
1.) MATHEMATIK ist eine Sprache mit Symbolen, Rechenregeln und Abkürzungen.
2.) MATHEMATIK ist ein Versuch, die Unendlichkeit zu beherrschen.
3.) MATHEMATIK ist ein Versuch, den Zufall berechenbar zu machen.
Diese kleine Auswahl der Vielfältigkeit der Mathematik und einiges mehr findet sich in den Rahmenplänen des Hessenkollegs wieder.
Vorkurs
Wenn man das Land der Wissenschaft bereisen möchte, ist es von Vorteil, wenn man die
Landessprache beherrscht. Die wichtigste Sprache der Wissenschaft ist die Mathematik.
Und die Grammatik der Mathematik ist die Algebra. Logischerweise werden hier zum Rechnen
auch Buchstaben verwendet. Deshalb ist das Hauptthema des Vorkurses die Algebra. Dazu
gehört vor allem das Umformen von Termen und das Lösen von Gleichungen.
Einführungsphase
Langsam begibt man sich in die Sphären der Mathematik, wobei weiterhin wichtiges
Handwerkszeug erlernt wird. Das Hauptthema sind die Funktionen: Lineare, quadratische,
trigonometrische und Exponentialfunktionen.
Qualifikationsphase
Die Hauptthemen des ersten Jahres der Qualifikationsphase sind die Differentialrechnung
und die Integralrechnung. An dieser Stelle bekommt man - zumindest formal - die Unendlichkeit
„in den Griff”. So werden z.B. folgende Fragen angegangen: Hat ein unendlich
schmales Rechteck einen Flächeninhalt? Bilden unendlich viele unendlich schmale Rechtecke
eine Fläche? Und wozu kann ich das überhaupt gebrauchen?
Im zweiten Jahr sind die Hauptthemen Analytische Geometrie und/oder Stochastik. Die Stochastik
versucht dann z.B. die Frage, ob der Zufall berechenbar ist, zu beantworten. Und ganz nebenbei:
Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.
Sechs Mathematiklehrer/-innen , die fünf auch mal gerade sein lassen können, selten unberechenbar sind und auf die man im Ernstfall zählen kann, stehen für ein Fach, das viel zu häufig grundlos gefürchtet wird.