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Fliegende Gummistiefel
Sport und Spaß bei den Bundesjugendspielen in Nidderau

Nicht nur Sprungkraft und Schnelligkeit, sondern auch Augenmaß und Geschicklichkeit waren gefragt bei den Bundesjugendspielen der Bertha-von-Suttner-Schule Nidderau. Zwischen den verpflichtenden Leichtathletik-Klassikern Laufen, Springen und Werfen mussten sich die Schülerinnen und Schüler in eher ungewohnten Spaß-Disziplinen messen wie Gummistiefel-Zielwurf, Wasserstaffel und Ping-Pong-Lotto, bei dem die kleinen Zelluloid-Bälle in nummerierten Plastikbechern versenkt werden mussten. Gehirn- statt Muskelschmalz war überdies gefragt beim Schulquiz, bei dem möglichst viele richtige Antworten in möglichst kurzer Zeit abzuliefern waren. Anders als bei den „richtigen“ Sportarten kam es hier auf die Klassen- und nicht auf die Einzelleistung an, um genügend Punkte für die eigene Gruppe zu sammeln und am Ende in der oberen Liga des schulinternen Rankings mitzuspielen. Weil bei Spaß- wie Sportwettbewerben gleichermaßen viel Schweiß floss, sorgten aufgestellte Rasensprenger für Abkühlung und Erfrischung und zudem für echt sommerliches Strandgefühl beim anschließenden Weitsprung in die Sandgrube. Währenddessen bestand der neu eingerichtete Schulsanitätsdienst mit Bravour seine erste Bewährungsprobe. Zwölf Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge sieben bis neun hatten sich im Verlauf des Schuljahrs in mehrtägigen Lehrgängen und einer umfangreichen theoretischen und praktischen Prüfung zu Schulsanitäterinnen und -sanitätern ausbilden lassen und versorgten mit Umsicht und Sachverstand erschöpfte und verletzte Sportler. Wer alle Wettbewerbe nicht nur überstand, sondern auch besonders gute Leistungen zeigte, wurde wie immer mit einer Urkunde belohnt. Allerdings müssen die Besten in diesem Jahr auf ihre Anerkennung in Form einer Ehrenurkunde noch etwas warten, denn die stapelweise im Archiv lagernden Blanko-Urkunden tragen die Unterschrift des alten Bundespräsidenten und sind deshalb unbrauchbar.

S. Falk, August 2010