
Medion, die ein Image des Auslieferungszustandes in einer solchen ablegen. Mit der
zugehörigen Rettungs-CD, die ein Programm enthält, dass das Image in c: zurück spielen
kann, läßt sich dann evt. per telefonischer Anweisung der Auslieferungszustand wieder
herstellen. Beim Selbsterstellen eines Backups in Form eines Images sollte dieses sofort
von der internen Festplatte auf einen externen Datenträger, z.B. auf eine USB-Festplatte,
kopiert werden. Ein Backup nützt schließlcih nichts, wenn es sich auf einer defekten
Festplatte befindet. Bei einer FAT32-Rettungspartition geht das ganze sogar mit einer
DOS-Bootdiskette und mit einem wenig Speicherplatz benötigenden Image-Progamm. Wenn aber
kein Diskettenlaufwerk mehr vorhanden ist, geht man anders vor. Man bootet den Rechner mit
einer bootfähigen CD (DOS oder oft Linux) und sichert dann die Partition oder sichert
diese bei laufendem Windows, das während der Sicherung quasi eingefroren wird, man kann
sogar, wenn auch langsam, weiterarbeiten. So gehen neuere Imaging-Programme vor wie True
Image vor. Ein Restore geht man dann aber auch nur durch Booten eines anderen
Betriebssystems. Auch das Restore kann Probleme bereiten, falls kein Zugriff auf das
externe Rettungsmedien möglich ist. Der Rettungsfalls muss also unbedingt ausprobiert
werden. Einfach geht es aber, wenn man ein Basis-Windows auf die Festplatte aufspielt,
dann partitioniert man falls nötig um und kopiert das Backup-Image z.B. von einer
externen USB-Festplatte auf die interne Festplatte in eine Rettungspartition. Nun kann man
den Rechner von einem externen Medium mit Betriebssystem booten und spielt das Image
zurück, danach ist die Rechnerbespielung ist wieder im alten Zustand. Natürlich fehlen
alle Programme, die seit der Image-Erstellung installiert worden sind und auch die
eigenen Dateien, die man seitdem auf die Systempartition geschrieben hat. Diese
sollte man deshalb immer in eine eigene Datenpartition schreiben.
Mit einem Imaging-Programm kann man auch Festplatten clonen (aus 1 mach n!), dazu wird die
Slave-Festplatte kurzzeitig neben der Master-Festplatte eingebaut. Es wird ein
bitgetreues Abbild der Master-Festplatte auf die Slave-Festplatte kopiert. Nach dem Clonen
ist dann noch Nacharbeit erforderlich (personalisieren), dies kann manuell oder
automatisiert erfolgen. Alle zu clonenden PC müssen aber eine weitgehend
identische Hardware aufweisen. Bei heterogener Hardware muss Sysprep von Microsoft zur
Hardware-Neutralisierung eingesetzt werden.
Der Index ist wie das Schlagwortregister am Ende eines Buches
Zu fast jedem Suchwort liefert Google eine passende Seite über das riesige
Schlagwortverzeichnis der Firma. Doch Google kennt nicht das ganze Web.
Dass Google sich im Internet so gut auskennt, liegt an Googlebot. So heißt die
automatische Surfsoftware, mit der Google das Internet permanent durchforstet. Alle
Suchmaschinen nutzen solche Surf-Programme, die auch Spider, Webrobots oder kurz Bots
genannt werden.
Wahllos steuern sie alle Webseiten an, deren sie habhaft werden können, vom kleinsten
Forumseintrag bis zum Leitartikel. Stoßen sie beim Surfen auf einen Link zu einer neuen
Webseite, besuchen sie auch diese und hangeln sich so wie eine Spinne von Seite zu Seite.
Schritt für Schritt das Netz bereisen
Auf diese Weise lernt die Suchmaschine das Internet Schritt für Schritt kennen. Und das
immer wieder von Neuem: Denn Internetseiten werden verändert oder verschwinden, und dies
darf einer guten Suchmaschine nicht verborgen bleiben. Umgekehrt bedeutet das auch:
Seiten, die Googlebot noch nie besucht hat, findet man mit Google auch nicht. Dieser
unentdeckte Teil des Webs ist womöglich viel größer als der, den Google kennt.
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Google: Viermal Neues für Sucher und Sammler
Mit den von Googlebot angesteuerten Seiten geschieht dreierlei: Erstens speichert Google
eine Kopie der Seite im hauseigenen Rechenzentrum. Zweitens gibt Google jeder
katalogisierten Seite eine Nummer. Drittens analysiert Google den auf der Web-Seite
enthaltenen Text, aber auch andere Informationen wie Dateinamen von Bildern, den
Seitentitel und die vom Autor der Seite festgelegten Suchbegriffe. Daraus erstellt Google
Schlagwörter, die in das Google-Verzeichnis, Index genannt, eingearbeitet werden.
Nummern und Wörter
Der Index ist wie das Schlagwortregister am Ende eines Buches - eine lange Liste von
Wörtern und dazu die Nummern der Seiten, auf denen diese vorkommen. Auch falsch
Geschriebenes oder Fremdwörter werden aufgenommen - einzig häufige Wörter wie
"und" oder "das" bleiben unberücksichtigt. Startet ein Internetsurfer
eine Suchabfrage, schaut Google im Index, ob der Begriff vorhanden ist. Das ergibt
meistens viele tausend Treffer - die nun nach Relevanz sortiert werden müssen, denn das
Wichtigste soll in der Trefferliste ganz oben stehen.
Dazu nutzt Google ein Verfahren, das "Pagerank" heißt: Jede Internetseite
wird vor allem danach bewertet, wie viele andere Seiten auf sie verweisen. Wie relevant
die verweisenden Seiten sind, wird ebenfalls berücksichtigt. Insgesamt über 100 Faktoren
spielen eine Rolle. Doch was genau wie viel zählt bei der Seitenbewertung, bleibt Googles
Geschäfts- und letztlich auch Erfolgsgeheimnis.
Von Dirk Liedtke, Michael Streck und Eros Hoagland in stern-Artikel aus Heft 21/2006
Stand: 23.10.2007