K. Müller
Die 12 Teilnehmer.......
Martina, Karel, Nicolas,
Sebastian, Manuel, Alina, Katharina, Sandra, Carsten, Ron, Denise u.
Picco, Jan
Die südböhmischen Niederungen steigen allmählich zu den Gipfeln des
Böhmerwaldes, des Gebirges Novohradske hory, der böhmisch-mährischen
Höhe und des mittelböhmischen Hügellands an.
In diesen Bergen haben sich die südböhmischen Flüsse ihre Täler
gebahnt, vor allem die Vltava (Moldau), Luznice, Otava und die
Malše.
Der längste Fluß der Tschechischen Republik, die Vltava (Moldau),
fließt aus dem Böhmerwald in die Niederung von Budìjovice (Budweis)
und durchbricht dann auf ihrem Weg nach Prag das mittelböhmische
Hügelland; das Tal ist stellenweise 200-300 m tief. An ihrem Lauf
entstanden auf hohen Felsvorsprüngen Burgen (z.B. Krumlov, Hluboká,
Zvikov, Orlik), ferner Klöster (Vyšší Brod, Zlata
Koruna) und reiche Städte (Krumlov, Budìjovice). Heute fesselt den
Lauf des Flusses eine Kaskade von Talsperren (z.B. Lipno-Stausee) mit
Wasserkraftwerken. Die Stauseen dienen der Erholung.
Erster Tag: Samstag,12.05.2007
Nach ca. achtstündiger Fahrt (Start 5 Uhr morgens! Na ja, eigentlich
erst 6 Uhr, da die Sandra verschlafen hatte) führte unser Weg direkt
an den Orlik-Stausee, wo wir zu allererst unsere
„Waldhütten“ bezogen, spülten, wischten, einkauften und
die Feuerstelle zur Sicherstellung der Versorgung ausprobierten.
Des weiteren wurde die Umgebung „erforscht“ und zur
Zufriedenheit aller festgestellt: sauberes Wasser, wunderschönes
Wetter, Natur pur, Möglichkeit den See per Boot zu erkunden oder
alternativ den Wald zu durchstreifen.
Nachdem der ein oder andere Teilnehmer „baden“ ging,
klang der erste Tag gemütlich am Feuer aus.
Eine unserer
luxuriösen Waldhütten von Pico bewacht
Zweiter Tag: Sonntag, 13.05.2007
Der zweite Tag brachte gleich zwei Sehenswürdigkeiten auf das
Programm:
Schloß Frauenberg und Jagdschloß Ohrada in Hluboka.
Frauenberg gehört zu den schönsten Schlössern Tschechiens. Wände und Decken sind mit edlen Hölzern und
reichen Schnitzereien verkleidet. Die wertvollsten Möbelstücke sind
im Frühstückssalon untergebracht. Das Schlafzimmer und der
Ankleideraum der Fürstin Eleonore, das sogenannte Hamilton-Kabinett
und den Lesesaal schmücken Bilder europäischer Meister des 16. bis
18. Jahrhunderts. Der größte Saal ist die Bibliothek mit einer
Kassettendecke, die von der Stammburg in Schwarzenberg
nach Hluboká gebracht wurde. Ausgezeichnetes Niveau hat die
Waffenkammer von Hluboká. In der neugotischen Kapelle befindet sich
ein Altar mit einer großen spätgotischen Arche.
Schloss Frauenberg
Das Jagdschloß Ohrada ließ Fürst Adam Franz Schwarzenberg für
repräsentative Zwecke, die Veranstaltung prunkvoller und großartiger
Wildjagden erbauen. Das Museum gewann gleich nach seiner Gründung
große Popularität. Im Jahre 1961 wurde Schloß Ohrada vom
Landwirtschaftsmuseum Prag übernommen, das dort ein Museum mit
gesamtstaatlicher Wirkung für die Fachbereiche Forstwesen, Fischfang
und Weidwerk einrichtete.
Die derzeitigen Musealexpositionen beinhalten aus dem Forstwesen die
Entwicklung des Transports, des Holzfällens und der Pflege des
Waldes, der Volksbildung und des Schulwesens im Forstbereich. Die
Jagdexpositionen zeigen die wichtigsten Arten von Geflügel- und
Haarwild, deren Jagd und Aufzucht, Tierpräparate, einzigartige
Sammlungen von Trophäen und Jagdwaffen.
Der anschließend besuchte Tierpark nahe Ohrada entsprach allerdings
nicht den europäischen Standards einer artgerechten Haltung und somit
war der Zoobesuch der einzige Negativeindruck von Tschechien.
Dritter Tag, Montag, 14.05.2007
Am dritten Tag besuchte die Gruppe Schloß Orlik, das direkt an
„unserem“ Stausee lag.....
Die Burg wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts gegründet. Sie
bestand zunächst aus einem kleinen Palast, der von der Eingangsseite
durch Burgmauern und drei Wehrtürme geschützt war. Ein Brand, der im
Jahre 1508 die Burg zerstörte, und die folgende Befreiung der Burg
von Lehenspflichten regten einen umfangreichen spätgotischen Umbau
an. Wahrscheinlich vor dem Jahre 1588 führte der italienische
Baumeister Augustin eine Renaissanceumgestaltung durch. Eine
grundsätzliche Erhöhung der Bedeutung von Orlík brachte der Beginn
des 19. Jahrhunderts, als es Fürst Karl Schwarzenberg zu seinem Sitz
wählte.
Der Rest des Tages wurde für Bootfahrten, Einkäufe und Wanderungen in
die nahe Umgebung genutzt.
„Schlossbesichtigung“ (Orlik)
Vierter Tag, Dienstag, 15.05.2007
Die Stadttour durch Prag kann als Höhepunkt unserer Reise gesehen
werden.
Die Schlossanlage, das Rathaus und die von Künstlern und Händlern
gespickte Karlsbrücke waren die kulturellen Höhepunkte der
Besichtigung.
Abschließend besuchten wir den Prager Dom.
Die Karlsbrücke
Fünfter Tag, Mittwoch, 16.05.2007
Der letzte Tag führte uns zur Burg Zvikov, die zu den bedeutendsten
tschechischen Gotik-Burgen gehört. Sie wurde im 13. Jahrhundert
gegründet, in der Renessaince umgebaut und seit dem 17. Jahrhundert
auch wirtschaftlich genutzt.
Seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist von der Burg nur noch eine Ruine
übrig geblieben. Ab dem Jahr 1840 wurde und wird das Objekt auf
Initiative der Familie Schwarzenberg rekonstruiert.
Von den Burgmauern aus hat man einen wunderschönes Ausblick auf den
Zusammenlauf der Moldau mit der Otava.
Blick von der und auf die Burg
Zvikov