K. Müller
Die Fahrt an die polnische Ostsee hatte zwei Schwerpunkte: Zum einen wollten wir den
Lebensraum Düne erkunden, zum anderen stand der Besuch der Hafenstadt Danzig auf unserem
Programm.
Nach einem kurzen Flug und einer fast ebenso langen Autofahrt waren wir endlich in Karwia,
einem kleinen Ort ganz in der Nähe des nördlichsten Punktes Polens, in unserer Unterkunft
angelangt.
Den ersten Tag nutzten wir, um die Düne vor unserer Haustür einer ersten Inspektion zu
unterziehen, unsere Programmplanung für die nächsten Tage den gegebenen Umständen anzupassen
und um am Abend gemeinsam zu grillen und uns kennenzulernen.
Unsere Exkursion am darauffolgenden Tag zur dritt größten Düne Europas im slowinzischen
Nationalpark (seit 1977 Biosphärenreservat der Unesco) war leider sehr verregnet. Ein kalter
und scharfer Wind peitschte uns den Regen durch die Kleidung und zwang uns die Exkursion
frühzeitig abzubrechen, sodass wir leider nicht alles im Nationalpark in Augenschein nehmen
konnten.
Die Tage in Danzig waren zum Glück sonnig, wenn auch sehr frisch. Dem prächtigen Stadtbild
Danzigs ist nicht anzusehen, dass es am Ende des 2.Weltkriegs fast vollständig zerstört war.
Nach 1945 wurde das historische Zentrum wieder detailgetreu aufgebaut - alle waren
begeistert.
Und schon waren die 5 Tage wie im Flug vergangen ...

Der einzige sommerliche Abend am ersten Tag wurde genutzt, um zu grillen - hier auf dem Foto sind (fast) alle noch schwer mit den Vorbereitungen beschäftigt - und uns zu beschnuppern. Fazit: Alles nette Menschen!

Hautnah konnten wir einen der wichtigsten abiotischen Faktoren des Lebensraums Düne erfahren: Wind und der damit verbundene Sandschliff!
Leider sind wir nicht so gut angepasst wie z.B. der Strandhafer (Ammophila arenaria).

Im slovinzischen Nationalpark (seit 1977 Biosphärenreservat der Unesco) brachte nach ausgiebigem Regen die Sonne in einer Regenpause die ausgedehnten und mystischen Kiefernwälder (Pinus sylvestris) mit ihrem Flechten und Moosen zum Leuchten. Vorsicht, gleich hüpft der Kobold aus den Krähenbeeren (Empetrum nigrum).

An der Mündung der Mottlau in die tote Weichsel liegt ein Meisterstück der polnischen Restaurationskunst: Danzig.
Akzente am Hafenkai setzen die vielen mächtigen Tore. Hier im Bild ist zunächst das Brotbänkertor (links), dann das Frauentor (Mitte) und zu Schluss (rechts), das Wahrzeichen Danzigs, das dunkle Krantor (1444) zu sehen. Der rekonstruierte Kran mit Treträdern diente zum Löschen von Schiffsladungen und zum Aufrichten von Schiffsmasten.

In einer atmosphärischen Bar in einer Nebenstraße, konnten wir unseren ersten Tag in Danzig ausklingen lassen. Bei Livemusik (Klavier begleitet Klarinette) und leckerem „Pivo” konnte wir auf dem, für viele Danziger Häuser typischen, terrassenartigen Vorbau der Kneipe, so genannter „Beischlag”, die Abendsonne genießen.

Die Letzte Nacht vor der Abreise. Sonnenaufgang auf der Putziger Nehrung in Hel.
Es ist 4:25 Uhr, eisiger Wind, gefühlte Temperatur 0° C. Es hat sich gelohnt ...... seht selbst!

Leider etwas unscharf, da unser Fahrer „Slav” das Foto gemacht hat: Alle Teilnehmer kurz vor der Abreise vor unserer Unterkunft mit unserer herzensguten 75-jährigen „Vermieterin”, die uns mit Tränen in den Augen verabschiedete.